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ADRESSE:
Centauri GmbH
Film- und Fernsehproduktion
Küchengartenallee 6
07548 Gera
Die Dokumentation “Traces To Nowhere” – produziert von Centauri Film – hat den Echo-Klassik 2011 gewonnen.
Foto: Regisseur Eric Schulz (rechts), Redaktionsleiter für Kultur Servus TV: Frank Gerdes (mitte), ArtHaus Managing Direktor Erwin Stürzer (links)
Das Urteil der Jury:
Es gibt diese Filme, in denen man Demut lernt. „Traces to nowhere” ist so ein Film. Eigentlich ist er ganz einfach gestrickt: Eric Schulz begibt sich auf die letzte Reise des schwierigen, zickigen, despotischen, öffentlichkeitsscheuen aber genialen Dirigenten Carlos Kleiber – von München in das slowenische Bergdorf Konjicafürth. Und dabei lässt er Wegbegleiter, Sänger, Musiker und seine Schwester die Geschichte seines Lebens erzählen. Warum war Kleiber so genial und gleichzeitig so unzuverlässig? Warum so expressiv und so zurückgezogen? Was tat er, wenn er – statt wie versprochen die Wiener Philharmoniker zu dirigieren, nach Stowenien fuhr? Warum hat er mit der gleichen Freude dirigiert, mit der er am nächsten Tag alles hingeschmissen hat? Es sind die Annäherungen von Placido Domingo, Michael Gielen und Kleibers Schwester Veronika, die diesen Film zu einem Ereignis machen. Es ist selten, dass man so viele Menschen so sinnlich, weich und liebevoll über einen Künstler reden hört. Jeder Satz ein demütiger Stolz, ihm begegnet zu sein. Otto Schenk sagt: „Er war ein Lausbub durch und durch.”, Veronika Kleiber: „Wenn er gearbeitet hat, dann war das immer wie eine Geburt. Er hat immer Gewicht verloren.” Michael Gielen schwärmt: „Und wie schön er ist, wie ein junger Gott!” Beeindruckend die Proben-Sequenzen, in denen Kleiber immer Worte für Musik gefunden hat, etwa beim Freischütz: „Glauben Sie für die Ouvertüre an Geister.” Oder: „Die lange Note muss man gewinnen. Für die muss man kämpfen.” „Traces to nowhere” entzaubert den Mythos Carlos Kleiber nicht. Aber er verzaubert uns. Durch die demütigen Bekenntnisse großer Künstler zum letzten genialen Kind der klassischen Musik – zu Carlos Kleiber.
Quelle: Echo Klassik Magazin 2011.
Otto Dix – So seid ihr. So ist das Leben.
Hemmenhofen, Jan Dix, Sohn
Er wollte einfach zeigen wie es war. Endlich mal sehen wie ein Krieg wirklich im Bild dargestellt wird. Das war schon was anderes.
Stuttgart, Daniel Spanke
Er hat den Ausspruch geprägt: „Entweder werde ich berüchtigt oder berühmt“ Otto Dix ist letzendlich beides geworden.
Essen, Erika Janik, Kunstliebhaberin
Diese Ausdruckskraft. Diese Farben. Das Dunkle. Das Licht. Ich seh das vor Augen. Einfach Phantastisch.
Singen, Christoph Bauer, Kunstwissenschaftler
Otto Dix ist einer der wirklich deutsch-deutschen Künstler und damit repräsentativ für die deutsch-deutsche Kunstgeschichte.
Berlin, Mathias Laminski, Pfarrer Kath. Gemeinde Maria Frieden
Manchmal kommen 200, 300 Menschen. Aus Skandinavien, Spanien, Polen. Die Leute lieben dieses Bild, stellen Kerzen auf, beten. Otto Dix wird so ein bisschen in die Welt getragen.
Dresden, Ernst Hirsch, Kameramann:
Otto Dix kam ohne Auto hier her. Ich habe ihm angeboten in der Umgebung von Dresden herum zu fahren. Begegnungen die mich beeindruckt haben.
Randegg,Titus Koch, Stiefenkel
Geschichten aus dem Nähkästchen. Anfang der 60er Jahre ging es Familie Dix wirklich schlecht. Da wurden Bilder eingetauscht – gegen einen Sack Kartoffeln.
Dieser Film wird präsentiert von SRH – Stiftung Rehabilitation Heidelberg,
von der Sparkasse Gera-Greiz und von der Otto Dix Stadt Gera.
Politiker behaupten es sei das Jahrtausendereigniss für Thüringen und Mitteldeuschland: Der Besuch des Papstes Benedikt XVI. Die Ministerpräsidenten aus den drei Ländern sind da, hohe geistliche aus der ganzen Welt und fast hunderttausend Pilger. Das klitzekleine katholische Dorf Etzelsbach wird zum Wallfahrtsort, in Erfurt herrscht Ausnahmezustand, Sicherheitsstufe eins. Vielleicht war es kein Jahrtausendereignis – Fernsehen gibt es schließlich erst seit 50 Jahren. Für Reporter, Kamerateams und Übertragungsteams bleibt es zumindest ein Jahrzehnt-Spektakel.
MDR Chefredakteur Wolfgang Kenntemich im Interview mit Angela Merkel.
Realisierung: Live-Mobil-Team Stratos TV und Centauri-Film.
Plötzlich steht SIE im Raum: „So Kinder ich hab keine Zeit – sagt schnell wie Ihr es wollt.“ Angela Merkel wirkt etwas gehetzt. Sie hinkt 30 Minuten ihrem Zeitplan hinterher. Das Protokoll ist in Gefahr – das darf nur passieren wenn der Papst da ist.
Wir kommen nicht dazu irgendwelche Anweisungen zu geben. Die Bundeskanzlerin schnappt sich ein Ansteckmikro, zieht es ohne Hilfe durch ihr Jacket und klippt es an ihren Kragen. Sie setzt sich auf den falschen Stuhl und feuert uns an: “Läuft alles?” Wow – was für eine Frau! 15 Minuten später ist die Arbeit von zwei Tagen vergessen, das Interview gesendet und Frau Merkel irgendwo beim nächsten Termin.
Bald empfängt sie den Papst, bedeutenden Staatsmännern und Wirtschaftsbossen begegnet Sie täglich. Eigentlich müsste dieses Leben abhärten, die Seele gleichmütig machen. Doch auch Ministerpräsidenten können nervös werden. Wieso auch nicht – sonst wären sie keine Menschen. Christine Lieberknecht (CDU) und ihr Wirtschaftsminister Matthias Machnig (SPD) wirken fast verloren, mitten in der großen Glashalle, im nullten von 72 Stockwerken des GM Towers in Detroit. Um sie herum US-amerikanischer Autoproporz – hochglanzpoliert, aufgehübscht, modern: Dicke Autos, Jeeps, Luxuskarossen. Bei diesem Anblick vergisst man die schlechten Gedanken an die Schwierigkeiten bei GM seit der großen Finanzkrise. Vor drei Jahren wäre Opel fast zum GM-Opfer geworden, jetzt erfahren wir, dass GM einen Großteil seiner Staatsschulden zurück zahlt. Auch Christine Lieberknechts Telefon klingelt. Sicher gibt irgend ein Referatsleiter die gleichen Nachrichten weiter. Darum ist sie heute hier: Wird der Opel-Standort in Eisenach erhalten bleiben? Kann man in Eisenach ein Elektroauto bauen? Wie sind die neuen Ziele von GM? All diese Fragen kann ihr nur einer der mächtigsten Autokonzernchefs der Welt beantworten, General Motors-Big-Boss: Dan Akerson. Es wird ein Gespräch unter sechs Augen. Unsere Kamera muss unten bleiben – in der pompotionösen Autoausstellung. Nach einer Stunde kommt Christine Lieberknecht zurück – befreit, locker. Ihr Wirtschaftsminister lächelt. Zwischen ihnen steht der sonst so medienscheue Dan Akerson und gibt Interviews. Er verkündet persönlich Good News: In Eisenach wird ein neues Auto gebaut, der Standort entwickelt. Bei diesen Nachrichten darf auch eine Ministerpräsidentin mal aufgeregt sein.
Auftraggeber: MDR, Landesfunkhaus Thüringen
CARLOS KLEIBER “SPUREN INS NICHTS”
Produzent: Centauri-Film GmbH
Auftraggeber: Servus TV, Red Bull Media House
DVD-Vertrieb: Art Haus
Ausstrahlungen:
Servus TV 04.08.2011 – 20:15 Uhr
ARTE 20.06.2011 21:50 Uhr
Servus-TV-Empfang:
Europaweit über Satellit, Astra19.2, in HD und SD.
Der Echo.
Amy McDonald hat einen, Take That und James Blunt auch: Den Echo Pop/Rock 2011. Es ist der bekannteste Musik-Preis in Deutschland. Im Oktober wird der Echo in der Kategorie Klassik verliehen. Und der gehört zu den renommiertesten Musikawards der Welt. Es macht uns beinahe sprachlos und in aller Bescheidenheit auch ein wenig Stolz, dass wir zusammen mit dem Regisseur Eric Schulz und dem Sender Servus TV aus Österreich einen Echo erhalten. Der Echo-Klassik in der Kategorie Musik-DVD-Produktion des Jahres geht an den Film: “Carlos Kleiber: Spuren ins Nichts”. So ähnlich wird es am 2. Oktober Thomas Gottschalkt bei der Echo-Klassik Gala live im ZDF ansagen.
Am 11. Juli 2004 setzte sich Carlos Kleiber in seinen Wagen und fuhr von München über die Alpen zu seinem Ferienhaus ins abgelegene slowenische Bergdorf Konjsica. Dort schrieb er einen letzten Brief, mit dem er sich einem Freund gegenüber von der Welt verabschiedete. Nur wenig später fand man den in letzter Zeit zunehmend von Krankheit und Leiden gezeichneten Dirigenten tot auf.
“Unmöglich! Über Carlos Kleiber kann man keine Doku produzieren.” – So oder ähnlich lauteten die Reaktionen vieler großer Fernsehanstalten. Tatsächlich sind in der Vergangenheit bereits mehrere Versuche in der Planungsphase gescheitert. Warum? Carlos Kleiber wollte eben keine Spuren hinterlassen und das hat er fast geschafft. Rund 90 Prozent des vorhandenen Filmmaterials mit Kleiber stehen nicht zur Verfügung. Er wollte das nicht und die Familie hat das respektiert. Freunde und Weggefährten des eigenwilligen Dirigenten sind zurückhaltend, manche verweigern konsequent jegliche Auskünfte. „Beharrlich schweigt der engste Kreis“, klagte selbst der recherchefreudige SPIEGEL noch unlängst.
Unmöglich? Nicht mit uns! Filmemacher Eric Schulz hat manche Widerstände überwunden, ist den Spuren Kleibers durch halb Europa gefolgt, hat seltenes Archivmaterial gefunden und selbst seine Interviewpartner begeistert. Und dann gibt es noch den neuen ehrgeizigen Sender Servus TV aus Österreich. Der Redaktionsleiter für Kultur Frank Gerdes wollte dieses Projekt schon immer machen. Servus TV ist der erste Sender der Carlos Kleiber filmisch porträtiert. Eine mutige Entscheidung. Am Ende haben wir es gemeinsam geschafft. Pünktlich zum 80. Geburtstag von Carlos Kleiber war die 72 minütige Dokumentation fertig. Fast wie ein Geburtstagsgeschenk für den großen Maestro – wenn er noch leben würde!
In den Herzen seiner Freunde und Weggefährten ist er unsterblich. Das spürt man im Film, gibt ihm eine unverwechselbare Aura. Entstanden ist eine Collage aus Dokumenten und Erinnerungen, ohne Kommentarton. Es ist wie ein Dialog zwischen Carlos und seinen engsten Weggefährten: „Er hatte eine derartige Ausstrahlung, dass das Publikum nicht nur hören wollte, was er mit dem Orchester machte. Man wollte ihn sehen, seinen Gesichtsausdruck, seine Gestik, diese unglaublich ästhetischen Bewegungen.“ sagt Plácido Domingo.
Otto Schenk: „Wir waren uns sehr verwandt. Wir sind beide mit dem Sterben nicht zurande gekommen. Vor allem mit dem sterben der Anderen.“ Selbst Veronika Kleiber, die Schwester von Carlos, lässt sich auf diese, am Ende beinahe herzzerreißende Begegnung mit dem toten Bruder ein: „mein armer Bruder“, wie es heißt im Lohengrin, „mein armer Bruder“.
Wir lachen mit Carlos, wir freuen uns über ihn, wir lernen von ihm, wir leiden mit ihm und wir weinen am Ende. Es ist wie eine Vereinigung von Zeitgeschichte, Porträt, großem Theater und Weisheit.
Mit Plácido Domingo, Michael Gielen, Brigitte Fassbaender, Otto Schenk, Alexander Werner, Manfred Honeck, Otto Staindl, Klaus König, Karl Friedrich Mess, Anne Kirchbach, Martha Scherer u.a.
Kamera: Fariba Nilchian
Schnitt: Peter Klum
Tonmischung: Cornelius Rapp
Töne: Zora Butzke
Die Geschichten neben unserem Drehalltag hier im Blog.
Es existieren viele Amazonas-Klischees: Gefährliche Anakondas treiben ihr Unwesen, unentdeckte Indianerstämme schlagen nichtsahnenden Touristen ihre Köpfe ab und Geschichten über mysteriöse, bunte Frösche kennt jeder – mit einem Tropfen ihres Giftes katapultiert man sich ins nächste Wahrnehmungs-Stadium. Ferneuropäische Amazonas-Phantasie.
Wir suchen etwas anderes, etwas Reales. Wir sind auf der Spur des Muntermachers der die Welt erobert hat. Ganz legal. Es ist ein aufputschender Kern, den schon vor tausend Jahren allwissende Indianer verehrten. Sein Saft birgt Kraft und Konzentration. Er ist sieben mal stärker als der bitterste und schwärzeste Kaffee. Dabei ist er gesund und bekömmlich. Seit 25 Jahren ist er auch der Verkaufsschlager in unseren Breitengraden. Er steckt in Modegetränken wie Red-Bull, Bibop und anderen Säften mit ähnlich süß schmeckenden Namen. Wir sind auf der Spur des GUARANA. Wo kommt Guarana her? Wieso kann man Guarana nur im Amazonas anpflanzen und was steckt hinter dem Mythos, ist Guarana wirklich so aufputschend wie wir glauben? Da ergeben sich einige Fragen. Ganz nebenbei begleiten wir Axel Brümmer und Peter Glöckner. Seit sieben Jahren paddeln die beiden berühmten Weltenbummler über den Amazonas. Sie lieben den wohl schwülsten Ort der Welt. Wir lernen den Amazonas kennen, erfahren mehr über Guarana-Traditionen und über zwei absolute Amazonas-Fanatiker.
30 Minuten, HD
Die Geschichten neben unserem Drehalltag hier im Blog.
Es ist eine gewaltige Herausforderung: Die komplette Aufzeichnung des berühmten Altenburger Live-Spektakels „Prinzenraub“. Uns sitzt die Zeit im Nacken. Dreh, Schnitt und DVD-Pressung an gerade einmal sieben Tagen. Die ersten 1000 Stück sollen bereits eine Woche nach der Premiere verkauft werden. Denn den Altenburger Prinzenraub wird es so nie wieder geben. Es ist die letzte Spielzeit. Rechtzeitig muss die DVD im Vertrieb sein.
Es gab lange Beratungen mit dem Marketingverantwortlichen Stefan Müller und mit dem Regisseur Lutz Gotter. Sie haben immer wieder gefragt: „Schafft ihr das?“ Und wir haben gesagt: „Ja wir schaffen das!“
Drehen können wir allerdings, unter diesen angespannten Voraussetzungen, nur die Generalprobe. Sonst packen wir es nicht. Und: Es sollen besondere Bilder entstehen, ungewöhnliche Einstellungen. Wir wollen näher ran. Für diesen außergewöhnlichen Blickwinkel direkt aus den Szenen, drehen wir an einem Probetag. Am zweiten Tag wird es ernst: Vier Kameras laufen, unsere besten Kameramänner zeichnen die Gerneralprobe mit. Drei Tage dauert der Schnitt, oft bis in die Nacht hinein. Am 06. Juni um 5:35 Uhr fährt das endgültige DVD-Master aus dem Laufwerks-Schacht. Zur Feier gibt es Sekt und Schokolade. Das Master muss auf schnellstem Weg ins Kopierwerk. Ob unsere Produktion erfolgreich war, dass merken wir erst wenn in einer Woche alle DVDs im Laden liegen.
Sehen lohnt sich.
Auftraggeber: Stadt Altenburg und Theater&Philharmonie Thüringen
Länge: ca. 1:40 Stunde
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Egal wie sehr man sich bemüht leise zu laufen, es knallt, hallt und knackt metallisch bei jedem Schritt. Jemand drückt einen Schalter. Gelbes Neonröhrenlicht durchzuckt den Raum. Es dauert eine Weile bis es hell ist und sich unsere Augen an dieses flimmernde, warme Licht gewöhnen.
Grau gestrichene Wände, eingezogene Stahlträger, löchrige Spanplatten. Mehr nehmen wir im ersten Moment nicht wahr. Es sieht aus wie in einem alten russischen Lagerraum.
Vor 45 Jahren soll das noch die Kapelle des Stadtschlosses Weimar gewesen sein. Kaum vorstellbar als wir vor einigen Monaten mit unseren Dreharbeiten beginnen. Doch was jetzt zum Vorschein gekommen ist, versetzt uns und die Restauratoren ins Staunen.
1963 beginnt der Umbau. In dem Kirchenschiff ist schließlich Platz für vier niedrige Lager-Etagen. Die sozialistischen Bauherren nageln den Marmorstuck, etliche goldene Engelsmalereien und den herrlichen Kalksteinfußboden einfach zu. In den halbrunden Altar wird eine Stahl-Wendeltreppe gepresst. Die reich verzierte Holzdecke verschwindet unter Sperrholzplatten. Der Fünf-Jahres-Plan geht auf. 1968 ist die hübsche Schloßkapelle zu einem Kunst-Käfig mutiert. Aus der niedlichen Kirche wurde ein DDR-Nutzbau. In den 60ern und 70ern war es das Büchermagazin für die Weimaer Zentralbibliothek und bis vor einem Jahr noch ein schlichtes Möbeldepot.
Den Schlossherren war lange bewusst welche Schätze sich hinter all den Stahlträgern und Spanplatten verbergen. 2010 beginnen die Restaurationsarbeiten der Klassik Stiftung Weimar. In akribischer Arbeit wird Stück für Stück, mikro-meterweise, alte Lackfarbe abgetragen. Die Aura der Schlosskapelle kehrt allmählich zurück.

Kurzinfos:
Drehende etwa 2015. Zwischendurch berichten wir immer wieder über den aktuellen Stand für das MDR Fernsehen. Im Stadtschloss installieren wir eine Zeitrafferkamera. Produktion in HD1080i.
Quentinos linke Hand greift nach dem Rad und schwingt es nach vorn. In Windeseile wechselt er die Seite. Rechts. Links. Rechts. Links. Quentino (4) schwingt hin und her und lacht und kreischt und kichert. Er rast den Stationsgang entlang. Rechts. Links. Immer schneller. Krankenschwestern hüpfen zu Seite. Rollstuhl-Racing, das macht Spaß. Der kleine Stationsliebling mit den schwarzen Kulleraugen darf das heute. Es ist sein letzter Tag im Waldkrankenhaus Eisenberg.
Quentino leidet an einer heimtückischen Krankheit. Sein Bein ist krumm, seine Schenkelknochen wachsen nicht zusammen. Da wo er herkommt, hätte er nie die Chance ein normales Leben zu führen. In Angola wäre er für immer ein Außenseiter im Rollstuhl.
Die Organisation „Internationales Friedensdorf“ hilft Kindern in der ganzen Welt. Ein Jahr bleibt er in Deutschland und wird im Eisenberger Waldklinikum kostenlos behandelt.
Quentino geht es schnell besser. Sein Bein wird versteift – dieses dicke unangenehme Ding am Fuß heißt Orthese. Und trotzdem rennt er mit anderen Kindern um die Wette. Ein kleiner verrückter in blauen Strumpfhosen.
Die deutsche Sprache beherrscht er nach wenigen Wochen. Quentino redet immer lauter und hält die ganze Station auf Trapp. Weihnachten feiert er bei seiner Lieblingspflegerin. Was für ein Leben im Krankenhaus – bei all den netten Ärzten und Schwestern. So könnte das lange weitergehen…
Es ist schon der dritte große Erdkrater in Thüringen. Nicht immer verschwinden gleich halbe Dorfstraßen im Erdreich – wie vor einigen Wochen in Schmalkalden. Diesmal fällt in Könitz plötzlich die Erde ab – am Rand einer alten Deponie. Das Loch ist neun Meter breit und neun Meter tief. Wo kommt es her? Ist es gefährlich? Ist Thüringen ein Erdfallgebiet? Wer übernimmt die Kosten? Und was kann man gegen Erdfälle tun? Fragen die nur ein Experte beantworten kann. Der Leiter des Bergamtes – live zugeschaltet aus unserem Studio ins MDR Fernsehen.

In unserem Regieraum werden Hintergrundbilder eingekeyt, das Rückbild aus Erfurt entgegengenommen, der Ton abgemischt und bei Bedarf Beiträge eingespielt.
Bis zu den Hochburgen und Stadien ist es nicht weit. Unsere Teams drehen unter Anderem in Erfurt, Jena, Meuselwitz, Chemnitz, Aue oder Leipzig.
In unserem Studio schneiden wir Zusammenfassungen und spielen Beiträge, live kommentiert, in die Sendungen ein.
Schnitt ist für uns Sport: Extra für die Sportberichterstattung haben wir einen Mehrmaschinen-Schnittplatz im Hause. Mit der guten BVE2000 schlagen wir jede andere Schnittart in punkto Geschwindigkeit. Und: Wir kennen die Mannschaften und Spiel-Hintergründe. In kurzer Zeit sind z.B. bei Sport im Osten (mdr Fernsehen) bis zu 15 minütige Berichte ON-AIR.
Es ist ganz einfach bekannt zu werden. Mit einem Film auf Youtube! Veranstalter und Agenturen haben den Youtube-Markt längst entdeckt. Wackelige Handyclips dreht jeder aber professionelle Partymacher wollen auch den professionellen Film. Das kostet zwar etwas Geld doch es bringt Klicks und steigert den Wert ihrer Feiern. Freunde zeigen den Clip anderen Freunden. Auf Sozialen Netzwerken wie Facebook wird er gleich hundertfach „geteilt.“
Auf den richtigen Codec, die richtige Auflösung und die Datenrate kommt es an. Erst dann ist der Film auch in perfekter Qualität im WorldWideWeb.
Wir verschieben alle geplanten Drehs. Unsere Produktionen kommen durcheinander. Hochwasseralarm in Ostthüringen, Süd-Sachsen-Anhalt und Westsachsen. Wir sind überall unterwegs, drehen, suchen Geschichten und überspielen aktuelle Bilder an alle Sender. Kameramann Andreas ist sogar mit einer Unterwasserkamera unterwegs. Künstler drehen eben immer mit einem etwas anderem Blick.
Direkt vor unserer Haustür verschärft sich die Situation. Erste Autos bleiben im Wasser stecken, Gärten sind überflutet, Keller laufen voll. Die Weiße Elster sieht recht bedrohlich aus. Centauri liegt auch fast am Flussufer. Wenn das Wasser noch einen Meter steigt, wird es auch in unserem Archiv feucht. Wir beobachten die Lage.
Alle Bilder und Geschichten heute im Fernsehen. Wir rotieren für das Thüringen Journal, mdr aktuell, Hier ab Vier, Dabei ab Zwei, Sachsen-Anhalt heute und vielleicht schaffen wir es mit ein oder zwei Bildern auch in ARD Nachrichtensendungen.
Tauwetter. Schneeschmelze. Eben war es noch glatt auf den Straßen und jetzt nerven riesige Schlaglochkrater. Für die Kommunen ein kaum noch finanzierbares Problem. Die Löcher werden meist schnell und provisorisch geflickt. Thüringer Bürgermeister fordern Hilfen vom Freistaat. Doch unser Verkehrsministerium fühlt sich nicht verantwortlich für Stadt-Straßen. Ein heißes Thema. Jenas Oberbürgermeister Albrecht Schröter ist bei uns im Studio und erklärt live im mdr Fernsehen wie die aktuelle Situation ist.
In ganz Mitteldeutschland sind unsere TV-Kollegen unterwegs um noch das letzte Tröpfchen Hochwasser zu finden. Hochwasser bringt dem Fernsehbusiness Hochkonjunktur. Leider nicht in Ostthüringen. Hier ist es verdammt ruhig. Und dann passiert es: ein Hang rutscht ab. Auf der Bundestraße B2 Richtung Leipzig liegt ein riesiger Erdhaufen. Eine Woche werden die Aufräumarbeiten dauern erzählt uns der Baggerfahrer. Und die Gefahr an dieser Stelle scheint nicht gebannt. Immer wieder könnte bei großen Wassermengen Erde abrutschen. Centauri bleibt auf alle Fälle an dem Thema dran. Mehr dazu im mdr Thüringen Journal und bei mdr aktuell.
Es waren die höchsten Schornsteine in Ostdeutschland, 225 Meter hoch. 30 Jahre standen die Riesen mitten in Gera, prägten das Bild einer Stadt, ragten weit über die Landschaft. Sie waren sicher nicht schön aber sie wurden im Laufe der Zeit zum Wahrzeichen. Ein Wahrzeichen, dass um jeden Preis erhalten bleiben sollte? Der Beton ist bröckelig, im Innern befinden sich giftige Bausubstanzen. Die drei Essen werden zur Gefahr so nahe an der Autobahn, mitten in einem Gewerbegebiet. Fast zwei Jahre lang begleiten wir den komplizierten Abriss. Immer wieder gibt es neue Überraschungen. Für die Ingenieure und Arbeiter ist der Abriss eine Herausforderung. Für die Geraer ist es eher ein trauriges Ereignis. Für uns, die Filmemacher, sind die Dreharbeiten oft schwierig. Unser Kameramann hockt auf einem schmalen Plateau. 220 Meter über dem Boden. Unter ihm geht es steil abwärts. Die Männer vom Abrissteam hängen fast freischwebend unter ihm. Unsere Technik ist groß und unhandlich. Eskapaden sind lebensgefährlich. Also was tun? Wir brauchen Bilder! Wir montieren Mini-Kameras auf Bauarbeiter-Helme. Die Aufnahmen bieten verrückte Perspektiven. Bilder mit Kribbeleffekt. Und noch eine Spezialkamera gibt es: eine hochauflösende Zeitrafferkamera. Sieben mal am Tag schießt sie ein Bild.Die Jahreszeiten wechseln, und die Schornsteine verschwinden im Film wie von Geisterhand.
Die DVD können sie hier in unserem Online-Shop bestellen.
Facts
Länge: ca. 45 Minuten.
Preis: DVD 9,99 Euro / BLURAY 19,99 Euro
Auf der DVD finden Sie viele Extras, unter anderem:
- einen Film über das Geraer Kunsthaus:
“Von der Bank zum Kunsthaus.”
- viele Zeitraffereffekte
- atemberaubende Perspektiven aus der Sicht der Arbeiter
- so werden sie die Stadt nie wieder sehen: Gera und die Region aus der Schornsteinperspektive
Wir wünschen Ihnen viel Spaß.
Jetzt steht es fest: Ryanair gibt seinen Standort in Ossthüringen auf. Ab März 2011 wird keine Ryanair-Maschine mehr den Flugplatz Altenburg-Nobitz ansteuern. Eine Niederlage für die ganze Region. Die Gründe sind vielfältig, reichen von zu hohen Landeszuschüssen, der neuen Ticketsteuer bis zum erwarteten Buchungsrückgang. Was steckt wirklich dahinter? Altenburgs Oberbürgermeister Michael Wolf bezieht eine klare Position – Live aus dem Centauri-Studio im MDR Fernsehen.
Die DVD können sie hier in unserem Online-Shop bestellen.
Facts
Länge: ca. 45 Minuten.
Preis: DVD 9,99 Euro / BLURAY 19,99 Euro
Auf der DVD/BLURAY finden Sie viele Extras, unter anderem:
- einen Film über das Geraer Kunsthaus:
“Von der Bank zum Kunsthaus.”
- viele Zeitraffereffekte
- atemberaubende Perspektiven aus der Sicht der Arbeiter
- so werden sie die Stadt nie wieder sehen: Gera und die Region aus der Schornsteinperspektive
Wir wünschen Ihnen viel Spaß.
Es waren die höchsten Schornsteine in Ostdeutschland, 225 Meter hoch. 30 Jahre standen die Riesen mitten in Gera, prägten das Bild einer Stadt, ragten weit über die Landschaft. Sie waren sicher nicht schön aber sie wurden im Laufe der Zeit zum Wahrzeichen. Ein Wahrzeichen, dass um jeden Preis erhalten bleiben sollte? Der Beton ist bröckelig, im Innern befinden sich giftige Bausubstanzen. Die drei Essen werden zur Gefahr so nahe an der Autobahn, mitten in einem Gewerbegebiet. Fast zwei Jahre lang begleiten wir den komplizierten Abriss. Immer wieder gibt es neue Überraschungen. Für die Ingenieure und Arbeiter ist der Abriss eine Herausforderung. Für die Geraer ist es eher ein trauriges Ereignis. Für uns, die Filmemacher, sind die Dreharbeiten oft schwierig. Unser Kameramann hockt auf einem schmalen Plateau. 220 Meter über dem Boden. Unter ihm geht es steil abwärts. Die Männer vom Abrissteam hängen fast freischwebend unter ihm. Unsere Technik ist groß und unhandlich. Eskapaden sind lebensgefährlich. Also was tun? Wir brauchen Bilder! Wir montieren Mini-Kameras auf Bauarbeiter-Helme. Die Aufnahmen bieten verrückte Perspektiven. Bilder mit Kribbeleffekt. Und noch eine Spezialkamera gibt es: eine hochauflösende Zeitrafferkamera. Sieben mal am Tag schießt sie ein Bild.Die Jahreszeiten wechseln, und die Schornsteine verschwinden im Film wie von Geisterhand.
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Wie macht man eine Bank zum Kunsthaus, wenigstens für einen Film? Ein imposantes Gebäude gibt es schon mal. Sehr gut! Und es gibt eine Menge Zimmer. Eine Chefetage. Einen Tresor-Raum. Lange Gänge. Große, dicke Türen. So was dreht sich ganz leicht, meint man. Doch das Haus ist eben ein Bankgebäude: steril, riesig und vor allem leer. Die einzige Kunst hat Architekt David Chipperfield an die Wände malen lassen: Ein paar Stuhl-Bilder. Ganz chic. Doch das alles reicht bei Weitem nicht für einen Imagefilm aus. Es muss eine Vision her. Unsere Vision! Leider kann man den teuren „Christophorus“ aus dem Otto-Dix Museum nicht einfach abhängen und mal schnell für ein paar Aufnahmen in eine Bank tragen. Außerdem reicht ein einziges Kunstwerk nie und nimmer aus. Also haben wir den Begriff Vision wörtlich genommen. Eine Woche lang waren wir in den Museen der Stadt unterwegs. Unüblicher weise nicht mit einer Filmkamera sondern mit einem Fotoapparat. Wir haben Gemälde, Skizzen und Skulpturen hochauflösend abgeknippst. So entstand eine virtuelle Bankhaus-Foto-Kollektion. Nächtelang haben wir mit Projektionen experimentiert, Fotos an Wände gebeamt, Plexiglasscheiben verteilt, Skulpturen so projiziert, dass sie dreidimensional wirken, Gemälde virtuell im ganzen Bankhaus verteilt. Unsere Vision vom Bankhaus wurde plötzlich Realität. Wir selbst haben kapiert, dass aus dieser Bank wirklich ein Kunsthaus werden kann. Die erste Ausstellung des Hauses war quasi fertig und wir waren die Kuratoren. Beinahe stolz macht das. Leider gab es keine Gäste. Nur uns und unsere Film-Kamera. Die einzigen und ersten Besucher des Kunsthauses sind also Sie, die Zuschauer.
Film im Netz:
http://www.servustv.com/cs/Satellite/Article/Meine-Festspielzeit-011259289463876
45 Minuten, MDR, 3Sat, ARTE
Beutekunst 60 Jahre nach dem 2. Weltkrieg. Drei Jahre lang begleiten wir Beutekunstprojekte in Moskau und St. Petersburg. Wir entdecken geheime Archive, begleiten Verhandlungen. Und wir sind bei einer kulturhistorischen Premiere dabei: Zum allerersten Mal wird Heinrich Schliemans „Silberschatz des Priamos“ präsentiert.
Aber wie umgehen mit der Beutekunst in Russland? Wie nähern sich Deutsche und Russen im Streit um die Rückgabe an?
Kirgisien: Mailuu Su – Strahlen, Dreck und etwas Hoffnung
30 Minuten, MDR, 3Sat, Phoenix
Ein Wohnhaus steht direkt auf dem Abfall der Uran-Aufbereitung. Eine Kaufhalle auf einem zugeschütteten Uran-Schlammteich. Am Stadtrand stehen die Ruinen von Uran-Erz-Mühlen – Mailuu Suu im Süden Kirgistans. Eine kleine Stadt; schmutzig und lebensfeindlich. Sie wird zur Gefahr für ganz Asien. Denn gefährliche Uranreste am Bergrand drohen in den Fluss Mailuu Su zu rutschen und von dort aus einen ganzen Kontinent zu verseuchen. Genau das versucht die Thüringer Firma WISUTEC mit ihren Spezialisten vor Ort zu verhindern.
Wann hat man schon mal Gelegenheit diesem Mann zu begegnen? Plácido Domingo. Für die Doku “Spuren ins Nichts” (Sender Servus TV) ist das einer unserer Superstars. Wenn wir ihn kriegen dann haben wir gewonnen! Und tatsächlich: Plácido Domingo sagt zu. Wir dürfen ihn nach einem Auftritt in Berlin interviewen. Fast zu schön um das zu glauben. Interviews mit ihm sind rar. Doch plötzlich und unerwartet sagt er ab. Wegen Krankheit. Es gibt nur noch eine Chance: wir können ihn in Milano besuchen. Das dürfen wir uns nicht entgehen lassen. Er ist wichtig für unseren Film. Auch wenn es das Budget fast sprengt: wir fliegen nach Milano und treffen den großen Tenor.
Unter den deutschen Filmschauspielern gibt es nicht viele, die Weltstars geworden sind. Hardy Krüger ist einer davon. Wie so viele große Schauspieler hat auch er eine Doppelbegabung. Er kann schreiben und zwar verdammt gut. Das zeigt auch sein Buch, ‚Zarte Blume Hoffnung’, eine Liebesgeschichte und gleichzeitig eine Liebeserklärung an seine Heimatstadt Berlin. Eigentlich wollen wir ihn draußen vor dem Hotel Adlon in Berlin interviewen. Aber das geht nicht. Hardy Krüger ist einfach zu bekannt. Ein ruhiges, intensives Interview kriegen wir auf der Straße ohne größeren Aufwand nicht hin. Wir müssen uns umentscheiden und wechseln in sein Hotelzimmer. Wie man sich vorstellen kann, besitzen Hotelzimmer nicht gerade eine himmlische Filmatmosphäre. Doch zum Glück hat Hardy den Blick der Blicke direkt aufs Brandenburger Tor. Mit genügend ND Folie auf dem Fenster bekommen wir unser zartes, warmes Interviewbild.
San Francisco. Meine Lieblingsstadt. Und gleich wird sie zu meiner liebsten Lieblingsstadt. Wir sind bei Isabel Allende eingeladen. Sie wohnt nördlich von der Golden Gate Brücke. Wir fahren etwa 30 Minuten bis wir in ihrem Wohnort ankommen. Das Allende-Haus erkennt man sofort: Es kann nur dieses kleine Schlösschen sein. Es sieht aus wie ein argentinisches Prinzenhaus. Jetzt fehlen nur noch Zorro mit dem Degen und ein paar Musketiere auf ihren Pferden. Das Tor öffnet sich automatisch, aha Isabel erwartet uns wohl. Im Flur ihres riesigen Hauses strahlt uns eine kleine, zierliche Frau an. Das ist sie, viel kleiner als ich immer dachte. Sie strahlt so viel Freundlichkeit und Liebenswürdigkeit aus, dass wir uns fast wie zu Hause fühlen. Isabel staunt. Sie findet unser Equipment angenehm spartanisch. Wenn das amerikanische Fernsehen kommt meint sie dann stehen draußen auf ihrem Hof drei Übertragungswagen und ihr Wohnzimmer ist ein einziger Lichtkegel. So machen wir das nicht, wir wollen ja auch etwas intim werden. Zumindest inhaltlich. Wir sind nur mit Digibeta und dem ganzen kleinen drumrum da. Isabel findet das auf jeden Fall angenehm. Endlich mal nicht so viele Leute. Doch so schnell geht es nicht los mit dem Interview. Wir lernen noch ihren Mann kennen. Und er zeigt uns seinen Allende-Keller, den kriegen schließlich alle neuen Freunde zu sehen. Im Keller verbirgt er, glaube ich, die größte Scheinwerfersammlung der Welt. Sehr gut. Da nehme ich mir doch sicherheitshalber einen Licht mit hoch.
Zu Besuch in London.
Wenn man sich die Liste der Geschichten, der Bücher anguckt die Ken Follett geschrieben hat dann sind das alles Krimis, tolle spannende Romane. Ein Buch dazwischen fällt auf: „Die Säulen der Erde“, der erste große Historienschinken könnte man sagen. Nachdem wir Ken Follett zum „Eisfieber“ interviewt haben, ist der zweite große Historienschinken erschienen: „Die Tore der Welt“. Auch eine spannende Geschichte. Wenn ich das etwas abfällig als Historienschinken bezeichne dann ist das eigentlich liebevoll gemeint denn drinnen verstecken sich spannende Kriminalromane zusammengefügt zu einem gewaltigen Kriminalepos.
Lenin kam nur bis Lüdenscheid, Der kleine Junge auf dem Umschlag dieses Buches ist tatsächlich der Autor vor etwa 35 Jahren. Er spricht über seine kleine Revolution. Spannend: konsequente Erziehung, egal ob sie von links oder von rechts kommt, führt immer zur Elite: der Autor ist das beste Beispiel dafür.
Die Chance für das Zusammenleben ist offenbar nicht toll zwischen Ost und West – das hat Richard-David Precht vor etwa vier Jahren gedacht. Wir haben es aufgezeichnet. In der Zwischenzeit zeigt sich, dass beide Systeme in Krisen geraten aus denen sie nicht so schnell herausfinden. „Wer bin ich und wenn ja wieviele“ das ist der Titel des ersten richtigen Bestsellers den Precht geschrieben hat und die Bestsellerlisten stürmte. Im Frühjahr 2009 folgte gleich das große Buch über die Liebe. Ein unordentliches Gefühl.
Es lohnt sich Prechts Bücher zu lesen auch wenn es nicht ganz einfach ist.
Interview mit Martin Mosebach. Sein Roman, Das Beben, ist ein Buch der stärksten Kontraste. Das moderne Europa trifft auf ein armes indisches Königreich. Ein Beben.Und es ist zugleich der Roman einer verrückten Liebe, die am Ende eine überraschende Wendung nimmt. Noch einmal: ein Beben.
Manchmal hört man bei einem Interview einem Autor so gespannt zu, dass man am Schluss garnicht weiß was das wichtigste war was er gesagt hat. Erst später ist uns aufgefallen, dass Mosebach sagt: die Reise nach Indien, das Beben, ist keine Reise in ein exotisches Land weit weg von unserer Kultur. Es ist eine Reise in unsere eigene Geschichte. In die Zeit des Mittelalters bis zur Neuzeit. Darin liegt das spannende! Lernen wir unsere Kultur kennen in dem wir uns in eine fremde Exotik begeben?
In unserem Interview hat er erklärt das die eigentlichen Grenze in Deutschland nicht die zwischen Ost und West ist. Die eigentliche Grenze ist die von zwei großen Kulturen – im Süden und im Norden – der alte Limes. Damit macht Wolfgang Büscher deutlich, dass die Veränderungen die wir seit der Wende erlebt haben und die jetzt gefeiert werden nicht etwas über die Änderungen im Westen und Osten aussagen – nämlich, dass alles beim Alten geblieben sein könnte – sondern, dass wir die gleichen Schicksale erleben: das was Ostdeutschland ausgemacht hat verschwindet und das was Westdeutschland ausgemacht hat verschwindet auch. Und das ist aus der heutigen Perspektive gesehen sehr sehr hellsichtig von Wolfgang Büscher.
Interview mit Petra Hammesfahr. Sie ist die erfolgreichste deutsche Krimi-Autorin. Das Buch, DER SCHATTEN, beweist das wieder. Das Buch erzählt eine spannende Geschichte; die Autoren ist hellsichtig wie ihre Heldin und rechnet endlich ab mit einer Welt, von der sie oft betrogen worden ist.
Interview mit Irvin D. Yalom in San Francisco.
Irvin Yalom ist es gelungen Psychologie und Philosophie zusammenzubringen. Er sieht beinahe selbst aus wie eine Kreuzung aus Lenin, Nietzsche und Freud. Streng wie solche Vorbilder ist er aber überhaupt nicht. Sehr belesen, sehr witzig, sehr originell. So auch sein Buch ,Die Schopenhauer-Kur´.
Zu Gast im Berlin Verlag. Wir treffen Ingo Schulze. Es wird ein spannendes Interview mit einem Autor der mittlerweile einige große Preise eingeheimst hat und auch ein Querdenker ist.
Endlich ist das Buch erschienen, das schon zur Legende geworden ist, bevor es jemand lesen konnte. Das schreibt jedenfalls die Süddeutsche Zeitung über das Buch von Ingo Schulze. Es handelt von Enrico Türmer und spielt in den Monaten kurz nach der Wende. Enrico Türmer: ist das vielleicht Ingo Schulze selbst?
Als wir dieses Gespräch mit Heinz Berggruen gedreht haben, musste ich an ein Gespräch denken das ich einige Jahrzente zuvor mit ihm hatte. In Paris, in seiner Wohnung dort. Damals war er etwas melancholisch. Heinz Berggruen war ein alter Mann und wollte nach Hause, nach Berlin zurück. Er war sicher der bedeutenste Sammler den Deutschland hervorgebracht hat. Er hat die wunderbarsten Bilder zusammengetragen. Seine Bilder nannte er immer seine Kinder. Aber die Berliner hatten nicht so richtig das Gefühl für ihn, für seine „Kinder“, für seine Sammlung.
Seine Bilder hingen damals in London am Trafalgar Square, in der National Galerie. Eine gewaltige Auszeichnung. Niemals hat irgend ein Sammler dort seine Bilder ausstellen dürfen.
Kurz nachdem wir unser Gespräch mit ihm gedreht haben, ist Heinz Berggruen gestorben. Aber jeder der heute seine kleinen Erzähungen liest den wird es vielleicht doch mal in seine Sammlungen nach Berlin ziehen. Das wäre sicher sein letzter Wunsch: „Kummert euch um meine Kinder.“
Mein Gott wie hellsichtig ist dieser Günter Ogger. Was er vor 10 Jahren zu recherchieren angefangen hatte ist heute brandheiß. Er wollte ein Sachbuch schreiben. Es ist ein Roman geworden. In unserem spannenden Interview hat er uns erklärt warum das so war. Günter Ogger erzählt wie er während seiner Recherchen von fremden Leuten eingeschüchtert wurde, von Leuten die sich erkundigt haben wann und wo sein Sohn wo zur Schule geht, wie sein Tagesablauf in den letzten Wochen und Monaten war…
Günter Ogger hat vor vielen Jahren bereits herausgefunden, was die Weltwirtschaft inzwischen beinahe an den Rand gebracht hat. Sein Buch „ Der Absturz“ ist nichts anderes als eine Parabel auf den Untergang des Kapitalismus. Auf irgend einem Luxusschiff, irgendwo in der Karibik sitzt ein Zocker. Niemand wird jemals auf die Idee kommen, dass das die Hintermänner sind, die unser gesamtes Finanzsystem ruiniert haben. Lesen sie doch mal ganz in Ruhe unter diesem Aspekt das Buch der Absturz von Günter Ogger.
Paris. Eine große schwere Wohnungsßtür geht auf. Dahinter steht ein witziger Mann, er lächelt, spricht englisch mit einem noch witzigerem französischen Dialekt. Sein verfranzösischtes Englisch ist kaum zu verstehen. Es ist Francois Lelord. Es könnte auch sein Romanheld sein – da an der Tür: Hektor aus seinen Büchern “Reise zum Glück” und “Hektor und die Geheimnisse der Liebe”. In seinen Büchern geht es um die Liebe. Alles schön und gut, lieben möchte ja jeder gerne. Aber wie stellt man das an, wenn der andere nicht will? Und da hat Lelord einige verrückte Ideen.
Das ist sie also: die Mutter von Nina Haagen. Wow. Wie ähnlich die beiden sich sind, denke ich! Nur, dass Eva-Maria Haagen eine erfolgreiche Schriftstellerin ist. In unserem Interview geht es um lebendige Zeitgeschichte, pralles Leben. Erinnerungen an die Kindheit in Hinterpommern. Eva-Maria schreibt in ihrem Buch “Jenseits vom Paradies” von den zwei Seelen in ihrer Brust: von der Schlange verführt und von Gott respektiert. Als Kind, so erfahren wir, hat sie mit dem lieben Gott ziemlich ernste Gespräche geführt.
Diana Gabaldon hat ihre Highlandersaga vollendet. Sie war auf sieben Bücher angelegt. Das sechste war „Der Hauch von Schnee und Asche“, das siebente „Echo der Hoffnung“ ist im Sommer 2009 erschienen. Damit ist eine große Saga abgeschlossen. Die Frage wieso wir Deutsche Diana besonders lieben das versuchen wir in unserem Interview herauszufinden.
Warum nur Dan Brown lesen, wenn es doch andere sehr spannendere Thriller über die katholische Kirche gibt?! Zum Beispiel SECRETUM, ein Spionage Roman.
Im Jahr 1700: Der 007 hier ist Arturo Melani. Er ist der Spion des Sonnenkönigs. Noch heute darf das Buch nicht in Italien erscheinen, erzählen uns Monaldi&Sorti. Zu mächtig sind die Betroffenen!
0 (Null) das ist der absolute Thriller. Da trifft man Heisenberg und Einstein, da erfährt man etwas von der Wahrscheinlichkeitsrechnung, von einem Spieler, von der Pharma-Industrie, von Visionen, von Ahnungen, von Vorhersagen. Wahrscheinlichkeiten. All die möglichen Zukünfte führen verändern selbst die Welt … wer das durschaut hat Macht! Und die wollen alle haben! Ein spannendes, philosophisches Interview auf einem New Yorker Hinterhofbalkon.
Oh well, realy well, sagt er, nimmt das Glas vom Mund, schnüffelt genüsslich daran, schwenkt es mit einer weichen Handbewegung und setzt nochmal zur Verkostung an. „This is God“ „Es ist ein ausgezeichneter Wein“ sagt er dann auf deutsch mit einem lustigen, britischen Akzent „ist der wirklich aus Thüringen?“
Bepackt mit beinahe allen Weinsorten sind wir zu Gast bei Weinguru Sir Huhg Johnson in England. Wenn jemand Ahnung von der Traube hat und weiß was ein guter Wein ist dann ist ER es. Berühmt geworden ist er durch seine „Enzyklopädie der Weine“. Vor unserer Kamera verkostet und bewertet er Weine die er so noch nicht kennt – mit überraschenden Ergebnissen.
Sendetermin: 14. Juli 2010 21:15 Uhr
Wiederholung: 02. August 2010 8:15 Uhr
MDR Fernsehen
Es sind die höchsten Schornsteine in Ostdeutschland, 220 Meter hoch. Seit 30 Jahren stehen die Riesen mitten in Gera, prägen das Bild einer Stadt und ragen weit über die Landschaft. Jetzt werden sie abgerissen. Sie sind nicht schön aber sie wurden im Laufe der Zeit zum Wahrzeichen. Ein Wahrzeichen, dass um jeden Preis erhalten bleiben soll?
Der Beton ist bröckelig, im Innern befinden sich giftige Bausubstanzen. Die drei Essen werden zur Gefahr so nahe an der Autobahn, mitten in einem Gewerbegebiet…
Fast zwei Jahre lang begleiten wir den komplizierten Abriss. Immer wieder gibt es für die Ingeneure und Arbeiter der Spezialfirma TVF-Altwert neue Überraschungen. Für die Arbeiter an den Schornsteinen ist der Abriss eine Herausforderung…für die Geraer ist es eher ein trauriges Ereignis.
Und für uns, die Filmemacher, sind die Dreharbeiten oft schwierig. 220 Meter sind gewaltig. Unser Kameramann weiß erst seit Drehbeginn, dass er keine Höhenangst hat. Er hockt auf einem schmalen Plateau. Unter ihm geht es steil abwärts. Durch ein kleines Loch beobachtet er die Arbeiter vom Abrissteam. Sie hängen fast freischwebend oben am Schornstein, bewegen sich gezielt, sicher, bohren Halterungen, legen Bretter aus, bauen Gerüste. Mehr kriegt unser Kameramann leider nicht eingefangen. Das Guckloch ist zu klein, die Bewegungsfreiheit eingeschränkt, unsere Technik zu groß, Eskapaden sind lebensgefährlich. Also was tun? Wir brauchen doch die Bilder! Der Centauri-Krisenstab tagt. Bei diesem Projekt nicht zum ersten Mal. Eine Art Bauarbeiter-Helmkamera muss her. Anders können wir hochspannende Situationen nicht einfangen. Jetzt bekommt ein Arbeiter immer unsere Mini-Cam auf den Helm geschnallt. Die Aufnahmen sind zwar etwas verwackelt doch ist diese Perspektive authentischer, intimer als der Reportage-Draufblick. Es sind Bilder mit Kribbeleffekt.
Und noch eine Spezialkamera gibt es. Ich verrate nicht wo, aus Sicherheitsgründen. Aber genau dafür haben wir eine hochauflösende Zeitrafferkamera entwickelt. Sie steht an einem exponierten Platz. Sieben mal am Tag schießt sie ein Bild. Die ersten Zeitrafferfilme sind toll geworden. Herrliche Lichtsituationen ergeben sich, die Jahreszeiten wechseln und der erste Schornstein verschwindet wie von Geisterhand. Die Installation hat sich gelohnt.
Nach der exklusiven Erstausstrahlung im MDR Fernsehen als DVD im Handel erhältlich, mit vielen Extras und in doppelter Länge.
Die Bauhaus-DVD zum Bauhaus-Jahr. „Das Bauhaus kommt aus Thüringen“, hat schon Bauhaus-Gründer Walther Gropius gesagt. Doch welche Bauhäuser gibt es hier heute noch? Wie lebt man mit dem Bauhaus? Ist Bauhaus nicht mehr als nur nüchternes Design oder schlichte Architektur? Kommen Sie mit auf eine spannende Reise durch das Gründungsland des Bauhauses. Blicken Sie in Bauhäuser, die Ihnen sonst verschlossen bleiben, erleben Sie einmalige Veranstaltungen und staunen Sie über viele skurrile Bauhaus-Geschichten.
Sie leben mit dem Bauhaus: die Köhlers in Gera, die Beckers in Hermsdorf, die Schwarzes in Jena oder die Nagels in Probstzella. Ihre Häuser stammen aus den 1920er Jahren. Entworfen von Gropius, Schoder, Itten und Arndt. „Unsere Bekannten sagen das wäre alles ein bisschen kühl bei uns“, sagt Uta Köhler, „aber wir lieben es schnörkellos.“ Diese Dokumentation zeigt, wo das Bauhaus heute noch lebt. 90 Jahre nach seiner Gründung in Weimar. Überall in Thüringen haben die Bauhaus-Meister damals Spuren hinterlassen. Industriebauten, Wohnhäuser, Kultureinrichtungen. Was ist aus ihnen geworden? Zum Jubiläum feiert man in Thüringen das Bauhaus mit Ausstellungen und Events. Sogar Bauhaus-Speisen werden serviert. Einst wurde das Bauhaus aus Thüringen verjagt. Heute wird es gefeiert. Doch wie lebendig sind seine Ideen noch?
Die erste Bundesgartenschau in zwei Orten: In Gera und Ronneburg. Das WISMUT Bergbau-Areal wurde saniert und verwandelte sich vom Uran-Abbaugebiet zur Neuen Landschaft. 15 Jahre haben Gera und Ronneburg geschufftet – mit einem Ziel: die größte und schönste BUGA zu schaffen. Genießen Sie noch einmal die schönsten Momente. Erleben Sie wie sich eine Stadt verwandelt. Sehen Sie eindrucksvolle Gärten, Blumenhäuser und herrliche Landschaften.
30 Minuten 3Sat, MDR Fernsehen
Psychiatrie in der NS-Zeit. Ein dunkles Kapitel. Zum ersten Mal soll sich in Thüringen eine Ärztin wegen “Euthanasie”-Verbrechen während der NS-Zeit vor Gericht verantworten. Der Fall könnte das letzte derartige Verfahren in Deutschland werden.
Die Anklage richtet sich gegen die ehemalige Jenaer Universitätsprofessorin und Dekanin der Medizinischen Fakultät der Friedrich-Schiller-Universität, Rosemarie Albrecht, heute 89 Jahre alt. Mindestens eine ihr anvertraute Patientin soll sie ermordet haben. Rosemarie Albrecht war nach dem Studium 1940 auf die psychiatrische Frauenstation des Krankenhauses in Stadtroda gekommen.
Nur schwer lassen sich die Geschehnisse und Umstände von damals rekonstruieren. Zeugen gibt es keine mehr. Die Ermittler stützten sich vor allem auf die Krankenakten. Diese tragen die Unterschrift von Rosemarie Albrecht. In den zwei Jahren, die sie auf der psychiatrischen Station verbrachte, starben 159 Frauen und 11 Kinder. Mehr als in jedem anderem Jahr. Ihre Patientinnen sind vor allem an Herz-Kreislauf-Schwächen oder Lungenentzündung gestorben – typische Diagnosen, mit denen Naziärzte das planmäßige Töten von “lebensunwertem” Leben verschleierten.
Rosemarie Albrecht streitet die Vorwürfe ab. Sie habe nichts gewusst, sie habe die Station nicht geleitet. Oft sei sie als “lebendige Schreibmaschine” eingesetzt worden. Wer war und ist Rosemarie Albrecht? Eine Mörderin? Hat sie einfach nur “funktioniert”? In Interviews schildert sie ihre Sicht der Dinge. Wie glaubhaft sind ihre Erinnerungen?
Serie, MDR Fernsehen
1983. Franz-Joseph Strauss, bayerischer Ministerpräsident, reist durch die DDR. Was als inoffizielle Reise geplant war, wird zum Staatsakt. Strauß besucht Erfurt, Dresden, Naumburg. DDR-Bürger rufen zum ersten mal in aller Öffentlichkeit nach „Freiheit“, durchbrechen Barrieren um zu Franz-Joseph zu gelangen, werden von Staatssicherheitsbeamten abgedrängt, verprügelt.
Und heute 25 Jahre danach? Was ist von diesen Eindrücken geblieben? Augenzeugen berichten. Höhepunkt: Franz Joseph Strauß Jr. Er war damals 22 Jahre, begleitete seinen Vater und offenbart brisante Details.
Serie, MDR Fersehen
Oh well, realy well, sagt er, nimmt das Glas vom Mund, schnüffelt genüsslich daran, schwenkt es mit einer weichen Handbewegung und setzt nochmal zur Verkostung an. „This is God“ „Es ist ein ausgezeichneter Wein“ sagt er dann auf deutsch mit einem lustigen, britischen Akzent „ist der wirklich aus Thüringen?“
Bepackt mit beinahe allen Weinsorten sind wir zu Gast bei Weinguru Sir Huhg Johnson in England. Wenn jemand Ahnung von der Traube hat und weiß was ein guter Wein ist dann ist ER es. Berühmt geworden ist er durch seine „Enzyklopädie der Weine“. Vor unserer Kamera verkostet und bewertet er Weine die er so noch nicht kennt – mit überraschenden Ergebnissen.
MDR
Sieben Jahre träumen Sie davon, einmal dabei zu sein. Immer wieder bewerben Sie sich für den größten Kostümumzug der Welt. 2009 hatten sie es endlich geschafft: Wechmar trifft New York. Der kleine, traditionelle Trachtenverein nimmt an der 52. Steubenparade in New York teil. Hohe Erwartungen bei den Vereinsmitgliedern, Proben bis zur Erschöpfung. Die Dorfstraße wird zur 5th Avenue, der Parkplatz hinterm Vereinshaus zum Central Park. Und dann beginnt endlich wird ihr Traum wahr: Eine Reise in eine verrückte Stadt mit einem Koffer voller Trachten.
MDR
Gunda Niemann-Stirnemann und ihre kleinen Weltmeister.
Sie hat alle Eis-Schnelllauf-Goldmedaillen gewonnen die man gewinnen kann. Die große Eissporthalle in Erfurt trägt ihren Namen. Bei ZDF Sportübertragungen ist ihre Expertenmeinung gefragt. Und jetzt ist sie dabei, Diplom-Trainerin zu werden. Mit ihren ersten Schützlingen fährt sie ins Trainingslager nach Whitehorse, Kanada. Hier herrschen ideale Bedingungen, um aus Nachwuchsportlern Profis zu machen und aus der „Gold-Gunda“ eine knallharte Trainerin.
Wer reich ist, entspannt sich gern. Besonders in Deutschland. Wer reich ist, verreist gern. Besonders nach Deutschland. Nur das alles müssen die reichen Scheichs in Dubai noch lernen. Aber wie? „Scheichs kommt nach Thüringen!“ Ein Land wirbt um arabische Wellness-Urlauber.
MDR
Die einen, weit im Osten, haben Geld und brauchen Know-How. Die anderen, hier im Land, haben Ideen, Fachkräfte und sensationelle Produkte. Nur eins haben sie oft nicht: Connections zu den reichen Scheichs im fernen Osten. Das soll sich ändern. Engagierte Minister bringen Scheichs und den deutschen Mittelstand zusammen. Zwei unterschiedliche Welten fusionieren zu einer Erfolgsgeschichte.
Indonesien: “Auf Marco Polo’s Spuren”
3 Teile, 30 Minuten, MDR
Axel Brümmer und Peter Glöckner sind Weltenbummler. 1989 brechen sie zu ersten Mal auf. Die Wende in der DDR erleben sie nicht. Denn in dieser Zeit radeln sie gerade durch Asien. Und 20 Jahre später sind sie immer noch Weltenbummler und mit ihren Erlebnissen in ganz Deutschland berühmt. 2004 durchfahren sie auf Marco Polo’s Spuren die Weltmeere. Ihre Dschunke segelt seelenruhig über das indonesische Meer, als der große Tsunami ausbricht. Aber sie haben Glück: er flutscht noch unsichtbar, kraftlos unter ihrem Bug hindurch. Als sie in Phuket ankommen, sehen sie das Unheil. Ihre Abenteuerlust weicht, und sie beginnen Hilfe zu organisieren. „Das passiert uns oft: Dass wir auf der einen Seite Glück haben und auf der anderen Seite immer wieder in unerwartete, spannende Geschichten gezogen werden“ sagt Peter Glöckner.
Japan: “Fürchte dich nicht, langsam zu gehen. Fürchte dich nur, stehen zu bleiben.”
30 Minuten, MDR, 3Sat
Er ist Olympiasieger im Gehen. Er ist der Weltmeister im Walken. Und er lebt mit einem fremden Herz; seit sechs Jahren. Jetzt will es Hartwig Gauder allen beweisen: Auch mit einem transplantierten Organ kann man Weltmeister werden und den Fuji-San besteigen. Dem berühmten Berg in Japan sagt man Wunderbares nach: Wer den Gipfel erreicht, wird neue Lebensenergie gewinnen. So wird der Aufstieg für Hartwig Gauder zur körperlichen Herausforderung und zugleich zur spirituellen Erfahrung.
Bis zu den Sport-Hochburgen und -Stadien ist es nicht weit. Unsere Teams drehen unter Anderem in Erfurt, Jena, Meuselwitz, Chemnitz, Aue oder Leipzig.
In unserem Studio schneiden wir Zusammenfassungen und spielen Beiträge, live kommentiert, in die Sendungen ein.
Schnitt ist für uns Sport: Extra für die Sportberichterstattung haben wir einen Mehrmaschinen-Schnittplatz im Hause. Mit der guten BVE2000 schlagen wir jede andere Schnittart in punkto Geschwindigkeit. Und: Wir kennen die Mannschaften und Spiel-Hintergründe. In kurzer Zeit sind z.B. bei Sport im Osten (mdr Fernsehen) bis zu 15 minütige Berichte ON-AIR.
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