Kleine Welt
Unser neues N24 Format

Das Kleine-Welt-Phänomen – Theorie oder Wahrheit? Stimmt es wirklich, dass ein beliebiger Mensch über maximal sechs Ecken mit jedem anderen Menschen auf der Erde persönlich verbunden ist? Für N24 begibt sich Reiseblogger Christoph Karrasch auf wissenschaftliche Mission!
Die Reportage geht in die zweite Runde: Neue Folge am 12. Mai 2016 um 16.05 Uhr im TV

Nachdem ihn seine erste Reise nach Finnland und Norwegen verschlug, fliegt Christoph Karrasch in der zweiten Folge „Kleine Welt“ in eine ganz andere Himmelsrichtung: Seine Suche nach der Zielperson führt ihn diesmal vom knallbunten Frühlingsfest „Holi“ in Kathmandu, über Delhi nach Bangalore, bis hin zu waghalsigen Überholmanövern in den südindischen Serpentinen. Gelingt es Christoph seine Zielperson Ishita Malaviya, Indiens erste Surferin, über lediglich sechs Ecken zu treffen?

DIE ANTWORT GIBT ES AM 12. MAI 2016 UM 16.05 UHR AUF N24.

Mehr Infos auf N24:
http://www.n24.de/n24/Mediathek/Sendungen/t7894260/kleine-welt.html

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Mitten in Mitteldeutschland.
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E-Mail: info@centaurifilm.de

ANSPRECHPARTNER:
Katja Werner; k.werner@centaurifilm.de

GESCHÄFTSFÜHRER:
Thomas Niemann

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Centauri GmbH
Film- und Fernsehproduktion
Clara-Zetkin- Str. 3
07545 Gera

Silberner Columbus ’16
Bestes Reiseformat im deutschen TV
Silberner Columbus ’16 video

Für unsere zwei-teilige Reisedoku “Kleine Welt” sind wir mit dem Silbernen Columbus des VDRJ für das Beste TV-Reiseformat in der Kategorie Innovation ausgezeichnet worden.

Das Urteil der Jury: “Lebendig erzählt mit viel Raum für Spontaneität und ungewöhnlichen Begegnungen. Eine neuartige Heldenreise, von uns bedacht mit dem Columbus in der Kategorie Innovation.”

Sender: N24
Austrahlung: März und Mai 2016
Regie: Christoph Karrasch und Thomas Niemann

STREAMING PROFI
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- HD-Video-Encoder, Punkt-zu-Punkt-Streaming

- direktes Senden an Webseiten, Facebook oder andere Streaming-Plattformen
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- auch zur Vermietung
#10 Tage

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Zum Trailer und zum Download:

https://vimeo.com/ondemand/in10tagenumdiewelt

»Das ist die schnellste und interaktivste Weltreise der Welt«, sagt Christoph Karrasch über seinen Trip im Vollgas-Modus. Fünf Kontinente in zehn Tagen, geht das? Christoph will es beweisen.

Damit die Zuschauer von dieser Reise maximal profitieren, hat er sich etwas Besonderes einfallen lassen: das Routenvoting. Seine Facebook-Fans stellen die Strecke zusammen. Und so geht es für ihn von Peru über die USA und Neuseeland bis Nepal und Südafrika. Doch seine Fans haben noch mehr Macht: Sie bestimmen auch das Reiseprogramm. Bei den Maori in Neuseeland soll Christoph halbnackt den Haka tanzen, in Lima herausfinden wie Meerschweinchen schmeckt, in Las Vegas zum Star werden, in Auckland vom Sky Tower springen, in Kathmandu Waisenhaus-Kindern helfen und in Kapstadt ein Haus im Armenviertel mitbauen. Das und viel mehr in zehn Tagen!

Christoph ist ein junger Weltenbummler und Reisejournalist aus Kiel, schmerzerprobt und abenteuerlustig. Aber auf dieser Reise ist alles etwas anders. Schon zu Beginn gerät er an seine Grenzen und steht kurz vor dem Kollaps.

Und das sagt die Presse:

RADIO FRITZ:
»Das mit Erholung… hat er falsch verstanden«

SPIEGEL ONLINE:
»Jetlag, Thrombosestrümpfe und viel Adrenalin«

KIELER NACHRICHTEN:
»Der Kieler hat einen anderen Blick auf die Dinge.«

RTL NORD:
»Wahnsinns-Trip… Andere brauchen dafür 80 Tage – doch Christoph Karrasch schafft es auch in zehn Tagen um die Welt!«

VOD

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Hier können Sie unsere Filme bequem und preiswert in voller HD Auflösung bestellen:

https://vimeo.com/user7114013/vod_pages

Eine unserer beliebtesten DVDs “Der Abriss” steht demnächst auch in Full HD zum Download bereit.

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Echo 2014
Für die Doku "Herbert von Karajan - The Second Life"
Echo 2014 video

Für unsere Doku  Herbert von Karajan “The second life” haben wir gemeinsam mit unserem Regisseur Eric Schulz einen Echo erhalten. Es ist bereits der zweite Echo für Centauri-Film.

“Der Film verwendet u. a. niemals zuvor gezeigtes Original-Filmmaterial, und gelangt so zu erstaunlichen neuen Einsichten über Legende und Erbe von Maestro Karajan.
Einblicke hinter die Kulissen von Karajans Arbeit im Tonstudio sind ebenso enthalten wie Auszüge aus privat aufgenommenen Telefon-Gesprächen zwischen Karajan und seinem Tonmeister Günter Hermanns, die exklusiv in dieser Dokumentation Verwendung finden. Interviews mit wichtigen Kollegen und Mitarbeiten von Karajan: Anne-Sophie Mutter, Peter Alward, David Bell, Brigitte Fassbaender, Eberhard Finke, Wolfgang Gülich, Hans Hirsch, Klaus König, Krzysztof Polonek, Ernst Poppel, Godehard Pruin, Klaus Stoll, Peter Uehling, Hans Weber und Andrew Wedman. Von dem Team von Traces to Nowhere – The Conductor Carlos Kleiber und dem mehrfach preisgekrönten Dirigenten Eric Schulz (ECHO Klassik 2011, Gramophone Award und der International Classical Music Award). ”
Quelle: https://www.jpc.de/jpcng/classic/detail/-/art/Herbert-von-Karajan-The-Second-Life-Filmdokumentation/hnum/3254692

Tag 2. Exportschlager Blitzer.

Tag 2. Exportschlager Blitzer. video

Daran müssen wir uns gewöhnen. Wo auch immer wir unseren Pressebus verlassen, wird geklatscht. Es gibt Jubel und Applaus. Die Chinesen scheinen uns fanartig zu verehren. Da stehen sie aufgereiht, wedeln mit Deutschland-Fahnen. (Gleich zwei pro Hand – wenn dann richtig.) Auf den ersten Blick wirken diese Szenen ungewohnt, aberwitzig. Und doch sind es nette Gesten. Sie zeigen Zusammenhalt unter den Arbeitern, Respekt und Demut vor dem hohen Besuch aus Thüringen. Das sollten wir auch einführen: Wenn die Chefs kommen, wird gejubelt. So wedeln und klatschen uns die chinesischen Carl-Zeiss-janer eifrig zu bis die Gelenke schmerzen. Schließlich ist das Unternehmen schon seit 1957 in Shanghai. Was  CZ heute in China herstellt, dürfen wir nicht filmen. Streng Geheim. Nur so viel: Die Palette ist riesig. Ganz neu sind hoch komplexe Laser gesteuerte Augen-Messgeräte. Auch Chinesen brauchen Brillen.

Ein paar Stunden später fahren wir zum nächsten Jubel. Jenoptic steht gut da in China. Die Absatzzahlen steigen rasant. Neuestes Highlight sind deutsche Blitzer. Etwas betreten stehen wir vor der Messgeräte-Ausstellung. Selbst die Fraktionsvorsitzenden, die Ministerpräsidentin und der LEG-Chef raunen diese Technik an. Das Gefühl mit zu viel Tempo ertappt zu werden, kennen wohl auch sie. Wie beruhigend. Es hilft nichts. Blitzer sind gefragt in China. Das Geschäft damit läuft gut für Jenoptic. Kein Wunder. Ihre neueste Blitzer-Generation misst mehrere Autos gleichzeitig, nebeneinander, hintereinander im sogenannten 3D Verfahren. In Deutschland ist dieses System noch nicht zugelassen. Hier dürfen die Chinesen ausnahmsweise mal Vorreiter sein.

Und es geht extremer! Wer von uns glaubte, dass Fahnengeschwenke, lauter Applaus und Gejubel nicht mehr zu toppen sind der hat sich geirrt. Vor dem Hauptgebäude des Tongij College hängen meterhohe Bilder von MP Christine Lieberknecht und Minister Christoph Matschie. Die schönsten Mädchen des College stehen Spalier. Lächelnd, scheinbar atemlos und kerzengerade weisen sie den Weg ins Haus. Der Saal im College tobt. So stell ich mir einen Staatsempfang vor.

Die Zeit drängt. Unsere chinesischen Gastgeber sind so reizend und um uns bemüht. Es nützt nichts. Wir müssen uns verabschieden und fahren in die Nachbarstadt Hangzhou zum Deutschen Unternehmen IOSONO.

Wir hängen wieder. Diesmal auf der Autobahn. Unfälle. Zwei Stunden Verspätung. Das restliche Programm wird im Eiltempo durchgezogen. Reden. Verträge. Einweihungen. Geschenketausch. Olaf Stepputat von IOSONO eröffnet mit der Hangzhou Universität ein „3D Audio Visual Institute“. Schade das wir so spät eintreffen. Hangzhou gilt als eine der schönsten Städte Chinas. Die Universität strahlt eine Art buddhistische Gelassenheit aus. All diese Eindrücke kommen zu kurz. Wir rennen durch das Bauhaus-Museum in der Art-Academy, streichen das Abendessen. Und rasen zum Flughafen.

Tag 1. Shanghai.

Tag 1. Shanghai. video


302 km/h steht auf der Anzeige über uns. Die Welt rast so schnell vorbei, dass die Pupillen zucken. Beton, breite Straßen, Hochhäuser, Parkanlagen und wieder von vorn. Ein Zwinkerschlag, ein Blur des Augenblicks. Der Transrapid, diese deutsche Ingeneurskunst, diese deutsche Technik gibt es nur ein mal auf der Welt. Hier in Shanghai. Ein Erlebnis für mich, für die Unternehmer, die Fraktionsvorsitzenden und für unsere Ministerpräsidentin. Christine Lieberknecht wirkt überrascht. Darüber, dass die stoibersche Vision: in 10 Minuten vom Internationalen Flughafen ins Stadtzentrum nun ausgerechnet hier funktioniert und, dass das was da am Fenster vorbei flutscht anders ist als erwartet: Aufgeräumt, normal und irgendwie friedlich. Die Fotografen und Journalisten haben diese Magie bemerkt. Blitzlichtgewitter im Transrapid. Ich filme und denke genau so transrapidartig werden wir die nächsten Tage durch China donnern.

Es wird spannend. Gibt es sie – die große chinesische Firewall? Werden meine ersten Bilder durch die FTP-Verbindung auf den deutschen Server übertragen oder sind die Ports in die Außenwelt blockiert. Es ist spät geworden. Ein Vertragsunterzeichnungsmarathon liegt hinter mir und der große Empfang beim Generalkonsul. Ungeduldig und etwas zittrig vom Schlafmangel drücke ich die Verbindungstaste im FTP-Programm. Und: Es tut sich nichts. Kein Verbindungsaufbau möglich. Klar, mein Fehler. Ich hätte mich im Web-Hotelportal anmelden und das Internet freischalten sollen. Dumm. Mein Herz klopft. Zweiter Versuch. Es funktioniert. Über Nacht tickern die ersten Bilder aus Shanghai nach Deutschland.

Tag 0. Das unendliche Protokoll.

Tag 0. Das unendliche Protokoll. video

Zwei neue Anzüge, genügend Unterhosen, Laptop, Kamera und Mikrofon sicher verstaut. Auf nach China. Sieben Tage werden wir im Reich der Mitte unterwegs sein. Zusammen mit der Ministerpräsidentin, dem Wirtschaftsminister, vielen Unternehmern und den Fraktionsvorsitzenden des Landes. Ein gewaltiger Tross aus 80 offiziellen Delegierten will China kennenlernen, neue Geschäftsbeziehungen aufbauen, Kooperationen zwischen Firmen vereinbaren, politische Gespräche führen, – über die chinesisch-thüringische Zusammenarbeit, über Menschenrechte, Probleme der Solarbranche… Die Liste nimmt kein Ende. Jedenfalls umfasst unser Ereignishorizont, das offizielle Protokoll, 68 Seiten. Vor zwei Wochen waren es noch 28. Wie dieser Plan abgearbeitet werden soll, weiß vermutlich nur eine, die Protokoll-Chefin der Landesregierung. An genügend Schlaf scheint niemand gedacht zu haben. Und schon gar nicht daran, dass mein Protokoll jeden Tag um zwei Punkte erweitert wird: um Schnitt und Überspiel.

Tag minus 1. Die große chinesische Firewall.

Tag minus 1. Die große chinesische Firewall. video

Der Platz des Himmlischen Friedens, die Mao-Fiebel oder die Große Mauer kennt man von China. Die Mauer macht mir seit ein paar Tagen Sorgen. Freunde erzählten mir der Staat hätte seine Mauer wieder aufgebaut, rund um das ganze Land. Gewaltiger und undurchdringlicher als die Alte: Die große chinesische Firewall, um sich vor dem feindlichen, freien Internet zu schützen. Datentransfer nach Deutschland…unmöglich?! Facebook und Twitter werden blockiert. “Und FTP-Verbindungen – NO WAY!” FTP-Verbindungen jedenfalls wären ganz nett. Die brauche ich um unsere Fernsehbeiträge von China nach Deutschland zu schicken. Es wird spannend ob ich die große chinesische Firewall durchdringen kann, ob jemals ein MDR-Zuschauer unsere Berichte zu sehen bekommt. Wenn es nicht klappt, werden es wenigstens stressfreiere Reisetage.

TITV

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Echo 2011
für unsere Doku "Carlos Kleiber - Spuren ins Nichts"
Echo 2011 video

Die Dokumentation “Traces To Nowhere” –  produziert von Centauri Film – hat den Echo-Klassik 2011 gewonnen.

Foto: Regisseur Eric Schulz (rechts),  Redaktionsleiter für Kultur Servus TV: Frank Gerdes (mitte), ArtHaus Managing Direktor Erwin Stürzer (links)

Das Urteil der Jury:
Es gibt diese Filme, in denen man Demut lernt. „Traces to nowhere” ist so ein Film. Eigentlich ist er ganz einfach gestrickt: Eric Schulz begibt sich auf die letzte Reise des schwierigen, zickigen, despotischen, öffentlichkeitsscheuen aber genialen Dirigenten Carlos Kleiber – von München in das slowenische Bergdorf Konjicafürth. Und dabei lässt er Wegbegleiter, Sänger, Musiker und seine Schwester die Geschichte seines Lebens erzählen. Warum war Kleiber so genial und gleichzeitig so unzuverlässig? Warum so expressiv und so zurückgezogen? Was tat er, wenn er – statt wie versprochen die Wiener Philharmoniker zu dirigieren, nach Stowenien fuhr? Warum hat er mit der gleichen Freude dirigiert, mit der er am nächsten Tag alles hingeschmissen hat? Es sind die Annäherungen von Placido Domingo, Michael Gielen und Kleibers Schwester Veronika, die diesen Film zu einem Ereignis machen. Es ist selten, dass man so viele Menschen so sinnlich, weich und liebevoll über einen Künstler reden hört. Jeder Satz ein demütiger Stolz, ihm begegnet zu sein. Otto Schenk sagt: „Er war ein Lausbub durch und durch.”, Veronika Kleiber: „Wenn er gearbeitet hat, dann war das immer wie eine Geburt. Er hat immer Gewicht verloren.” Michael Gielen schwärmt: „Und wie schön er ist, wie ein junger Gott!” Beeindruckend die Proben-Sequenzen, in denen Kleiber immer Worte für Musik gefunden hat, etwa beim Freischütz: „Glauben Sie für die Ouvertüre an Geister.” Oder: „Die lange Note muss man gewinnen. Für die muss man kämpfen.” „Traces to nowhere” entzaubert den Mythos Carlos Kleiber nicht. Aber er verzaubert uns. Durch die demütigen Bekenntnisse großer Künstler zum letzten genialen Kind der klassischen Musik – zu Carlos Kleiber.

Quelle: Echo Klassik Magazin 2011.

ECHO-TAG!

ECHO-TAG! video

13:00 Die wichtigste Frage für so ein Ereignis heißt ja wohl: Was zieht man an? Mit Taktstöcken kann ich mich nicht garnieren, 2000 Euro teure, italienische Designerschuhe sind zu schade für die Füße und Kaschmir ist von gestern. Bevor ich die Antwort zu meinem Kleidungsdilemma finde, klingelt das Handy. Eric der Regisseur ist dran und will wissen was er anziehen soll. Wir einigen uns auf Individuelles. Das passt immer. Jacket, legeres Hemd, dunkle Hose, sportliche Schuhe. Schließlich sind wir in Berlin. Junge, erfolgreiche Kreativlinge brauchen keinen Schlips.
15:30 Ich mische mich ganz unauffällig, mich kennt ja eh keiner, vor die Paparazzis, ins Straßenpublikum und denke: „Über diesen roten Teppich muss ich auch gleich.“ Blitzlichtgewitter. Kameras. Mikrofonwirrwarr. Vor mir steht eine verrückte Frau mit roten Haaren. Posing vor den Reportern. Ein kleines Mädchen neben mir fragt: „Kennste die Frau da? Wer is dat denn?“ Ich erkläre ihr, dass sie gerade einen Klassik-Star vor sich sieht. Eine tolle Frau mit gigantischer Stimme. Etwas enttäuscht geht das kleine Mädchen weiter. Und ich bin ein wenig entsetzt über diese oberflächliche Stargeilheit unserer Kinder. Dabei ist das doch alles so aufregend.
16:00 Mein erster Gang über einen echten roten Teppich. Kein Blitzlicht. Keine Reporter. Für mich interessiert sich hier niemand. Man kann nicht alles haben. So gehe ich ganz allein mit meinen Kollegen die rot beteppichten Treppen hinauf ins Berliner Konzerthaus am Gendarmenmarkt. Was für eine Architektur!
16:30 Thomas Gottschalk begrüßt das Publikum. Er reißt eine Schote nach der anderen. Das könnte so weitergehen. „So jetzt zieh ich mal die gute Jacke drüber und dann kanns losgehen.“ Drei Stunden zeichnet das ZDF die Echo-Gala auf. 56 Preisträger sind es insgesammt. Natürlich kommen nur die richtigen VIPs in der Show vor. Mehr als sechs werden es kaum sein. Das erspart uns die tiefsinnige Danksagung vor dem ganzen Publikum. Dabei hatte ich mir tatsächlich wertvolle, intellektuell klingende Worte zurecht gelegt. Wir und die restlichen 49 Echos bekommen eine eigene Show.
21:00 Thomas Gottschalk: „Der Echo in der Kategorie DVD“… Applaus. Ich verstehe kein Wort. Namen sind zu hören…Spuren i…Traces…Eric Schu…, Regisseur. Fra Gerdes Serv TV. Erw Stü Arthaus und der Produ…“ Meint er mich? Ja ich muss jetzt auch auf die Bühne. Ich schnappe mir meinen Fotoapparat und knippse was mein linker Auslösefinger schafft. Gottschalk lächelt in die Kamera, Gottschalk umarmt die Kollegen, die Kollegen halten ihre Echos hoch… What a show. Nur meine Mutter ist wirklich traurig, dass kein Bild mit Tomi und Tommy existiert.

Die Ministerpräsidentin und GM.

Die Ministerpräsidentin und GM. video

Bald empfängt sie den Papst, bedeutenden Staatsmännern und Wirtschaftsbossen begegnet Sie täglich. Eigentlich müsste dieses Leben abhärten, die Seele gleichmütig machen. Doch auch Ministerpräsidenten können nervös werden. Wieso auch nicht – sonst wären sie keine Menschen. Christine Lieberknecht (CDU) und ihr Wirtschaftsminister Matthias Machnig (SPD) wirken fast verloren, mitten in der großen Glashalle, im nullten von 72 Stockwerken des GM Towers in Detroit. Um sie herum US-amerikanischer Autoproporz – hochglanzpoliert, aufgehübscht, modern: Dicke Autos, Jeeps, Luxuskarossen. Bei diesem Anblick vergisst man die schlechten Gedanken an die Schwierigkeiten bei GM seit der großen Finanzkrise. Vor drei Jahren wäre Opel fast zum GM-Opfer geworden, jetzt erfahren wir, dass GM einen Großteil seiner Staatsschulden zurück zahlt. Auch Christine Lieberknechts Telefon klingelt. Sicher gibt irgend ein Referatsleiter die gleichen Nachrichten weiter. Darum ist sie heute hier: Wird der Opel-Standort in Eisenach erhalten bleiben? Kann man in Eisenach ein Elektroauto bauen? Wie sind die neuen Ziele von GM? All diese Fragen kann ihr nur einer der mächtigsten Autokonzernchefs der Welt beantworten, General Motors-Big-Boss: Dan Akerson. Es wird ein Gespräch unter sechs Augen. Unsere Kamera muss unten bleiben – in der pompotionösen Autoausstellung. Nach einer Stunde kommt Christine Lieberknecht zurück – befreit, locker. Ihr Wirtschaftsminister lächelt. Zwischen ihnen steht der sonst so medienscheue Dan Akerson und gibt Interviews. Er verkündet persönlich Good News: In Eisenach wird ein neues Auto gebaut, der Standort entwickelt. Bei diesen Nachrichten darf auch eine Ministerpräsidentin mal aufgeregt sein.

Auftraggeber: MDR, Landesfunkhaus Thüringen

Tag 9 – Guaranafussball

Tag 9 – Guaranafussball video

Indianer auf dem Weg zum Guarana-Fussballspiel.

Rot: Team Kunstguarana, Weiss: Team Echtguarana...Wer wird gewinnen?

Rot: Team Kunstguarana, Weiss: Team Echtguarana...Wer wird gewinnen?

Auf dem einsamen, still dahinfließenden Amazonas kann es laut werden. Vor allem zur Fussballzeit. Der Lärm von vielen kleinen fünf-PS Honda-Einbaumbootaufsteckmotoren surrt auf uns zu. Wie ein Schwarm Hornissen nähert sich die Fussballmannschaft. Hinter Flussbiegungen, zwischen schwimmenden Inseln und unscheinbaren Wassergassen knattern ihre Motoren.Ruhig und gelassen blickt der Häuptling auf die behutsam vorrückende Bootsarmada. Eigentlich müsste er aufgeregt sein – in den Booten sitzen seine Spieler. In einem hockt der Stürmer, im anderen der Torwart und in überfüllten Schiffchen knattern seine Fans geduldig den Amazonas herunter. Ohne Banner, ohne Gegröle, ganz und gar ohne überbordende Siegeslaune. Indianer zeigen keine Emotionen. Ihre Tränensäcke sind bestimmt vor tausend Jahren ausgetrocknet. Stur und gelangweilt treffen sich alle Mannschaftsmitglieder am Sammelpunkt, dem alten, schiefen Stelzenhaus ihres Häuptlings. Es dauert Ewigkeiten bis das letzte Einbaumboot, mit dem letzten Fussballer, am Sammelpunkt ankommt. In geballter Formation schippern alle weiter. Es ist als ziehen sie still und konzentriert in den Fussballkrieg. Eine halbe Stunde Flussabwärts, im Indianerort Caqual, ist alles vorbereitet. Dort will die gegnerische Mannschaft ihr Siegesfestfeiern. Caqualianer fühlen sich wie

Vielen Dank an die Saalfelder-Brauerei. Sie haben u.a. das anschließende Siegerfest unterstützt. Dieses Indianerfest war das schönste, was die Menschen erlebt haben. Zumindest haben das unsere neuen Indianerfreunde später so gesagt. Es gibt hier selten so viel gutes Essen. Schön wenn man helfen kann.

bessere Ureinwohner, die zwar aussehen wie Indios, in Indianerhäusern wohnen, ganz gerne dem Inzest verfallen aber nie und nimmer Indianer genannt werden wollen. Auf alle Fälle wähnen sie den Sieg auf ihrer Seite. Wer wird also gewinnen? Es ist der Kampf des Guaranas. Manschaft Caqual trinkt eisgekühlte, industrielle Guarana-Limonade. Klar sie sind ja auch die Profis. Mannschaft Einbaumboot bringt ihr eigenes, echtes Guarana mit. Kurz vor dem Anpfiff verteilt es der Chef unter seinen Spielern. Auf der einen Seite mit Plastebechern für die „Besseren“. Auf der anderen Seite wird frisches Guarana geraspelt.
Anpfiff. Wären diese Männer in einer deutschen Fussballmannschaft hätten wir nur Weltmeister. Gelenkig wie Schimpansen, schnell wie Jaguare, brutal wie Krokodile kämpfen sie um den Sieg. Es ist ein herrlicher Tanz auf dem Rasen – gewaltig und ästhetisch zugleich.

Am Ende gewinnen die Milben. Kleine rote Milbenkäfer haben einen neuen Wirt gefunden: Das Fernsehteam aus Deutschland und natürlich Axel und Peter. Wir erfahren, dass Caqual bekannt für diese miesen Quälgeister ist und kratzen uns von nun an die Haut vom Leib.

Tag 8 – Die Guarana-Legende.

Tag 8 – Die Guarana-Legende. video

Die Guarana-Frucht. Wenn sie reif ist, sieht sie aus wie ein Auge. Sie soll von einem Indianerjüngling stammen, sagt die Legende.

Einst, vor tausenden Jahren wurde der schönste Inderianerjunge geboren den die Indianerwelt je hervor bachte. Er war wunderbar anzusehen: Er war klug, herzlich und befriedete alles was kriegerisch im Urwald keuchte und fleuchte. Auch Urwaldgeister können neidisch werden. Und so geschah es, dass der Indianer-Geist Jurupari eifersüchtig wurde. Jurupari verwandelte sich in eine hässliche, giftige Schlage und biss den guten Indianerschönling tot. Ein Jammer für alle Indianer. Seine Mutter vergrub die immer noch strahlenden Augen. (Nähere Details sind mir bekannt aber führen jetzt zu weit.) Und so geschah es: An dieser Stelle wuchs eine wundersame Pflanze. Sie sollte den Indianern Freude, Kraft und Klugheit bringen. Guarana war geboren. Und wenn das Guarana nicht gestorben ist, so lebt es noch heute. Tatsächlich. Ohne Guarana beginnt im Amazonasgebiet niemand den Tag. Den Stoff gibt es an jeder Straßenecke, geraspelt als weißes Pulver, oder schwarzbraune Bohnenkerne zum Lutschen und: Das meistverkaufte brasilianische Getränk heißt Antarktika Guarana. Jedes Jahr werden allein im Gebiet um Maués 800 Tonnen Guarana hergestellt. Hinter jedem indiansichen Stelzenhaus sitzen Kinder und Mütter und zutschen an irgend einem Guarana-Kern. Morgen beginnt der große Guarana-Kampf. Original Guarana-Pulver gegen Industirie-Antarkika-Guarana. Wer wird gewinnen? Wir sind dabei.

Amazonas
Die Augen der Erde. Doku.
Amazonas video

Die Geschichten neben unserem Drehalltag hier im Blog.

Es existieren viele Amazonas-Klischees: Gefährliche Anakondas treiben ihr Unwesen, unentdeckte Indianerstämme schlagen nichtsahnenden Touristen ihre Köpfe ab und Geschichten über mysteriöse, bunte Frösche kennt jeder – mit einem Tropfen ihres Giftes katapultiert man sich ins nächste Wahrnehmungs-Stadium. Ferneuropäische Amazonas-Phantasie.
Wir suchen etwas anderes, etwas Reales. Wir sind auf der Spur des Muntermachers der die Welt erobert hat. Ganz legal. Es ist ein aufputschender Kern, den schon vor tausend Jahren allwissende Indianer verehrten. Sein Saft birgt Kraft und Konzentration. Er ist sieben mal stärker als der bitterste und schwärzeste Kaffee. Dabei ist er gesund und bekömmlich. Seit 25 Jahren ist er auch der Verkaufsschlager in unseren Breitengraden. Er steckt in Modegetränken wie Red-Bull, Bibop und anderen Säften mit ähnlich süß schmeckenden Namen. Wir sind auf der Spur des GUARANA. Wo kommt Guarana her? Wieso kann man Guarana nur im Amazonas anpflanzen und was steckt hinter dem Mythos, ist Guarana wirklich so aufputschend wie wir glauben? Da ergeben sich einige Fragen. Ganz nebenbei begleiten wir Axel Brümmer und Peter Glöckner. Seit sieben Jahren paddeln die beiden berühmten Weltenbummler über den Amazonas. Sie lieben den wohl schwülsten Ort der Welt. Wir lernen den Amazonas kennen, erfahren mehr über Guarana-Traditionen und über zwei absolute Amazonas-Fanatiker.

30 Minuten, HD

Die Geschichten neben unserem Drehalltag hier im Blog.

Tag 7 – Grabgeflüster

Tag 7 – Grabgeflüster video

„Nicht wackeln sonst kentern wir! Einfach in der Mitte sitzen bleiben!“ Es sind klare Anweisungen und dennoch ist das so eine Sache mit dem Gleichgewicht im Einbaumboot. Wann paddelt man in Deutschland an Kujasträuchern und monstergroßen Paranussbäumen vorbei?! Alles Übungssache. Ich möchte mal wissen wie Axel bei seiner ersten Einbaumfahrt über den Amaonas gekippelt ist.

Zur Zeit ist Hochwasser. Zu den Plantagen kommen wir nur mit diesem tiefergelegten Indianerboot, geschnitzt aus einem einzigen Baumstamm. Lurdes(62) paddelt zielstrebig voran. Wir paddeln wackelig hinterher. Sie zeigt uns ihr Anwesen. 9900 Hektar Amazonas-Urwald-Land hat sie von Eberhard geerbt. Ich habe keine Vorstellung wie viel das ist, aber es kommt mir unglaublich viel vor.
Gleich über dem Guarana-Feld, auf der höchsten Stelle, hinter dem Mango-Baum sehen wir einen eingezäunten Erdhügel. Es ist Eberhards Grab. Lurdes Tränen rollen leise über ihre Wangen. Axel und Peters Blicke verharren ungläubig auf dem Grabhügel. Vor ein paar Monaten hatte Eberhard einen Schlaganfall von dem er sich nie wieder erholen konnte. Lurdes erzählt, sie seien genau 30 Jahre und 32 Tage zusammen gewesen. Ganz allein ohne eine Menschenseele um sie herum. Sie haben angebaut was beide im Urwald zum Leben brauchten: Guarana, Citrus, Ananas. Sogar einen Schweinestall hatten sie. Die Tiere sind nach Eberhards Tod verhungert. Ein weißes und ein Schwarzes Rind sind noch am Leben. Sie folgen uns als wären sie die Engel von Eberhard. Axel und Peter erinnern sich: Fast genau 20 Jahre ist es her. Eberhard hatte ihnen dieses Fleckchen Erde, wo heute ein Erdhügel aufgeschüttet ist, schon einmal gezeigt. Damals hat er geschimpft: „Axel du stehst auf meinem Kopf, geh da runter! Hier an dieser Stelle will ich begraben werden. Mit dem Kopf in Richtung Deutschland. Und wenn ihr mich hier besucht, schüttet mir eine Büchse Bier über den Kopf.“ Es wird der letzte Wille sein, den Axel und Peter ihrem Eberhard erfüllen.

Tag 6 – Eberhards Hütte

Tag 6 – Eberhards Hütte video

Axel stößt einen tiefen, dunklen Ton aus. OOOOOOOHHHAAAAAAA. Noch eine scharfe S-Kurve und wir sind da. OOOOOOHHHAAAAAAA. So brüllt er immer bevor er Eberhards Hütte erreicht, sonst schießt der alte Stranger mit seinem Gewehr wild durch die Äste. Unsere Schnellboot-Motorengeräusche sind meilenweit zu hören und verraten, dass irgendjemand Flussaufwärts fährt. Es könnten Verbrecher sein. Also Vorsicht. Schusslöcher im Boot sind gefährlich. Obwohl – für unseren Film wäre es sicher eine nette Geschichte. Aber wer weiß wie gut Eberhard noch sehen kann und wo er hinzielt. Also lieber brüllen. OOOOHHHAAAAAAA.
Langsam gleiten wir auf Eberhards Haus zu. Es steht auf Stelzen, direkt am River Miriti. Eberhard kommt nicht. Axel brüllt wieder seine Erkennungsmelodie. Jeder Brüllaffe würde sofort sein Revier aufgeben. Eine zierliche Frau rennt um das Haus. Wir ahnen alle, dass irgendetwas nicht stimmt. Auf uns wartet die nächste schlechte Nachricht.

Tag 5 – Amazonaskiosk

Tag 5 – Amazonaskiosk video

Wir verlassen den Amazonas-River, fahren auf den ersten Nebenkanal. Heute passiert nicht viel. Paddel-Paddel-Tag zwei. Ganz lustig sind am Flussrand diese kleinen schwimmenden Kioske auf Balsa-Holz. Wir kaufen ein. Im Amazonas-Kiosk gibt es alle lebensnotwendigen Dinge für Amazonas-Reisende. Kekse, Fische, Keilriemen, Benzin. Bewacht wird die schwimmende Kaufhalle von drei enorm hochgewachsenen Hunden und der Verkäuferfamilie. Läuft das Geschäft mies, schippern sie weiter und versuchen ihr Handelsglück in der nächsten Flussbiegung.
Bis auf die Kekse scheint alles frisch zu sein. Kekse sind wohl bei 98% Luftfeuchtigkeit niemals knackig-knusprig.

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Tag 4 – Sonnenflecken

Tag 4 – Sonnenflecken video

Seit einem Tag fahren wir in Paddelgeschwindigkeit neben Axel und Peters Gummiboot her. Die Sonne brennt. Dabei hängt ein schickes, rotes Sonnendach über unserem Boot. Es ist vollkommen nutzlos! Im Amazonaswasser werden die Sonnenstrahlen reflektiert. Von unten verbrutzelt allmählich unsere blasse europäische Haut: Ein quasi spiegelverkehrter Sonnenbrand. Wie Axel und Peter das im Gummiboot aushalten ist mir ein Rätsel. Dafür gibt es nur eine gesundheitsschonende Lösung: Ab in den Fluss. Sie halten sich ausdauernd wie klebrige Algen am Boot fest und treiben im Wasser. Stundenlang. Nur so entkommen sie dieser ekelhaften tropischen Mittagsglut. Europäer mögen staunen: An ihnen knabbert weder ein Piranha noch irgend ein anderes Getier. Im Gegenteil: Mit Axel und Peter spielen rote Amazonas-Delphine. Süß! Noch ein Vorurteil mit dem ich aufräumen muss. Die Natur im Amazonas ist scheinbar nicht lebensbedrohlich. Obwohl, ich gebe es zu: Irgendwas gefährliches würde ich jetzt gern erleben. Mir wird’s langweilig.
Am Abend erreichen wir endlich ein kleines Ureinwohnerdorf: Caqal. Auf der Halbinsel leben 200 Halbindios mit ihren vielen Vätern, Müttern, Opas und Omas. Genaue verwandtschaftliche Beziehungen lassen sich in solchen Orten nie genau bestimmen. Die Caqalenser leben abgeschnitten von jeder größeren Stadt. Einmal in zehn Jahren kommen frische Gene zu Besuch. (Lieber Gott ich möchte nicht dazu gehören.) Bis dahin muss der Stamm irgendwie seine Population erhalten. Inzest ist fast normal. Und doch ist der klitzekleine Ort recht modern. Es gibt eine Urwaldschule, eine halb zerfallene Holzkirche und einen großen Fußballplatz. In der Dorfmitte steht eine riesige Satellitenschüssel für Internetempfang. Die hat der Staat Brasilien hier aufgebaut. Nur kann das Internet in Caqal niemand bedienen. Außer dem Dorflehrer hat keiner einen Schlüssel für den Schrank mit dem Computer und dem Flatscreen. Im Hintergrund tuckert der Stromgenerator. Er betreibt drei Glühbirnen, einen Fernseher und den geheimen Internetzugang. Jeden Tag lärmt dieses Agregat – von halb sieben bis um neun. Das sind die Stromzeiten, dann wird es ausgeschaltet – wenn der Diesel überhaupt so lange reicht.
Der Dorfvorsteher Socoro freut sich über unseren Besuch, sagt höflich Boa Noite, Guten Abend. Eigentlich ist er der Häuptlingssohn – aber das darf man hier nicht laut sagen. „Häuptling“ und „Indianer“ sind Puh-Worte. Ich versuche krampfhaft das Wort „Indianer“ aus meinem Wortschatz zu streichen. Es fällt mir schwer! Immer wenn ich INDIANER sagen will, muss ich „In…teressant“ oder „In…ternational“ drauss machen. Nur damit diese Ureinwohner das Wort „Indianer“ aus meinem deutschen Kauderwelsch nicht rausfiltern. Das funktioniert erstaunlich gut. Ich beschliesse sie Indioten zu nennen. Allerdings finde ich das Wort zu rassistisch und wird dieser herzlichen Gattung Mensch nicht gerecht. Alle Indianer-Worte sind tatsächlich in Amazonien verpönt und werden aus dem Indianer-Bewusstsein verbannt. Und wer sie sagt wird aus dem Ort geschmissen und darf nie zurück kehren. Als hätte es diese Kultur niemals gegeben, schlimmer noch als wäre sie mit einem bösen Bann belegt. Beispiele für die Ächtung von Indianerwortbenutzern gibt es genug.
Es beginnt das, wovor mich Axel gewarnt hat. Wir brauchen Zeit. Viel Zeit. Wir sitzen da, reden, schweigen, reden. Ich höre zu, verstehe nichts, nur portugiesischen Singsang. Eine ganz normale Indianerprozedur. Da müssen wir durch. Die Leute hier haben hier Zeit. Ohne diese Freundschaftsanbahnung klappt nix. Drei Stunden vergehen ohne das wir einen Handschlag machen. Erst als wir Geschenke auspacken, dürfen wir drehen und essen. In einem offenen Holzverschlag spannen wir unsere Hängematten auf. Kleine Kinder kommen ab und zu vorbei und starren uns an. Gute Nacht Caqal.

Tag 3 – Bad News

Tag 3 – Bad News video

Es ist die erste schlechte Nachricht. Axel Brümmer überbringt sie. Er hat monatelang recherchiert, verhandelt und beschwichtigt. Und jetzt das: „Thomas, der Stamm der Sataré Mawe will nicht mehr.“ Ich bin baff: „Wie er will nicht mehr? All deine ganze Vorarbeit ist umsonst?“ Axel: „Die Sataré Mawe lassen sich nicht mehr drehen. Vor einigen Tagen war das brasilianische Fernsehen da. Sie haben den Stamm verarscht und sie wie dumme kleine Indianer aussehen lassen.“ Der weitere Dialog wird aus Anständigkeit ausgeblendet, aus psychohygienischen Gründen verdrängt. Es sind diese Momente bei denen man ganz ruhig bleiben muss. Es gibt immer Auswege. Widmen wir uns lieber dem nächsten Akt im Drehbuch.
Es ist gerade fünf Uhr. Die Gockel im Örtchen Maués krächzen sich ihre Kehle aus dem Hals. Zwischen dem Morgennebel schiebt sich ein schmaler Sonnenbogen in den Horizont und daran vorbei wackelt dieses knallgelbe, auf den Kopf gestellte, Gummiboot. Axel und Peter tragen es durch die Innenstadt bis zur Anlegestelle. Nur wir betreten unseren Fernsehteam-Luxusliner: Ein rotes Schnellboot, 90 PS, Lenkrad, Sonnenschutz, vollbepackt mit Nahrung und Benzin. Vier Tage wollen wir damit über den Amazonas gleiten. Immer im Blick was Axel und Peter treiben. Hoffentlich reichen die Kameraakkus und Kassetten aus?
Unser Ziel liegt 200 Kilometer Flussaufwärts: Eberhard, ein alter deutscher Aussteiger lebt seit 30 Jahren mit seiner brasilianischen Frau weit ab von jeder Zivilisation. Er wohnt in der letzten Hütte an irgend einem unbekannten Seitenarm, eines Nebenflusses des Amazonas. 20 Jahre ist es her als Axel und Peter – Eberhard aufgespürten. Seit dem sind die drei Freunde. Der kauzige Eberhard besitzt Guarana-Plantagen. Das passt zu unserer Geschichte. Mit Guarana verdient er seinen Lebensunterhalt. Er weiß nicht das wir kommen. Es gibt kein Strom, kein Telefon, nur Eberhard und die Natur. Ach ja und die Buschtrommel – die funktioniert sagt Axel. Eberhard wird erfahren, dass wir auf dem Weg sind.

Der Film

Der Film video

Wieso sind wir eigentlich hier? Wir fliegen ja nicht einfach drauf los, ins gefährliche Südamerika, sitzen 26 Stunden im eiskalten Flieger, mit einer riesigen HD-Kamera im Gepäck, gucken was im Amazonas für Nettigkeiten passieren, welche Anakonda den längsten Zahn hat, welcher einsame Indio noch unbefleckt durch den Urwald rennt oder lecken an bunten Fröschen um uns ins nächste Wahrnehmungs-Stadium zu katapultieren. Das alles mag es hier geben. Zumindest in unserer Klischeebehafteten Amazonas-Vorstellung. Nein, es ist ein höheres Ziel. Wir suchen den Stoff der Stoffe. Wir sind auf der Spur des Muntermachers der die Welt erobert hat. Ganz legal. Es ist ein aufputschender Kern, den schon vor tausend Jahren allwissende Indianer verehrten. Sein Saft birgt Kraft und Konzentration. Er ist sieben mal stärker als der bitterste und schwärzeste Kaffee. Dabei ist er gesund und bekömmlich. Seit 25 Jahren ist er auch der Verkaufsschlager in unseren Breitengraden. Er steckt in Modegetränken wie Red-Bull, Bibop und anderen Säften mit ähnlich süß schmeckenden Namen. Wir sind auf der Spur des GUARANA. Wo kommt Guarana her? Wieso kann man Guarana nur im Amazonas anpflanzen und was steckt hinter dem Mythos, ist Guarana wirklich so aufputschend wie wir glauben? Da ergeben sich einige Fragen. Ganz nebenbei begleiten wir Axel Brümmer und Peter Glöckner. Seit sieben Jahren paddeln die beiden berühmten Weltenbummler über den Amazonas. Sie lieben den wohl schwülsten Ort der Welt. Wir lernen den Amazonas kennen, erfahren mehr über Guarana-Traditionen und über zwei absolute Amazonas-Fanatiker. Das ist zumindest unser Plan.

Tag 2 – Maués

Tag 2 – Maués video

Haengemattendampferhafen

Um fünf beginnt das Leben im Amazonas und auch auf unserem Hängemattenschiff. Frauen kämmen ihre Haare, Babies nuckeln genüsslich an der Milchzapfstelle und die alten Männer hängen immer noch breitbeinig in ihrer Matte. Nur grunzen sie nicht mehr ihr Schlaflied. Über Nacht bin ich einen Zentimeter gewachsen: Fünf Beulen formen kleine Huckeln ganz oben auf meinem zarten Kopfende. Nur mit dem Finger tastbar aber autsch. Für Mitteleuropäer ist dieses Hängemattendeck ungeeignet. Es ist fünf Zentimeter zu niedrig – zumindest für mich. Immer wenn man gerade nach unten zu irgend einer interessanten, fremdartigen Mattenszene schaut, knallt oben ein Querbalken gegen den Schädel. Nachdem das

Fuenf Uhr morgens. Kurz vor Maués.

zum fünften Mal passiert ist, versuche ich unnütze Spaziergänge an Deck zu vermieden. Eine sechste Beule und ich falle ins Koma. Während dieser neue Tag so unglaublich schlagkräftig beginnt, versucht Kameramann Andreas unsere erste Kassette voll zu drehen. Interview mit dem Kaptain und mit den Hängemattern. Bilder vom Anlegen, vom einpacken – mit meiner sechsten Beule.
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1. Nacht – Lektion Hängemattenliegen.

1. Nacht – Lektion Hängemattenliegen. video


Axel Brümmer und Peter Glöckner sind welterfahrene Hängenmattenbenutzer. Sie spannen ihre großen Stoffbetten über wilden Füßen auf, pennen in Schweineställen über quiekenden Säuen oder mitten im Urwald zwischen Termitenhügeln.
Ohne genaue Einweisung und ohne Hängemattengeschichten schafft es niemand in eine ihrer Schlafstätten aus Stoff. Auch ich nicht. Ich höre gebannt zu.
Vor 20 Jahren radelten Axel und Peter in den Iguazu Nationalpark mit seinen gigantischen Wasserfällen. Ennorme Wassermengen schießen tiefe Schluchten herab. Ein unglaubliches Naturschauspiel. Normalerweise tummeln sich hier tausende Touris. Diesmal waren Axel und Peter die einzigen Iguazu-Besucher. Es regnete in strömen. Nirgends fanden sie ein ruhiges, trockenes Plätzchen. Axel entscheidet in letzter Not: „Wir schlafen auf dem Touri-Klo“. Selbst das Klo stand 20 Zentimeter unter Wasser. Die Hängematte jedenfalls hing weit drüber. Die Geschichte endete mit einem lauten Knall und Axel patschte ins Klowasser.
Heute findet er das nicht mehr schlimm. Schließlich kamen die Wassermengen von außen und nicht aus den Rohren. Ob er auf dem Männer- oder Frauenklo feucht geworden ist, weiß er nicht mehr.
Gut, dass ich gerade auf einem professionellen Hängemattendampfer bin und nur noch eins im Sinn habe: Schlafen. Peters letzter Tip: Hängeposition. „Entgegen landläufiger Meinung auf keinen Fall gerade sondern diagonal liegen. Dann hängst Du nicht durch sondern bequem im Stoff“. Ich probiere es aus. Tatsächlich. Es knackt im Rücken. Die vorletzte Wirbelblockade springt raus und hinterlässt wohltuendes Kribbeln. Das Boot tuckert vor sich hin. Leichter Fahrwind macht das tropische Klima angenehm. Rundherum schlafen längst Mütter mit ihren Kindern, Omas mit der Hand im Nacken, und Männer mit breit aufgeschlagenen Beinen. Aus der einen oder anderen Ecke vernehme ich tiefes, zufriedenes Grunzen. Hängemattendampferschlaffahren ist schön. Meine Augen klappen zu, meine Gedanken werden zu Brei und drehen sich…Das alles müssen wir morgen unbedingt im schönen Sonnaufgangslicht nochmal dokumentieren…

Amazonas 1.Tag – Alles hängt.

Amazonas 1.Tag – Alles hängt. video


Ob ich die erste Nacht auf dem Amazonas überlebe? Es soll ja wimmeln vor Piranhas, vor giftigen, bösen Seeschlangen oder kleinen, heimtückischen Spinnen.
Ich bin angekommen und stehe hilflos vor diesem Drei-Etagen-Holzkutter. Um mich herum tragen zierliche Männer massenweise Eierstiegen ins Schiff. Zwischen den Eiern rufe ich laut: „Axel!“ Gemeint ist Axel Brümmer – und nach unserem Kameramann „Andreas!“ Irgendetwas bewegt sich auf dem Schlafdeck. Vier müde Augen schauen nach unten, ganz perplex. „Keine Freude? Hallo Junx! Ich bins! Ich habs geschafft!“ Peter Glöckner wuchtet mein Gepäck nach oben. Ich wuchte mich aufs Zwischendeck. Zum ersten Mal sehe ich wo ich diese Nacht verbringen werde. Eingepfercht zwischen 80 fremden Amazonen und 50 Indianermännern. „Hier die Blau-Gelbe Hängematte ist deine“, sagt Axel. „Ups“ und „Aha“ sage ich. Über Blau-Gelb hängt Grün. Eine Indianerin grinst mich fröhlich aus ihrer horizontalen Lage an. In der Nacht werden genau neben ihrem Gesicht meine Füße liegen. Okay andersrum wäre es schlimmer. Aber wer und was liegt neben meinem Gesicht? Noch ist meine Nachbarhänge frei. Neben Grün gibt es noch viele andere, unzählige Hängemattenfarben auf-, unter- und über denen hängen wieder bunte Matten. Das ist also der berühmte Hängemattendampfer. Mit dem fahren wir von der Millionenmetropole Manaus Richtung Abenteuer: Nach Mauès. Von da aus werden Axel und Peter ihre Amazonas-Tour mit dem Paddelboot fortsetzen.

Amazonas 0.Tag – Eisbus

Amazonas 0.Tag – Eisbus video

Es ist bitter kalt. Ich zittere. Die Menschen um mich herum ziehen sich warme Mäntel drüber. Sofern sie welche dabei haben. Ich nehme meine FAZ vom Sonntag, verzichte aufs lesen und wickle dicke Zeitungsblätter um meine Oberschenkel. Hätte ich auf dem Kontinentalflug nur diese Decke geklaut! Keinesfalls will ich extrem unterkühlt in Manaus, mitten im Amazonas ankommen. Aber gut. In den nächsten 14 Tagen fallen die Temperaturen kaum unter 40 Grad, die Sonne wird stechen, die Mücken wohl auch und mein Gesicht wird aufquellen von der Tropenschwüle. Ich sollte wohl diesen Kühlschrank, in dem ich gerade sitze, lieber genießen. Die Flugbegleiter reagieren auf meine Bitte die Heizung im Airbus doch ein wenig höher zu drehen mit einem netten aber müden lächeln. Es ist ein Airbus, Leute, und kein Eisbus! Gleich schneit es und die Stewards holen ihre Schlitten aus dem Gepäckfach. Bing bong. Flugdurchsage. Endlich. Wir landen in wenigen Minuten. Noch nie hab ich mich so auf Dreharbeiten in heißer, schwuler Tropenluft gefreut.

Impftag.

Impftag. video

Früher, zu Schulzeiten, war Impfen Pflicht. Ich erinnere mich genau an diese Impftage. Entweder es gab süße Medizin oder einen Piecks in den Oberarm. Das ist lange her und gehört längst nicht mehr zum Gesundheitsprogramm. Panasonic und der MDR führen die Impfpflicht wieder ein. Sie nennt sich P2-Kamera-Impfen. Disponenten, Redakteure, Kameramänner und Assistenten müssen wissen wie das geht. Speziell vorgeschriebene Clip-Namen sollen in die Kamera transferiert werden – nicht mit der Spritze sondern per SD Karte, digital. Das klingt einfach, birgt aber einige Tücken. Wenn da irgendwas schief läuft, gibt es Probleme. Filmclips auf den MDR Servern werden nicht richtig zugeordnet, gehen verloren oder werden abgelehnt. Das will niemand! Seit heute wissen unsere freien und festen Mitarbeiter wie richtig geimpft wird. Nämlich schmerzfrei mit vielen Klicks und Tricks im HPX2100 Thumbnail-Menü.

Workshop P2 Impfen bei Centauri.

Workshop P2 Impfen und Proxy-Daten bei Centauri.

Next Generation.

Next Generation. video

NGN Zentrale von Media Broadcast. Quelle: http://www.media-broadcast.com/satellit-netze/broadcast-ngn.html

Es geht um die Zukunft der Übertragungstechnologie. Im November wird in ganz Deutschland das sogenannte ATM-Netz abgeschaltet. Was tun? Nur noch Filetransfer? Wie übertragen wir unsere fertigen Filme und Beiträge ab Herbst zu den Sendern? Diese Fragen rumoren schon lange in mir. Es geht schließlich um die Zukunft der Firma. Schnell wird mir eins klar: Es gibt keine Alternative zu Überspielen in Live-Geschwindigkeit.

Ich höre den Dozenten von Media-Broadcast zu. Sie stellen ihr neues Netz vor. NGN wird es heißen. Next Generation Networt. Es ist fast wie im Raumschiff Enterprise. Nur, dass mein Raumschiff Centauri heißt. Mein Magen knurrt. Es ist viel zu früh. Das Licht ist flau. Die Vorträge sind antiquiert. Es nützt nichts. Ich bin jetzt hier und muss mich entscheiden. Meine Augenlieder werden schwer.

„Filetransfer klappt doch gut wenn man genügend Zeit hat“, schießt es durch meinen Kopf. „Auf dem Weg zum Sender muss der Beitrag viele Hürden passieren: kodieren, hochladen, Firewall, Virencheck, encodieren, einspielen. Eine halbe Stunde ist für einen 1:30er Beitrag schnell vergeigelt. Wir wissen wie wertvoll Zeit in unserem Geschäft ist. Wehe irgendwas geht beim Filetransfer schief! Was wenn aus Zeitgründen mal Live eingespielt werden muss?

Ich schrecke hoch. Ein Buchstabe und eine Zahl fliegen durch den Raum: H.264. NGN überträgt mit diesem neuen Standard. Wow. Noch mehr Zahlen. Die Minutenpreise werden günstiger, die Grundmiete soll es auch sein. (Ein wenig.) Es reichen sechs Mbit für SD-Studio Qualität. Und: NGN wird HDTV-Fähig sein.

Meine Entscheidung ist klar. Heute habe ich den Vertrag unterzeichnet. Das Raumschiff Centauri steuert mit Warpgeschwindigkeit Richtung Übertragungszukunft.

Bei den Göttern.

Bei den Göttern. video

MDR Zentrale in Leipzig.

Es gibt einen alten, weissen Fernsehspruch: Früher wollten die Menschen in den Himmel, heute wollen sie ins Fernsehen. Und mir gelingt beides: Heute war ich im Himmel bei den Fernsehgöttern. Zumindest hab ich mich so gefühlt. Normalerweise werde ich selten nervös. Ich muss zugeben, heute um 13:45 Uhr hab ich innerlich geschwitzt. Äußerlich hab ich mir das natürlich nicht anmerken lassen. Als Vorstandsmitglied des Mitteldeutschen Film- und Fernsehproduzentenverbands MFFV darf man nämlich durchs TV-Himmelstor schreiten. Es liegt fast über den Wolken: In der 12. Etage der MDR Zentrale in Leipzig. Dieser Stock nennt sich Betriebsdirektion. Hier sitzen sie: Die Fernsehgötter. Die wichtigsten Menschen des Mitteldeutschen Rundfunks – so fühlt man es zumindest wenn man sie nicht kennt. Dabei sind sie total nett, total normale „Götter“. Fernsehdirektor Wolfgang Vietze hat Witze gerissen aber uns auch nicht geschont. Betriebsdirektorin Gabriele Arlt hört sich Probleme konzentriert an und hat gleich Lösungen parat. Arte Beauftragte Ingrit Hofman ist wirklich eine nette, verständnisvolle Frau. Sie hat für frischen Kaffee gesorgt. Nur hat sich niemand getraut ihre Plätzchen auf zu essen. Spaß beiseite. Natürlich war unser Treffen nicht des guten Kaffees wegen oder um die Direktoren kennenzulernen. Produzenten haben immer Probleme. Und die werden zur Zeit nicht weniger. Die Ursachen sind in der ganzen Branche bekannt. Es scheint aber nichts unlösbar zu sein auf der Götteretage. Details gehören nicht in den Block. Die gibt’s später ab Mitte April in unserem Produzenten-Newsletter. Wer sich für unsere Gespräche und Ergebnisse interessiert, muss außerdem Mitglied beim Produzentenverband sein.

Reichweite

Reichweite video
EB Teams
Telefon Gera: 0365 77 30 856
EB Teams video

EB 1 – XDCAM HD
PDW700
XDCAM HD 4:2:2 50 Mbit / IMX SD switchable
Fujinon 4,5 HD-Superweitwinkel

P2 HD
AJ-D 2100
AJ-D 3100
AJ-D 5000

64Gb P2 Karten
Fujinon 6,8 HD Weitwinkel

HDCAM
Sony HDW750P
Fujinon 4,5 HD-Superweitwinkel

EB-Standartquipment:
Ton: Wendt X4 Stereo Tonmischer, Funktonausrüstung Sennheiser
Licht: 3x Sachtler 300W oder 650W
Monitor: 9” LCD HD Monitor
Stativ: nach Wahl verschiedene Größen, Köpfe

Zusatztechnik:
Dedolight
Kompendium mit umfangreichen Filtersätzen
Normalobjektive
Rollspinne
Kamerakran
Steadycam
Schienendolly
Fingerkamera
Helmkamera/ Action-Cam
und vieles mehr…

Schnitt
Dienstleistungen
Schnitt video
  • Zuspieler: P2, XDCAM, HDCAM, Digital Betacam, DVCpro50/25, IMX, Betacam SX, Betacam SP, DVD, Bluray
  • Ausgabeformate: P2HD, XDCAM-HD, Digital Betacam, DVCpro50/25, Betacam SP, DVD, Blueray
  • Sprecherkabine
  • Überspiele
    BNS-Leitung, HDTV
    Überspiele video
    Überspiele video

    Per ATM-Leitung überspielen wir aktuelle Bilder oder fertig produzierte Beiträge in alle Sendeanstalten Deutschlands.

    Formate:
    Digital Betacam
    IMX
    BetacamSX
    BetacamSP
    DVCpro 50/25
    DVCam
    MiniDV

    Studio
    Liveschalten
    Studio video
    Studio video

    Von Gera nach Sydney. Live ins Australische Fernsehen. Da hilft keine Routine – hier zählt nur die Hoffnung. Die Sendestrecke geht einmal um die Welt: Gera – Frankfurt – London – New-York – Los Angeles und schon wird es unklar welche verschlungenen digitalen Wege unser Signal noch nimmt. Auf alle Fälle haben die Kollegen in Sydney unser Bild gesehen. Aufatmen. Alles klappt. Und weil es so gut war, ging das gleich eine ganze Woche so weiter. Live-Schalten für alle australischen Stationen.
    Trauriger Background: Eine Thüringer Autofahrerin kommt von der Straße ab, verliert die Gewalt über ihr Fahrzeug und rast in eine Gruppe australischer Radfahrer… Dabei gibt es viele schwer verletzte Sportler und eine tote Radfahrerin.

    Studiokamera Phillips LDK 150
    N-1 über Telefon oder ATM
    Vier-Draht-Kommunikation über ATM
    Chroma-Key.
    Einspielmöglichkeit von Beiträgen oder aktuellen Bildern.

    Hilfe für Quentino.
    Reportage MDR Fernsehen.
    Hilfe für Quentino. video

    Quentinos linke Hand greift nach dem Rad und schwingt es nach vorn. In Windeseile wechselt er die Seite. Rechts. Links. Rechts. Links. Quentino (4) schwingt hin und her und lacht und kreischt und kichert. Er rast den Stationsgang entlang. Rechts. Links. Immer schneller. Krankenschwestern hüpfen zu Seite. Rollstuhl-Racing, das macht Spaß. Der kleine Stationsliebling mit den schwarzen Kulleraugen darf das heute. Es ist sein letzter Tag im Waldkrankenhaus Eisenberg.

    Quentino leidet an einer heimtückischen Krankheit. Sein Bein ist krumm, seine Schenkelknochen wachsen nicht zusammen. Da wo er herkommt, hätte er nie die Chance ein normales Leben zu führen. In Angola wäre er für immer ein Außenseiter im Rollstuhl.
    Die Organisation „Internationales Friedensdorf“ hilft Kindern in der ganzen Welt. Ein Jahr bleibt er in Deutschland und wird im Eisenberger Waldklinikum kostenlos behandelt.
    Quentino geht es schnell besser. Sein Bein wird versteift – dieses dicke unangenehme Ding am Fuß heißt Orthese. Und trotzdem rennt er mit anderen Kindern um die Wette. Ein kleiner verrückter in blauen Strumpfhosen.

    Die deutsche Sprache beherrscht er nach wenigen Wochen. Quentino redet immer lauter und hält die ganze Station auf Trapp. Weihnachten feiert er bei seiner Lieblingspflegerin. Was für ein Leben im Krankenhaus – bei all den netten Ärzten und Schwestern. So könnte das lange weitergehen…

    Die Schalte aus dem Erdloch.
    Hartmut Kießling bei uns im Studio.
    Die Schalte aus dem Erdloch. video
    Die Schalte aus dem Erdloch. video

    Es ist schon der dritte große Erdkrater in Thüringen. Nicht immer verschwinden gleich halbe Dorfstraßen im Erdreich – wie vor einigen Wochen in Schmalkalden. Diesmal fällt in Könitz plötzlich die Erde ab – am Rand einer alten Deponie. Das Loch ist neun Meter breit und neun Meter tief. Wo kommt es her? Ist es gefährlich? Ist Thüringen ein Erdfallgebiet? Wer übernimmt die Kosten? Und was kann man gegen Erdfälle tun? Fragen die nur ein Experte beantworten kann. Der Leiter des Bergamtes – live zugeschaltet aus unserem Studio ins MDR Fernsehen.

    In unserem Regieraum werden Hintergrundbilder eingekeyt, das Rückbild aus Erfurt entgegengenommen, der Ton abgemischt und bei Bedarf Beiträge eingespielt.

    LiVE U.

    LiVE U. video

    Vorführung von LiVE U.

    Techniker Hans Radschiner prüft jedes erdenkliche LiVE U-Detail.

    Ein neues Gerät. Echtzeit Überspielungen in Broadcast-Qualität. Live-Schalten vom Riesenrad, aus einem fahrenden Auto oder aus einem Haifisch-Maul. Alles soll möglich sein mit dem kleinen Wundergerät. Es wird schon überall in der Welt eingesetzt: läuft u.a bei der BBC und vielen amerikanischen TV-Stationen. Ob die Technik auch für uns interessant ist? “Auf jeden Fall wird irgendwann der Tag kommen und ich hab drei kleine Antennen auf dem Schnittmobil-Dach.” meint Frank Kummer, Inhaber von der befreundeten Ü-Wagen Firma Stratos TV.

    Freshtorge.

    Freshtorge. video

    Freshtorge zwischen seinen Fans. Youtubestars. Sonntag 23:00 RTL. AZ-MEDIA TV.

    Interview mit AZ-MEDIA Redakteur Matthias Weidner.

    Nach Hamburg fahren – nur um jemanden von Youtube in echt zu erleben! Sagt mal geht’s noch? Genau das hab ich mir von Kollegen und Freunden immer wieder anhören müssen. Liebe Fernsehkollegen: Die Tage unserer heilen TV-Produktionswelt sind gezählt. Zumindest wenn ihr das erlebt hättet, was ich gesehen habe.
    Hunderte Jungs und Mädchen stehen brav im Regen. Sind klatsch nass. Manche murmeln irgendwas von Palamazi und Sandra Gagga. Noch eine Stunde bis ihr Idol kommt. Freshtorge. Zuhause dreht er kleine Clips. Er braucht keine Fernsehkamera, keine Manager, kein Studio und keine Witzeschreiber. Er braucht nur sich selbst. Freshtorge erinnert ein wenig an Otto. Was der wohl gemacht hätte wenn es damals schon Handykameras und Youtube gegeben hätte? FreshOttilli natürlich!

    Die Tür zur kleinen Hamburger Bar Cube geht auf. Die Massen passen kaum in den Raum. Gedrängel. Gejohle. Fangesang. Sie beten ihn herbei. Und dann kommt er. Läuft durch die Massen. Cool. Witzig. Locker. Als wäre er Hape Kerkeling oder Brad Pitt – nur etwas bodenständiger. Freshtorge ist quasi ein selbstgemachter Star – ein Youtubesternchen. Sein Papa hat Autogramme dabei, seine Mutter schießt Fotos – zum Andenken.
    Werde ich gerade Augenzeuge von den ersten Sterbezuckungen unserer konservativen Fernsehwelt? Wer mehr wissen will: Sonntag 23:00 Uhr auf RTL. Produziert von meinen Freunden von AZ-Media TV.

    Fußball

    Fußball video

    Bis zu den Hochburgen und Stadien ist es nicht weit. Unsere Teams drehen unter Anderem in Erfurt, Jena, Meuselwitz, Chemnitz, Aue oder Leipzig.
    In unserem Studio schneiden wir Zusammenfassungen und spielen Beiträge, live kommentiert, in die Sendungen ein.
    Schnitt ist für uns Sport: Extra für die Sportberichterstattung haben wir einen Mehrmaschinen-Schnittplatz im Hause.  Mit der guten BVE2000 schlagen wir jede andere Schnittart in punkto Geschwindigkeit. Und:  Wir kennen die Mannschaften und Spiel-Hintergründe. In kurzer Zeit sind z.B. bei Sport im Osten (mdr Fernsehen) bis zu 15 minütige Berichte ON-AIR.

    Analog vs. Komplex!

    Analog vs. Komplex! video
    Hans Radschiner und Andreas Hüttig bei der Programmierung.

    Hans Radschiner und Andreas Hüttig bei der Programmierung.

    Unsere Techniker diskutieren: Welcher Sendeweg ist der Richtige?

    Unser 20 Jahre altes, analoges Mischpult im Schaltraum hat ausgedient: Ein- und Ausgänge reichen nicht mehr aus. Ich sage nur: Pseudo-Stereo – Schluss damit! Es wird Zeit für richtiges Stereo!!! Außerdem kratzen ein paar Kanäle und sind überempfindlich. Technik-Meister Hans: “Lieber Chef, ein Digitalpult muss her!” Na endlich. Auf diesen Satz hab ich schon lange gewartet. Bis dahin ist alles einfach: Informieren. Bestellen. Bezahlen. Toll sieht das Neue ja aus. Möglichkeiten bietet es immens viele. Perfekt! – wenn man vorher einen mehrwöchigen Lehrgang zur Bedienung des Geräts belegt hat. Digital ist eben nicht nur TOLL. Digital ist KOMPLEX. Es dauert Stunden bis wir alle Soundwege programmiert haben. Regler fahren automatisch in Position, Kompressoren erkennen per Knopfdruck unsere Sprecher. Wir haben das Gerät geknackt. Man lernt eben nie aus. Hauptsache niemand verstellt jetzt unsere Programmierung.

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    Wahltag.

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    Wahlen habe ich schon als Kind gehasst. Jeder kennt dieses Gefühl aus dem Sportunterricht. Wenn Mannschaften gewählt werden und man irgendwie Angst hat als Letzter übrig zu bleiben. Dabei war ich immer vorn dran im Sportunterricht. Soweit zu meinem Ego.

    Heute hatte ich seit langem mal wieder dieses Gefühl auf der Bank in der Sporthalle zu sitzen. Nur, dass es diesmal um etwas Ernstes ging. Die Wahl in den Vorstand des Mitteldeutschen Film- und Fernsehproduzentenverbandes MFFV. Ich soll meinen Vorgänger Torsten Archut von Savidas ablösen.

    Nicht, dass ich nicht schon genug zu tun hätte. Nicht, dass ich gern in Kremien sitze. Nicht, dass ich gern stundenlang diskutiere. NEIN! Es muss getan werden. Der MFFV hat hehre Ziele. Wir suchen Gespräche mit Fernsehdirektoren, mit Chefredakteuren, wollen die Zusammenarbeit mit den Funkhäusern intensivieren und wir kümmern uns u.a. um Nachwuchsförderung. Nur gemeinsam sind wir stark. Wir vertreten die Interessen mitteldeutscher Fernsehschaffender. Was wir aushandeln, kann zum Vorteil aller Kollegen sein. Diese Arbeit ist für mich absolut neu. Aber ich bin nicht allein. Es sind scharfsinnige, erfahrene Leute im Vorstand. Im Hintergrund große mitteldeutsche Filmproduktionsfirmen.

    „Kommen wir zur Wahl des Thüringer Vorstands. Thomas Niemann. Ich bitte ums Handzeichen. Eins, zwei, drei….dreizehn Arme. Einstimmig gewählt. Gegenstimmen? Keine. Enthaltungen? Keine.“

    Im Sportunterricht war die Wahl in die richtige Mannschaft irgendwie aufregender.

    Die Fernsehrevolution.

    Die Fernsehrevolution. video
    MDR Workshop: Bandloser Workflow.

    MDR Workshop: Bandloser Workflow.

    MDR Chefkameramann Ulrich Kirsten (verantwortlich für elektronische Berichterstattung) erklärt neue Video-Transfermethoden.

    MDR Chefkameramann Ulrich Kirsten (verantwortlich für elektronische Berichterstattung) erklärt neue Video-Transfermethoden.

    Im Fernsehgeschäft erlebt man viele, ich meine wirklich viele Revolutionen.

    Die erste große Revolution war die Erfindung der magnetischen Aufzeichnung.

    Danach gab es viele Evolutionsschritte. Aus dicken langen Bändern wurden immer kleinere Kassetten. Digitale Systeme lösten analoge ab. PAL ist out, jetzt kommt HDTV! Das waren alles nur Pillepallerevolutionen!

    Die Neueste krämpelt unsere gewohnten Produktionsprozesse um. Sie heißt: Bandloser Workflow. Es wird keine Kassetten mehr geben, keine Bandmaschinen, keine Tape-Berge auf Schreibtischen, keinen Bandsaltat, keinen Kopftrommelverschleiß. Klingt eigentlich toll.

    Chip, Datentransfer, Proxy, WebFTP, P2mat … Die Zukunft erstickt irgendwann im Datenwust denke ich und schieße Fotos mit meinem bandlosen Telefon im 13. Stock der MDR Zentrale. Hier sitzen bestimmt über 300 Fernsehproduzenten. Sie lauschen gespannt den revolutionären Vorgängen. >>Ich bin bei einer Revolution dabei<< blitzt es durch meine Synapsen. >>Synapsen?! Gedankenblitze! Nervenleitungen. Auch nur Datentransfers.<< Und ich denke: >>wenn hier jetzt was passiert dann hat Mitteldeutschland keinen einzigen Fernsehproduzenten mehr.<< Diese Gedankendaten schiebe ich schnell aus meinem Kopf. Vorn am Rednerpult geht es um Codecs und um bandlose Ziele. Um Übertragungsverfahren, Firewalls und Sonderfälle… Ich sehe Fragezeichen in den Blicken meiner Kollegen und bin mir sicher: nicht jeder versteht hier alles.

    Das bandlose Funkhaus. Durch tausende Kabel werden hier nur noch Datenpackete flutschen – mit Bildern, Tönen, Geschichten. Es ist eine Revolution. Nur hoffentlich nicht die Revolution der Technik über den Menschen, der kalten Daten über herzelnde Geschichten, der schnellen Netze über tiefgründige Berichte.

    Tränen lügen nicht.

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    Making of vom Musik-Clip “Tränen Lügen Nicht.” Sänger Gerrit Schulze mit seiner Band bei uns im Studio.

    Besuch aus der Welt.

    Besuch aus der Welt. video

    Axel Brümmer mit seiner brasilianischen Ehefrau.

    Früh, viel zu früh – um 6:30 Uhr brummt mein Handy. Es ist zum Glück nur eine SMS. Wach bin ich trotzdem. Das Display blendet: „Hab heute 12-14 Uhr Zeit in Gera vorbei zu sehen! Du Auch? Ali.“ Jetzt kann ich nicht mehr schlafen. Wunderbar! >>Ich hab keine Zeit! Verdammt! Mein Schreibtisch ist voller Papierkram, ich muss einen Partyfilm schneiden, „Dix“ vorbereiten und sicher klingelt das Telefon den ganzen Tag.<< Sowas denkt man wenn man sich im Bett hin und her wälzt. Egal. Es kommt Besuch aus Südamerika! Axel Brümmer. Der bekannte Weltenbummler und Abenteurer. Da schläft man gerne – nicht aus! Wenn Axel kommt, hat er sicher wieder viele, viele Film-Ideen. Welche Vorahnung! Er erzählt wie er im April mit Kindern nach Bolivien fährt. Zum Weltsichten- Kinderhilfsprojekt. Wie Ärzte aus Saalfeld kostenlos in Bolivien Kinder operieren und und und… so sprudeln alle Geschichten aus ihm heraus. Sein heißestes Projekt plant er in Brasilien. Zusammen mit Peter Glöckner sucht er nach der Geschichte des Guarana. Dem Aufputschmittel aus den tiefen des südamerikanischen Urwalds. Es steckt hier in vielen Partygetränken und soll hellwach machen. Im Amazonas kennt er Indianer die ihm ein spezielles Guarana-Getränk brauen wollen….Mehr verrate ich jetzt lieber nicht. Nur soviel: wir sind dabei und drehen. Das wird ne tolle Story. Sogar superscharf in HD.

    Das Wasser kommt.

    Das Wasser kommt. video

    Wir verschieben alle geplanten Drehs. Unsere Produktionen kommen durcheinander. Hochwasseralarm in Ostthüringen, Süd-Sachsen-Anhalt und Westsachsen. Wir sind überall unterwegs, drehen, suchen Geschichten und überspielen aktuelle Bilder an alle Sender. Kameramann Andreas ist sogar mit einer Unterwasserkamera unterwegs. Künstler drehen eben immer mit einem etwas anderem Blick.

    Direkt vor unserer Haustür verschärft sich die Situation. Erste Autos bleiben im Wasser stecken, Gärten sind überflutet, Keller laufen voll. Die Weiße Elster sieht recht bedrohlich aus. Centauri liegt auch fast am Flussufer. Wenn das Wasser noch einen Meter steigt, wird es auch in unserem Archiv feucht. Wir beobachten die Lage.

    Alle Bilder und Geschichten heute im Fernsehen. Wir rotieren für das Thüringen Journal, mdr aktuell, Hier ab Vier, Dabei ab Zwei, Sachsen-Anhalt heute und vielleicht schaffen wir es mit ein oder zwei Bildern auch in ARD Nachrichtensendungen.

    Schalte aus dem Schlagloch.
    Schalte aus dem Schlagloch. video

    Centauri-Techniker Hans Radschiner kontrolliert den Hintergrund-Key.

    Achim Schröter kurz vor dem Gespräch. Noch entspannt.

    Tauwetter. Schneeschmelze. Eben war es noch glatt auf den Straßen und jetzt nerven riesige Schlaglochkrater. Für die Kommunen ein kaum noch finanzierbares Problem. Die Löcher werden meist schnell und provisorisch geflickt. Thüringer Bürgermeister fordern Hilfen vom Freistaat. Doch unser Verkehrsministerium fühlt sich nicht verantwortlich für Stadt-Straßen. Ein heißes Thema. Jenas Oberbürgermeister Albrecht Schröter ist bei uns im Studio und erklärt live im mdr Fernsehen wie die aktuelle Situation ist.

    Schalte aus dem Schlagloch.
    Schalte aus dem Schlagloch. video

    Tauwetter. Schneeschmelze. Eben war es noch glatt auf den Straßen und jetzt nerven riesige Schlaglochkrater. Für die Kommunen ein kaum noch finanzierbares Problem. Die Löcher werden meist schnell und provisorisch geflickt. Thüringer Bürgermeister fordern Hilfen vom Freistaat. Doch unser Verkehrsministerium fühlt sich nicht verantwortlich für Stadt-Straßen. Ein heißes Thema. Jenas Oberbürgermeister Albrecht Schröter ist bei uns im Studio und erklärt live im mdr Fernsehen wie die aktuelle Situation ist.

    Erdrutsch statt Hochwasser.

    Erdrutsch statt Hochwasser. video

    In ganz Mitteldeutschland sind unsere TV-Kollegen unterwegs um noch das letzte Tröpfchen Hochwasser zu finden. Hochwasser bringt dem Fernsehbusiness Hochkonjunktur. Leider nicht in Ostthüringen. Hier ist es verdammt ruhig. Und dann passiert es: ein Hang rutscht ab. Auf der Bundestraße B2 Richtung Leipzig liegt ein riesiger Erdhaufen. Eine Woche werden die Aufräumarbeiten dauern erzählt uns der Baggerfahrer. Und die Gefahr an dieser Stelle scheint nicht gebannt. Immer wieder könnte bei großen Wassermengen Erde abrutschen. Centauri bleibt auf alle Fälle an dem Thema dran. Mehr dazu im mdr Thüringen Journal und bei mdr aktuell.

    Erdrutsch statt Hochwasser.

    Erdrutsch statt Hochwasser. video

    In ganz Mitteldeutschland sind unsere TV-Kollegen unterwegs um noch das letzte Tröpfchen Hochwasser zu finden. Hochwasser bringt dem Fernsehbusiness Hochkonjunktur. Leider nicht in Ostthüringen. Hier ist es verdammt ruhig. Ja die Weiße Elster ist angeschwollen! Ja das Tierheim wurde vorsorglich evakuiert! Aber dramatisch ist es… hier ist jetzt das Wort glücklicherweise angebracht…bei uns nicht. Gut für die Menschen.
    Und dann passiert es: ein Hang rutscht ab. Auf der Bundestraße B2 Richtung Leipzig liegt ein riesiger Erdhaufen. Eine Woche werden die Aufräumarbeiten dauern erzählt uns der Baggerfahrer. Und die Gefahr an dieser Stelle scheint nicht gebannt. Immer wieder könnten bei diesen Wassermengen Erdhügel abrutschen. Centauri bleibt auf alle Fälle an dem Thema dran. Mehr dazu im mdr Thüringen Journal und bei mdr aktuell.

    2011. Die erste Woche.

    2011. Die erste Woche. video

    Jetzt ist sie vorüber die erste Arbeitswoche im neuen Jahr. Zeit für ein Resümee. Eigentlich sind wir es alle gewöhnt den Januar ganz ruhig und gelassen anzufangen. Die Januare und Februare ähneln sich nämlich Jahr für Jahr. Sie bestechen durch Langeweile im aktuellen Geschäft. Meistens liegt ja auch nicht so viel Schnee auf den Straßen. Doch diese erste Woche ist etwas anders als es die erste Woche 2010, 2009, 2008… Zum Glück! Denn der Januar ist in unserem Geschäft bekannt als der Monat der Existenzängste.

    Dieses Jahr beginnt aufregender. Wir drehen jeden Tag für den mdr. Liefern aktuelle Berichte an das Thüringen Journal.

    Red Bull und Servus TV brauchen schnell viele neue Versionen vom Film „Spuren ins Nichts – Der Dirigent Carlos Kleiber.“ Schließlich ist unsere Doku sogar bei den Emmy-Awards gelaufen. Und Servus TV plant noch weitere weltweite Projekte mit ihrem Erfolgsprodukt.

    Ein erster Image-Film ist in Arbeit und noch eine große Image-Film Anfrage kommt rein.

    Nebenbei schlittern Autos von den Straßen, die ganze Welt ruft nach Bildmaterial. Die Fernsehagentur TNN überspielt fleißig über unsere TV-Leitungen.

    Ab uns zu bekommen wir Besuch von fremden Leuten. Sie entdecken das „Abriss“-Plakat vor unserer Tür und kaufen ihren Erinnerungsfilm über die drei Schornsteine von Gera. Also wer noch keine DVD hat – ein Besuch bei uns lohnt sich.

    Die erste Arbeitswoche war also alles andere als ruhig. Sie ist so schnell vorbei wie Weihnachten, der Jahreswechsel und der Nikolaus auch schon längst Geschichte sind. Also dann auf ein erfolgreiches Jahr 2011. Ehe wir es merken kommt schon wieder das Jahr 2012. Hoffentlich ohne Weltuntergang.

    DVD. DER ABRISS.
    DVD. DER ABRISS. video

    Die DVD können sie hier in unserem Online-Shop bestellen.

    Facts
    Länge: ca. 45 Minuten.
    Preis: DVD 9,99 Euro / BLURAY 19,99 Euro

    Auf der DVD/BLURAY finden Sie viele Extras, unter anderem:
    - einen Film über das Geraer Kunsthaus:
    “Von der Bank zum Kunsthaus.”
    - viele Zeitraffereffekte
    - atemberaubende Perspektiven aus der Sicht der Arbeiter
    - so werden sie die Stadt nie wieder sehen: Gera und die Region aus der Schornsteinperspektive

    Wir wünschen Ihnen viel Spaß.

    Es waren die höchsten Schornsteine in Ostdeutschland, 225 Meter hoch. 30 Jahre standen die Riesen mitten in Gera, prägten das Bild einer Stadt, ragten weit über die Landschaft. Sie waren sicher nicht schön aber sie wurden im Laufe der Zeit zum Wahrzeichen. Ein Wahrzeichen, dass um jeden Preis erhalten bleiben sollte? Der Beton ist bröckelig, im Innern befinden sich giftige Bausubstanzen. Die drei Essen werden zur Gefahr so nahe an der Autobahn, mitten in einem Gewerbegebiet. Fast zwei Jahre lang begleiten wir den komplizierten Abriss. Immer wieder gibt es neue Überraschungen. Für die Ingenieure und Arbeiter ist der Abriss eine Herausforderung. Für die Geraer ist es eher ein trauriges Ereignis. Für uns, die Filmemacher, sind die Dreharbeiten oft schwierig. Unser Kameramann hockt auf einem schmalen Plateau. 220 Meter über dem Boden. Unter ihm geht es steil abwärts. Die Männer vom Abrissteam hängen fast freischwebend unter ihm. Unsere Technik ist groß und unhandlich. Eskapaden sind lebensgefährlich. Also was tun? Wir brauchen Bilder! Wir montieren Mini-Kameras auf Bauarbeiter-Helme. Die Aufnahmen bieten verrückte Perspektiven. Bilder mit Kribbeleffekt. Und noch eine Spezialkamera gibt es: eine hochauflösende Zeitrafferkamera. Sieben mal am Tag schießt sie ein Bild.Die Jahreszeiten wechseln, und die Schornsteine verschwinden im Film wie von Geisterhand.

    Salzburger Festspiele
    Meine Festspielzeit.
    Salzburger Festspiele video

    Film im Netz:
    http://www.servustv.com/cs/Satellite/Article/Meine-Festspielzeit-011259289463876

    Moderatorin Monica Ladurner.

    Moderatorin Monica Ladurner.

    Interview-Set Elisabeth Kulmann. “Orfeo et Euridice”

    Interview-Set Elisabeth Kulmann. “Orfeo et Euridice”

    Unser Tonmann steckt Elisabeth Kulmann ein kleines Micro an.

    Unser Tonmann steckt Elisabeth Kulmann ein kleines Micro an.

    Interview mit der Sängerin Elisabeth Kulmann. “Orfeo et Euridice”

    Interview mit der Sängerin Elisabeth Kulmann. “Orfeo et Euridice”

    Am Interview-Set mit chauspielerin Elsie de Brauw.“Angst”

    Am Interview-Set mit Schauspielerin Elsie de Brauw.“Angst”

    Interview mit der Schauspielerin Elsie de Brauw. “Angst”

    Interview mit der Schauspielerin Elsie de Brauw. “Angst”

    Tausende Einzelteile. Kabel. Monitore. Speicher... Unser Schnittplatz wird im Hotelzimmer aufgebaut.

    Tausende Einzelteile. Kabel. Monitore. Speicher... Unser Schnittplatz wird im Hotelzimmer aufgebaut.

    Langsam schwindet das Chaos. Gleich steht der Schnitt.

    Langsam schwindet das Chaos. Gleich steht der Schnitt.

    Im Hotelzimmer schneiden. So macht produzieren spaß.

    Nach zwei Stunden Aufbauzeit steht unser AVID im Hotelzimmer. Schnittbeginn.

    DOKU: Der Abriss.
    Vom Wahrzeichen zum Störfaktor.
    DOKU: Der Abriss. video
    DOKU: Der Abriss. video

    Es sind die höchsten Schornsteine in Ostdeutschland, 220 Meter hoch. Seit 30 Jahren stehen die Riesen mitten in Gera, prägen das Bild einer Stadt und ragen weit über die Landschaft. Jetzt werden sie abgerissen. Sie sind nicht schön aber sie wurden im Laufe der Zeit zum Wahrzeichen. Ein Wahrzeichen, dass um jeden Preis erhalten bleiben soll?
    Der Beton ist bröckelig, im Innern befinden sich giftige Bausubstanzen. Die drei Essen werden zur Gefahr so nahe an der Autobahn, mitten in einem Gewerbegebiet…
    Fast zwei Jahre lang begleiten wir den komplizierten Abriss. Immer wieder gibt es für die Ingeneure und Arbeiter der Spezialfirma TVF-Altwert neue Überraschungen. Für die Arbeiter an den Schornsteinen ist der Abriss eine Herausforderung…für die Geraer ist es eher ein trauriges Ereignis.

    Und für uns, die Filmemacher, sind die Dreharbeiten oft schwierig. 220 Meter sind gewaltig. Unser Kameramann weiß erst seit Drehbeginn, dass er keine Höhenangst hat. Er hockt auf einem schmalen Plateau. Unter ihm geht es steil abwärts. Durch ein kleines Loch beobachtet er die Arbeiter vom Abrissteam. Sie hängen fast freischwebend oben am Schornstein, bewegen sich gezielt, sicher, bohren Halterungen, legen Bretter aus, bauen Gerüste. Mehr kriegt unser Kameramann leider nicht eingefangen. Das Guckloch ist zu klein, die Bewegungsfreiheit eingeschränkt, unsere Technik zu groß, Eskapaden sind lebensgefährlich. Also was tun? Wir brauchen doch die Bilder! Der Centauri-Krisenstab tagt. Bei diesem Projekt nicht zum ersten Mal. Eine Art Bauarbeiter-Helmkamera muss her. Anders können wir hochspannende Situationen nicht einfangen. Jetzt bekommt ein Arbeiter immer unsere Mini-Cam auf den Helm geschnallt. Die Aufnahmen sind zwar etwas verwackelt doch ist diese Perspektive authentischer, intimer als der Reportage-Draufblick. Es sind Bilder mit Kribbeleffekt.

    Und noch eine Spezialkamera gibt es. Ich verrate nicht wo, aus Sicherheitsgründen. Aber genau dafür haben wir eine hochauflösende Zeitrafferkamera entwickelt. Sie steht an einem exponierten Platz. Sieben mal am Tag schießt sie ein Bild. Die ersten Zeitrafferfilme sind toll geworden. Herrliche Lichtsituationen ergeben sich, die Jahreszeiten wechseln und der erste Schornstein verschwindet wie von Geisterhand. Die Installation hat sich gelohnt.

    Sendetermin: 14. Juli 2010
    MDR Fernsehen

    und nach der exklusiven Erstausstrahlung im MDR Fernsehen als DVD im Handel erhältlich, mit vielen Extras und in doppelter Länge.

    Tag 19: Hanna und das Feuer.

    Tag 19: Hanna und das Feuer. video

    wald2feuer1Unsere letzten Tage verbringen wir in einem kleinen Dorf im Urwald. Es gibt kein Telefonnetz, kein Internetz und kein Haarnetz. Für den Blog ganz schlecht…
    Eigentlich wollten wir mal wieder Indianer besuchen aber Axel und Peter haben eine neue Freundin gefunden: Hanna. Sie war Bankerin, ist im Vorruhestand und lebt jetzt im Dschungel. Sie hat hier eine Farm, hilft den Armen und den Indios. Das ist Ihre neue Lebensaufgabe. Mit etwas Geld kann man hier viel bewegen. Hanna ist eine wunderbare Frau und schließt uns in ihr Herz: „es pumpt sowieso immer für Deutschland“, erzählt sie. Sie läd uns spontan zu sich ein. Axel und Peter schlagen ihr Lager nicht wie geplant im Moskitoschwarm zwischen Palmen auf, sondern auf der Fazienda von Hanna (Fazienda ist portugisisch, Hazienda ist spanisch). Es gibt Würstchen am Spieß. Für Hanna und Ihre Angestellten eine tolle Abwechslung. Wir haben einen wald1wunderbaren Menschen kennengelernt. So hat unsere Reise am Ende doch noch ein Happy-End gefunden.
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    Tag 18: Ein Song für den Sieger, Fußball in Curitiba

    Tag 18: Ein Song für den Sieger, Fußball in Curitiba video

    fb1fb2Im Fußballstadion von Curitiba gröhlen Massen. Wir hören es aus mindestens 3 Kilometer Enfernung. Da wollen wir hin und erleben wie in Curitiba Tore fallen. Leider kommen wir etwas spät. Wir diskutieren ein paar Miunten mit dem Parkplatzwächter, schließlich haben wir keine Drehgenehmigung. “Das deutsche Fernsehen darf aber rein”, sagt er. Und wieder gibt es Diskussionen. Diesmal mit einer Frau von Globe TV – dem brasilianischen Fernsehen. “Na gut” meint Sie. Nach langen Verhandlungen will sie uns einschleusen und verschwindet. Ach Mensch. Wir sind fast im Stadion, hören Fans jubeln und eine Rockband spielen. Die Frau von Globe kommt nicht wieder…verdammt wo ist die nur?! Die Stimmung im Stadion beginnt zu brodeln. Mittlerweile ist das Spiel beendet. Doch die Brasilianer feiern. Jetzt geht es schnell. Der Pressechef vom Fußball-Club Lotto scheint uns zu mögen und öffnet extra nochmal die Einlaßtore. Das Spielfeld ist leer, hinter dem Tor steht eine kleine Bühne. Immer noch Rockmusik, auf den Rängen tanzen Fans. Auf der Bühne springt ein Mann in Fußballklamotten rum. Der Pressechef erklärt uns: „Das ist der Fußballtrainer und er ist so glücklich, dass wir heute gewonnen haben.“ Wow. Sowas haben wir in Detuschland noch nicht gesehen. Ich bekomme noch ein Interview mit dem Vize-Präsidenten des FC Brasiliens. Er meint: „sein Traum wäre es, wenn zur WM 2014 Deutschland gegen Brasilien spielt.“

    Tag 17: Der Floskelführer.

    Tag 17: Der Floskelführer. video

    curitiba2Wenn ich unserem  Reiseführer glauben soll dann ist Cuitiba eine unattraktive Stadt. Es gibt keinen historischen Kern, ein paar Museen und sonst höhere Hochhäuser. Irgendwie muss dieser Reiseführer jeden Satz mit Floskeln anreichern: das eine hat das Auge noch nie gesehen was man noch nie gesehen hat, man findet ausreichend Gelegenheiten, Bedürfnisse zu befriedigen und vieles ist besonders schön oder ganz besonders schön. Ein Abschnitt schockt unsere Weltumradler, Zitat: „Autofahren in Brasilien ist stark gewöhnungsbedürftig und nur etwas für Leute mit seilstarken Nerven, guter Versicherung und ordnungsgemässen Papieren. Der Strassenverkehr ist anarchisch und gefährlich. Dies gilt besonders nachts, da viele Brasilaner die Scheinwerfer erst gar nicht anmachen. Radfahren ist noch gefährlicher und sollte nicht in Betracht gezogen werden.“

    Wie jetzt??? Autofahren ist gefährlich?! Akzeptiert! Nachts ist Autofahren auch gefährlich. Ja auch akzeptiert. Aber Radfahren ist noch gefährlicher als das gefährliche Autofahren gefährlich ist. Toll. Das sagen die uns jetzt!!! Wir nehmens gelassen und lachen herzlich.

    Oscar Niemeyer (Bauhaus-Meister) Museum. Diese Architektur stellt kein Auge dar so wie es oft gschrieben wird. Es ist eigentlich einer Urwaldfrucht nachempfunden.

    Oscar Niemeyer (Bauhaus-Meister) Museum. Diese Architektur stellt kein Auge dar so wie es oft geschrieben wird. Es ist eigentlich einer Urwaldfrucht nachempfunden.

    Curitiba ist, um wirklich eine Floskel zu bemühen: Eine Reise Wert. Eine meiner gaaaaanz wenigen Wissenslücken wird geschlossen. Uh sowas mag ich gar nicht.  Denn hier steht das Oscar Niemeyer Museum. Autsch! Und ich dachte das steht in Rio. Außerdem gibt es in der Stadt eine Oper aus Glas und einen Park mit vielen Wasserfällen. Wunderbar. Kameramann Andreas jedenfalls freut sich über Bilderreichtum.

    Ich schreibe nur an einem dahin getipperten Blog. Gute Formulierungen, angereichertes Wissen, verifizierte Inhalte oder perfekte Rechtschreibung gibt es nicht. Niemand ist unfehlbar. Sogar die großen Geschichten vermeide ich. Die kommen ja alle im Fernsehen ;) Aber von einem Reiseführer, der auch noch Marktführer ist, erwarte ich mehr als Notrufnummern, Hotelkosten oder Shopping-Tips. Ich klappe das dicke Buch zu und mache so weiter wie ich begonnen habe: abwarten und den Geschichten folgen.

    Tag 15: Bilder sprechen.

    Tag 15: Bilder sprechen. video

    Wir kommen weiter. Der Serraverdeexpress funktioniert wieder. Die Strecke ist frei. Und jetzt halte ich meine Textfinger still. Hier sprechen die Bilder!

    Andreas findet den besten Aussichtspunkt...

    Andreas findet den besten Aussichtspunkt...

    ....es ist nur ein wenig eng...

    ....es ist nur ein wenig eng...

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    ...auf der Zugtoilette. Hier stört niemand außer der Geruch.

    ...auf der Zugtoilette. Hier stört niemand außer der Geruch.

    Andreas nimmts gelassen. Diese Landschaft ist zu fantastisch.

    Andreas nimmts gelassen. Diese Landschaft ist zu fantastisch.

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    Peter Glöckner kennt die ganze Welt. Diese Zugfahrt ist sogar für ihn etwas ganz besonderes.

    Nachdenklichkeit. Peter Glöckner kennt die ganze Welt. Diese Zugfahrt ist sogar für ihn etwas ganz besonderes.

    Zweit Stunden später...

    Wir zuckeln mit etwa 10 km/h durchs Gebirge. Ruhige Aufnahmen gewährleistet :)

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    Arme rausstrecken und Bananen pflücken. Am Wegrand überall Bananenbäume.

    Arme rausstrecken und Bananen pflücken. Am Wegrand überall Bananenbäume.

    Zwischendurch sieht man immer wieder diese armen Dörfer.

    Zwischendurch sieht man immer wieder diese armen Dörfer.

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    Nach 110 km, 5 Stunden Fahrt: Curitiba.

    Nach 110 km, 5 Stunden Fahrt: Curitiba.

    Angekommen. Curitiba. 960 Meter ü.N. Hier leben fast 2 Millionen Menschen.

    Angekommen. Curitiba. 960 Meter ü.N. Hier leben fast 2 Millionen Menschen.

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    Tag 14: Keine Zugfahrt ist nicht lustig.

    Tag 14: Keine Zugfahrt ist nicht lustig. video
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    Hafenstadt Paranagua. Das kleine blaue Haus ist ein Puff. Hier wird sicher nur längs angeschafft.

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    Zugstrecke nach Curitiba.

    Kameramann Andreas freut sich seit 14 Tagen auf die Zugfahrt seines Lebens. Er liebt Züge, hat sogar eine richtige S-Bahn in seinem Garten stehen. Wenn er einen Zug sieht, dann ist er nicht mehr zu zügeln und dreht die idyllischsten Bilder die man sich vorstellen kann.
    In Brasilien gibt es eine der schönsten Zugstrecken der Welt, den Serraverdeexpress, auf deutsch: „Der Grüne Berg Express.“ Er fährt 110km durch den brasilianischen Urwald.
    Unser nächstes Ziel ist die Stadt Curitiba. Sie liegt auf einem Bergplateau auf etwa 960m Höhe. Axel und Peter sind zwar hart gesottene Radfahrer. Aber mal schnell 1000 Meter überwinden, das schaffen auch sie nicht.
    Wir stehen also am Bahnhof und diskutieren wie wir am besten die Räder einladen, wo das Licht hin fällt, welche Perspektive am schönsten ist. Nachdem wir diese wichtigen Dinge geklärt haben, brauchen wir nur noch Fahrscheine. Die nette Frau am Schalter, mit leichten indianischen Gesichtszügen, setzt ihre traurigste Mine auf, die sie aus sich heraus pressen kann. Andreas Gesicht wirkt etwas erregt. Er versteht ja nicht was diese brasilianische

    Hier soll noch ein Zug vorbei kommen?

    Hier soll noch ein Zug vorbei kommen?

    Kartenverkäuferin sagt. Er kann nur ihre Mimik lesen. Andreas wirds etwas unwohl, grummelig im Magen. Axel übersetzt: „Es tut ihr leid, heute fährt kein Zug, es gibt Probleme auf der Strecke. Wir sollen es morgen nochmal versuchen.“ Aus Frust kauft Andreas eine dieser schlecht gemachten Touri-DVD über den Express. Sie ist sogar deutsch vertont. Der Sprecher begrüßt die Zuschauer und beschreibt den Serraverdeexpress mit den Worten: „Ein Zug besteht aus mehreren aneinander gehängten Wagons, angetrieben von einer Lokomotive.“ Vielen Dank für diesen Hinweis. Erst fährt der Zug nicht, jetzt müssen wir diese DVD ertragen und sind doppelt bestraft.
    Morgen wissen wir mehr und dann fahren wir selbst, drehen unsere eigenen Bilder und schreiben unseren eigenen Text – sofern die Strecke frei ist!
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    Tag 13: Das Mehl und die Honig-Insel.

    Tag 13: Das Mehl und die Honig-Insel. video
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    Zwei Stunden Fahrt. Axel und Peters Räder sind liegen sicher solange keine große Welle das Boot bewegt.

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    Honig-Insel.

    Was erwartet man von einer Honig-Insel??? Klar – Honig! Oder wenigstens irgend etwas im übertragenen Sinne! Knackige Frauen. Schöne Männer. Viele Bienen. Erotik! Goldene Atmosphäre.
    Die Honiginsel in Brasilien hat alles – nur keinen Honig. Für mich enttäuschend. Vielleicht zu unrecht – ich bin noch in der Selbstfindungsphase bzw. in der Honigfindungsphase.
    Zwei Stunden dauert die Fahrt mit dem Bootchen. Wir sehen Delphine und Mangroven-wälder am Rand der Wasserstraße. Und dann liegt sie vor uns: Ilha Do Mel, die Honig-Insel. Lang gezogene, traumhafte Sandbänke und eine Inselkuppe mit Leuchtturm.
    Aber wo ist der Honig? Wo ist der Traum? Wo die Romantik, die Seele der Insel? Rund um uns graue Wolken, Nebel, keine Sonne. Schlechte Laune macht sich breit und ich frage mich: Wieso wird dieser Fleck wohl die Honig-Insel genannt? Das müssen die Einwohner wissen. Der Erste meint: „Weil die Frauen hier so süß sind.“ Der nächste behauptet: „Es gibt viele Bienen!“ Und noch einer sagt: „die Entdecker der Insel hießen Honig.“ Das

    Herrliche Strände.

    Traumhafte Strände.

    Quer durch den Tschungel.

    Quer durch den Dschungel.

    klingt alles ziemlich unplausibel. Da ist zu wenig Honig in der Story. Doch eine Geschichte hören wir immer wieder: Früher wurde von deutschen Siedlern Mehl aus der Manjok-Wurzel gewonnen. Manjok ist für Brasilianer so etwas wie Kartoffeln für Deutsche. Das Manjok-Mehl haben die Siedler verkauft. Und Mehl kling wie MEL. MEL heißt in Brasilien Honig. Alles Klar?! Das ist Geschichte!!! So wurde aus der Mehlinsel die Honiginsel. Wieso lehrt das niemand in den Schulen?
    Wir spazieren an den Stränden entlang. Axel und Peter erholen sich von ihren anstrengenden Radtouren. Nur Honig hat niemand von uns gefunden.

    Tag 12: Pomerode vs. Pommern.

    Tag 12: Pomerode vs. Pommern. video
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    Axel und Peter auf dem Weg nach Pommerode. Dahinter unser Kameramobil.

    schluck

    Der Beste Wodka in Pommerode: Schluck.

    pommerode2

    Falscher Ortseingang. Das ist nicht Pommerode. Also wieder zurück!

    Das Rathaus steht in der Greifswalder Straße, das Bier heißt Schornstein, der Wodka wird Schluck genannt, wir checken im Wunderwald ein, schmausen unser Abendbrot im Restaurant Bockwurst, treffen Thüringer im Erlebnislokal Siedlertal und das beste Haus in der Stadt ist das Hotel Schröder. An jeder Ecke steht ein Maibaum. Die Männer in der Kneipe sagen freundlich “Guten Abend”, die Empfangsdame an der Rezeption: „Herzlich Willkommen“ und der Kellner will uns seine „besten Weißwürschte“ aufschwatzen. Wir sind ganz sicher auf einem anderen Stern und nicht in Brasilien.
    In der Kneipe singen ein paar Pomerodaer deutsche Lieder. Und wir haben unsere Kamera nicht dabei! Verdammt! „Keine Aufregung“ meinen unsere fröhlichen Bierfreunde am Nachbartisch. Der oberste Sänger der Stadt ist für jeden Spaß zu haben. Wir sollen Wilson Hafemann einfach am nächsten Morgen in der Schule treffen, er ist da Mathematiklehrer und Koordinator.
    Cool wie wir sind, fahren wir zur Schule: Herr Hafemann ist da, hat aber nur 5 Minuten Zeit. Uns reicht das. Wir wollen ein deutsches Lied hören und aufzeichnen. Das Set ist aufgebaut und Wilson Hafemann singt seinen aktuellen Song: „In Pomerode haben die Leute für alles ein Wort“. So singt sich Pomerode in unsere Herzen.
    Wir haben noch zwei Filmtermine. Im Erlebnislokal Siedlertal werden Enten nach deutschem Ur-ur-oma-Rezept gebacken und die Bier-Brauerei Schornstein hat uns eingeladen mal einen Schornstein zu kosten. Leider hat sich der Schornstein-Chef nicht an unsere Abmachung gehalten. Niemand erscheint. Der Dreh platzt. “Kein Wunder” , meint Axel Brümmer: „Er war der einzige Nicht-Deutsche den wir treffen wollten.“

    Die Reise geht weiter. 200km Richtung Norden zur Honig-Insel. Morgen sind wir da. Axel und Peter brauchen auf ihrem Rad etwas länger.

    Tag 11: Ist das Deutschland?

    Tag 11: Ist das Deutschland? video
    blumenau2

    Peter und Axel interviewen Miss Oktoberfest, Blumenau, Brasilien

    blumenau1

    Blumenau, Vila Gemanica

    Brasilianer haben eine ganz besondere Vorstellung von Deutschland. Ach was! Vorstellung? Sie lieben Deutschland! Sie lieben unser Land so sehr, dass sie es anbeten, verehren. Ganze Städte sehen aus wie DAS Land in Mitteleuropa: Deutschland. Mit einem Haken: Wenn Deutschland so wäre, wie es sich die Brasilianer vorstellen, dann will ich ganz bestimmt nicht mehr im Land mit dem großen D leben.
    Blumenau ist DIE deutsch-brasilianische-deutsche-Deutschland-Stadt. Mit dem Wort Deutsch sollte man hier übrigens nicht sparsam umgehen.
    1850 wurde Blumenau von Hermann Blumenau gegründet. Er hatte 17 Leute, 17 Spaten und 34 Hände dabei. Heute, 160 Jahre später, leben hier 300tausend Menschen in einer Mischung aus Fachwerk, Kitsch und Oktoberfestverehrung. Allerdings sind die Einwohner wirklich gut drauf. Sie sind freundlich, aufgeschlossen und interessiert (besonders, wenn man aus Deutschland kommt). Wenn sie nur nicht diese 200 Jahre alten Trachten tragen würden! Und trotzdem: Blumenau ist eine Reise wert. Der Kontrast könnte nicht größer sein: die Gewege, die Parks, die Hauser sind hier akkurater gebaut, sogar die Ampeln sind länger rot als im restlichen Land und die Verkehrszeichen überdimensioniert. Man spart wirklich nicht an Deutschtum. Zumindest hinterläßt diese Stadt beim deutschen Besucher eine gewisse selbstkritische Nachdenklichkeit.
    Ich hoffe die ganze Zeit, dass unsere Geschichten, unsere Kamera diese Stimmung auch wirklich auf die Zuschauer übertragen wird. Axel Brümmer und Peter Glöckner sind Naturtypen. Sie wollen hier weg. Raus in die Landschaft mit dem Rad. Noch ein deutsches Bier und auf nach Pommerode. Eine andere deutsche Stadt. Sie ist kleiner, urtümlicher, gemütlicher.

    Tag 10: Naturgewalten.

    Tag 10: Naturgewalten. video

    natur1natur4Naturgewalten können klein sein – und trotzdem weh tun.
    Es wird dunkel. Axel und Peter suchen eine Schlafstelle: „Es kann Stunden dauern bis man einen passenden Platz gefunden hat“, meint Axel und Peter schiebt nach: „am nächsten Morgen sieht man dann 10 Meter weiter DIE echt perfekte Stelle.“
    Und ich weiß: heute muss Thomas auch draußen pennen – im Wald bei den Moskitos. Der einzig beruhigende Gedanke: „Okay, ich hab das Zelt, die haben nur eine Hängematte.“ Ätsch!
    Gewitterwolken schieben sich über die Berge. Es beginnt zu tröpfeln und zu grollen. Toll! Ich grolle gleich mit. Nach zwei Stunden sind wir endlich angekommen. Ein kleiner Fichtenwald mit ein paar Wegschneisen. Kameramann Andreas meckert: „Hier brauchen wir gar nicht drehen, das sieht ja aus wie im Thüringer Wald.“ Recht hat er! natur2Nützt aber nix. Wir sind und bleiben authentisch! Wenigstens bekommen wir dramaturgische Hilfe von oben: Das kleine Gewitter wird größer und zieht in unsere Richtung. Sturmböen zischen durchs Gehölz. Axels Hängematte wird zur Schaukelmatte, unser Zelt zum Wackelpudding.
    Es donnert und blitzt. Axel steigt in seine Schaukel, erzählt für die Kamera noch Geschichten von Fliegen, die ihre Laven unter die Haut legen, macht den Reißverschluss zu und schläft.
    Minuten später liege ich im Zelt auf dieser dünnen, unbequemen Outdoorluftmatratze. Ich sehe die Blitze, das Zelt wird kurz hell, Schatten von Bäumen laufen wie im Horrorfilm über die Zeltwand, Regen prasselt auf den Stoff: Kabumm Kabumm. In der Ferne knurrt ein Hund und irgendwie sind Moskitos ins Zelt gekommen. Ich beschließe, dieses Zelt zu sabotieren. Morgen wird es aufgeschlitzt oder angezündet. Hauptsache ich muss nie wieder da rein. Und dann kommt es: das zwicken in der Blase, der unbändige Pullerdrang! Nur noch sechs Stunden bis zum Morgen. Die Natur lebt mit mir jedenfalls noch nicht im Einklang.

    Tag 9: Die Kuh mit dem Buckel.

    Tag 9: Die Kuh mit dem Buckel. video

    cupim1cupim2Plötzlich steht ein Buckel auf dem Tisch. Er riecht lecker, sieht auch gut durchgebraten aus. Der Kellner schneidet ein Stückchen ab. Legt ihn auf meinen Teller. Jetzt muss mir nur noch einer verraten, was das für ein Buckel war! Ich beiße doch nicht jeden Buckel an! Also wer am Tisch weiß Bescheid? Andreas nimmt einen Bissen. Aber woher will er wissen welches Buckelstück er gerade im Mund hat?! Bleibt nur noch unser guter Fahrer Jörg. Er lebt schließlich seit 20 Jahren in Südamerika und muss doch diese saftigen Buckel kennen. Er meint das ist ein Cupim-Buckel. Okay – alles klar? Ich frage nach. Er scheint Spaß an dem Spiel zu haben. „Cupim ist der Buckel von einer Kuh oder einem Stier“, meint Jörg. Aber welche Kuh hat einen Buckel? Es sei den, es ist eine Kamelkuh und von denen rennt in Brasilien bestimmt keine rum. Jörg erklärt es ganz genau: „Es gibt mehrere Kuhrassen. Eine davon trägt einen sogenannten Cupim: Den Buckel. In Südamerika eine Delikatesse. Zuerst wird der Buckel abgeschnitten, dann gekocht und zum Schluss gebacken. Gut, dass Axel und Peter mit dem Rad irgendwo ganz weit weg sind. Mehr Buckel für uns! Bon Appetit.

    Tag 8: Axel im Fluss

    Tag 8: Axel im Fluss video

    wasser1wasser2Platsch hats gemacht. Das Stativ steht im Wasser.
    Und dennoch: Kameramann Andreas, Fahrer Jörg und ich sind glücklich. Endlich haben wir die vereinbarte Stelle gefunden, an der uns Axel Brümmer und Peter Glöckner im Dschungel entgegenkommen sollen. Irgendwann.

    Stopp. Hier kommen wir nicht weiter. Vor uns fließt ein Flüsschen. Wunderbar für das Bild. Axel und Peter müssen also gezwungenermaßen da durch. Wir sind schon wieder happy. Fassen wir zusammen: Wir sind trocken, wir haben die Stelle gefunden, das Bild ist toll und dramatisch wird es auf jeden Fall. Jetzt fehlen nur noch unsere Urwaldradler.
    Für den guten Ton ist ein Funkmikro in den Rädern versteckt. Wenn ich also das erste Knacken von der Radkette im Kopfhörer höre, dann können Axel und Peter nicht mehr weit weg sein. Es sei denn, sie wurden von Indianern gefangen. Tatsächlich. Es dauert 40 Miunten und es knistert in der Ohrmuschel. Keuchen ist zu hören. Rascheln. Einer von Beiden sagt: „Mist.“ Und dann stehen sie

    wasser5vorwasser4 dem Fluss. Es scheint nicht viel Wasser zu fließen. Räder huckepack und durch! Und weil Axel immer der Mutigste ist, geht er voran. Bis er wegsackt und Bauch tief im Wasser steckt. Juhu. Das Bild ist gelungen. Andreas filmt den Abgang. Nur ich kann mich vor lachen nicht halten und kuller unter den nächsten Farn. Axel steckt jetzt also nicht nur im Wasser sondern hat auch noch mit nem Lachanfall zu kämpfen. Dank mir! Achtung: Zweites Bild, links.
    Die Filmerei im Dschungel kann schon aufregend sein. Morgen wünsche ich mir noch mehr Action! ;)
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    Tag 7: Die guten Jesuiten.

    Tag 7: Die guten Jesuiten. video

    reduction1Es regnet immer noch. Wir kommen in San Miguel an. Ein klitzekleines Dorf im südlichen Brasilien. Hier laufen viele freundliche Indios rum. Aha, Indianer-Nachwuchs, denke ich.
    Wir steigen nach langer, endloser Fahrt aus unserem Fiat aus. Ein Tritt und ich habe meine erste Begegnung mit dem Urwaldgetier, da ist sie: Eine Vogelspinne am Straßenrand! Platt gefahren wie bei uns die Frösche. Ein paar behaarte Beine strecken sich vom zermatschten Körper, das wars. Kein schönes Bild – aber besser als eine lebende Vogelspinne am Bettrand.
    Ich schreibe hier ja nicht, um über tote Vogelspinnen zu reüssieren. Ich will eigentlich von einer ganz anderen bewegenden Urwaldgeschichte erzählen: die, der Guarani: Jahrtausende lebten Guarani-Indianer in Südamerika, ungestört, im Einklang mit der Natur. Im 16. Jahrhundert entdeckten die Portugiesen und Spanier den neuen Kontinent. Und sie entdecken auch die Guarani, wilde Menschen, so unzivilisiert, so unmoralisch. Sie sind groß teils nackt rumgelaufen und töteten jedes dritt geborene Kind. Dafür hatten die Europäer kein Verständnis, das konnten keine Menschen sein – und die Jagd auf Indianer begann. Sie wurden gebraucht – als Sklaven. Für die Guarani gab es ein paar Zuchfluchtstätten: die Missionen der Jesuiten. Die Größte steht noch hier in San reduction2reduction3Miguel. Hier lebten einst 7000 Indianer. Die Jesuiten entdeckten schnell ihre künstlerischen Fähigkeiten. Guarani waren Meister im Musizieren, im Singen, Schnitzen und Malen. In den Missionen wurden auch keine dritt Geborenen Guaranikinder getötet.  Im Wald dagegen, konnten Mama und Papa bei Gefahr jeweils nur ein Kind tragen. Dieses Urwaldrelikt war in den Missionen unnötig. Die Jesuiten jedenfalls waren die Rettung für viele Guarani-Stämme. Ohne die Jesuiten würde es heute kaum mehr Indios geben. Doch 1755 begann das nächste Unheil. Alle Jesuiten-Missionen wurden von den portugiesischen Sklavenjägern angegriffen, die Jesuiten getötet und die Indianer versklavt. Heute stehen noch die Reste der Missionen: Ruinen im Urwald.
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    Tag 6: Der Urwald der kein Ur mehr ist.

    Tag 6: Der Urwald der kein Ur mehr ist. video

    Axel – wann kommen wir denn nun endlich im Urwald an? Diese Frage habe ich etwa hundertmal gestellt. Axel glaubte immer, ich scherze. Aber ich hab ihm versichert: „Nein, ich bin so naiv hier hergefahren!“ Axel, der gewandte Weltenbummler, etwas ironisch: „Wir sind mittendrin, im Urwald, schau dich um!“
    Mich allerdings erinnert hier alles an Thüringen. Die Landschaft, die Bäume, die Felder. Nur die kleinen Dörfer sehen etwas anders aus. Die Menschen sind etwas kastiger gebaut und es regnet seit zwei Tagen. Es ist der Regenwald!!! Aber wo, bitte schön, ist der Urwald? Innerlich war ich ja schon auf Schlangen und Vogelspinnen eingestellt. Die Realität ist ganz anders: Im Urwald-Gebiet gibt es keinen Urwald mehr. Seit dem 17. Jh wurde hier gerodet. Innerhalb von 150 Jahren haben Spanier und Portugiesen fast alle Urwälder zerstört. Und wofür? Um Menschen anzusiedeln! Etwas resigniert fahren wir weiter: Axel Brümmer und Peter Glöckner auf ihrem Fahrrad und wir in einem kultigen Fiat Ducato, Baujahr 1979. Unser nächstes Ziel liegt ganz tief im Urwald ohne “Ur”: San Miguel.

    Einschub; Zu Gast im Schlaraffenland…

    Einschub; Zu Gast im Schlaraffenland… video

    christelWir haben die beste Unterkunft gefunden, die man sich vorstellen kann: das Schlaraffenland.
    Über Christel und Jörg wollte ich ja die ganze Zeit schon berichten. Aber mit vollem Bauch schreibt sichs so schlecht. Axel und Peter haben ihre beiden Fernsehonkels (Andreas und Thomas) bei Freunden in Ciudad del Este einquartiert. So macht man das auch wenn Leute vom Fernsehen kommen: Immer das Beste geben. Das uns aber ein kleiner Palast mit Ganztagsverpflegung erwartet, hätten wir nicht gedacht. Christel und Jörg kochen den ganzen Tag, stehen am Herd und probieren neue Gerichte aus. Und endlich kommt mal wieder Besuch aus Deutschland, ihrem Heimatland, dass sie vor 30 Jahren verlassen haben.

    Wir sind ihre neuen kulinarischen Probanten. Straußenfilet am Morgen, Mangocremé zwischendurch, selbstgebrautes Bier ohne Ende, frischer Hackepeter alá Jörg uswusf. Pro Tag legt Andres ein Kilo zu und wir waren gerade mal vier Tage da. Und während wir essen, bekommen wir Besuch vom Hausaffen. Ein kleines, süßes Kapuzineräffchen. Ab und an krächzt der Papagei „Hallo! Du da.“

    kapuzinerHeute haben wir Christel und Jörg verlassen. Christel ist sicher froh, denn sie muss das nächste Bier brauen. Ihr Bier ist in Ciudad del
    Este legendär. Schon wenn man dran denkt bekommt man Schaum vor dem Mund.

    Herrlich. Das Schlaraffenland gibt es doch! Es heißt Christel- und Jörgland und liegt in Paraguay.
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    Tag 5: Drehernst.

    Tag 5: Drehernst. video

    Jetzt ist Schluss mit Idylle. Morgen früh um fünf beginnt der Ernst aller Weltenbummler und Fernsehonkels – und zwar schon früh um fünf.  Axel Brümmer und Peter Glöckner schwingen sich auf ihr Rad. Sie starten ihre neue Abenteuertour quer durch Brasilien. Und wir sind dabei – mit unserer fetten Kameratechnik.
    Schlafen im Urwald. 1000e Kilometer fahren. Anakondas ausweichen. Über Lianen schwingen. Okay, meine Phantasie dreht gerade durch. Aber mal sehen, wie uns das Leben mit den Beiden so nahe an der Natur bekommt.
    Ich hoffe wir finden irgendwo einen Internetanschluß. Der  Blog soll ja weitergehen. Also Saludos.

    Tag 4: Iguazú-Wasserfälle

    Tag 4: Iguazú-Wasserfälle video

    Wir werden hier richtig nass. Ganz nah an den Iguazú-Wasserfällen auf der Ländergrenze zwischen Paraguay, Brasilien und Argentinen. Insgesamt gibt es hier über 270 Wasserfälle. Der Niagara ist dagegen ein kleines Pfützchen.iguazu1
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    Tag 3, Abend: Bist du Deutscher oder Deutschländer?

    Tag 3, Abend: Bist du Deutscher oder Deutschländer? video

    renato1Renato ist Bauer, hat fünf Kinder, eine Frau und spricht altertümliches Deutsch. Freundlich sagt er uns guten Tag und zeigt uns sein kleines Anwesen: Ein winziges Holzhaus mit Küche, Wohnzimmer und Veranda. Auf dem Tisch steht ein Teller Unterhosen. Ich finde diese Unterhosen sehen aus wie Windeln. Renato nimmt einen Bissen, wir kosten auch. Echt lecker, diese Unterhosen. Unterhosen sind Renatos Spezialität: Ein Gebäck aus Zucker, Weizenteig, frittiert. Na gut, mit viel Phantasie sehen die Kekse wirklich wie Unterhosen aus. Aber eigentlich interessieren wir uns gar nicht für Unterhosen oder diese Unmengen Bier, die Renato in seine Kehle schüttet. Wir bewundern seine Sprache. Ein Mix aus deutschem Etepetetum, biederer Wortwahl und unbändiger Fröhlichkeit. Er fragt uns nach unseren Schreibnamen, wie es im Luftschiff war und ob wir richtige Deutschländer sind. Schreibnamen? Luftschiff?? Deutschländer??? Ich kenne da nur die Würstchen! Deutschländerwürstchen! “Nein ich bin keine Wurst” , meine ich. Renato lacht und Axel Brümmer erklärt, dass mit Deutschländer richtige Deutsche aus Deutschland gemeint sind. Deutsche dagegen nennt man hier die Nachkommen der deutschen Einwanderer. Sie sprechen ein Deutsch, dass wir schon längst vergessen haben. Renatos Deutschkentnisse, Renatos Gramatik, Renatos Umgangsformen sind mindestens 200 Jahre alt. Ein Deutsch-Portugiese in der vierten Generation. Er hat noch nie Deutschland gesehen renato2aber spricht wie seine Ur-Ur-Ur-Großeltern als sie vor über 200 Jahren nach Paraguay übergesiedelt sind. Während wir seinen Geschichten in Alt-Deutsch lauschen, schmausen wir den Unterhosen-Teller leer.
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    Tag 3: Es gibt keinen Winnetou.

    Tag 3: Es gibt keinen Winnetou. video

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    Das wir Winnetou alá Pierre Brix nicht treffen, war uns schon irgendwie klar. Das unsere romantische Vorstellung von Indianern, so wie wir sie aus Winnetou-Filmen kennen, überhaupt nichts mit der Realität zu tun hat, haben wir nicht erwartet. Wie Indianer heute leben, will uns Axel Brümmer zeigen.

    Indianer jagen heute nicht mehr, die geheimnisvollen Medizinmänner sind verschwunden, es gibt weder Federschmuck noch Pfeil und Bogen. Indianer sind arme Schlucker.

    Der Urwald in Paraguay wurde fast vollständig gerodet. Und damit ist die Lebensgrundlage der Indianer verschwunden. Ohne kirchliche Hilfsprogramme wären Indianer wahrscheinlich ausgestorben. Und so kümmern sich seit vielen Jahren Jesuiten um die Stämme, bringen ihnen ein Leben in der Moderne bei, lehren Schreiben und Rechnen, versuchen sie an Arbeit zu gewöhnen. Allerdings sind die meisten Indianer brasilien4faul. Sie sind es nicht gewöhnt zu schufften. Sie betteln, sammeln Müll – aber nur wenn sie mal Lust haben. Axel erklärt das so: „Indianer sind an ein ruhiges Leben in der Natur gewöhnt, ihre Mentalität ist die von Jägern und Sammlern, man kann nicht erwarten, dass sie innerhalb von 20 Jahren unsere Zivilisation begreifen, wir verstehen ja kaum ihre.“

    Wir besuchen drei verschiedene Stämme und wollen sehen, wie sie leben. Mitten in der Stadt Ciudad del Este stehen Blechhütten, eingezäunt, dahinter blicken uns schüchterne Kinderaugen an. Wir fragen, ob wir mal rein kommen können. Ihr Stammeshäutling empfängt uns und erzählt, dass er hier aus dem besetzen Land mitten in der Stadt eines Tages ein Reservat machen will, in seinem Stamm leben 200 Leute, sie verdienen 200.000 Guarani am Tag, ca. 33 Euro .
    Wir reisen weiter ins Landesinnere. Dort gibt es die fleißigen Indianer. Sie sind Bauern. Axel Brümmer trifft einen alten Stammeshäuptling und fragt wie es ihm heute geht: „Nicht gut“, meint er: “Früher bin ich frei durch den Wald gezogen, heute baue ich auf einem Feld Soja an. Einmal in der Woche kaufe ich totes Fleisch im Laden. Das schmeckt nicht richtig. Aber zurück in den Wald kann ich nicht.” Der Alte lebt mit seiner Familie in einer Lehmhütte und hat sich, wie viele brasilien5brasilien6andere Indianer, mit diesem Leben abgefunden.
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    Tag 2: Der erste Kolibri

    Tag 2: Der erste Kolibri video

    tag2-kolibriFrühstück im Freien.  Fotoapparat schnappen!
    So schnell war unser Kameramann noch nie. Einmal abgedrückt und Andreas hat seinen ersten Kolibri fotografiert. Glückwunsch. Diese Vögel sind wirklich schnell. Sie bewegen sich wie erschrockene Libellen im Kriegsgebiet. Das gibt einen Pluspunkt ins Kamera-Lobheft. Jetzt muss Andreas Kolibris nur nur noch filmen. Wir sind ja nicht zum Fotografieren hier.

    Gleich wird es ernst. Unser erstes Abenteuer beginnt. Dreh bei echten Indianern. Wir sind gespannt, wie es ihnen heute geht, wie sich das Indianerleben verändert hat.

    Tag 1: Im Land der roten Erde

    Tag 1: Im Land der roten Erde video

    tag2Paraguay. Gelandet. 36 Stunden geflogen (inkl. 10 Stunden Aufenthalt in Sao Paulo). Unsere Hintern brennen, unsere Füße sind dick wie Elefantenstampfer. Aber das merken wir kaum noch. Axel Brümmer empfängt uns am Flughafen Guarani von Ciudad del Este. Er hat eine Box mit selbstgebrautem Bier dabei. Wir haben die Wahl zwischen Alt, Pils, Dunkel, Guinnes, Hefe, Hefe-Bock, Kölsch, Schwarz und Rauch. Èntscheidungsnot! Das Bier heißt Christel-Bräu und wird von Christel gebraut. Wer hätte das gedacht :) Von Christel werden wir bald mehr erfahren. Das Bier schmeckt supi. Eigentlich ein schlechtes Zeichen. Wenn mir Bier mal schmeckt, ist es meistens für andere ungenießbar. Soviel zu meinem Bierkonsum.

    Um uns herum ist alles rot. Roter Staub, rote Dächer, rote Erde. Es ist der fruchtbarste Boden der Welt. Leider befruchtet er auch uns – mit seiner roten Farbe: Unsere Schuhe, unsere Taschen unsere Klamotten – alles ist rot.

    Tag 0: Auf der Flucht vor der Aschewolke

    Tag 0: Auf der Flucht vor der Aschewolke video

    tag-1_Plötzlich wird es hektisch in Frankfurt. Eine Stunde vorm Abflug beginnt das Boarding von Flug 707. Unser Flieger nach Brasilien soll raus auf die Startbahn – bevor die große isländische Vulkanaschewolke den Flughafen erreicht. Piepsen im Handy, aktuelle Agenturmeldungen auf dem Display: „Flughäfen Berlin und Hamburg gesperrt.“ Die Spannung steigt. Um 22 Uhr startet unsere Maschine. Es ist die letzte. Danach wird der Flughafen in Frankfurt gesperrt. Wenn eine Dreh-Reise so beginnt, dann kann sie nur gut enden: :)

    (Bild: Kurz vor der Landung in Cuidad del Este, Stausee Itaipu)

    Boxen

    Boxen video

    Bis zu den Sport-Hochburgen und -Stadien ist es nicht weit. Unsere Teams drehen unter Anderem in Erfurt, Jena, Meuselwitz, Chemnitz, Aue oder Leipzig.
    In unserem Studio schneiden wir Zusammenfassungen und spielen Beiträge, live kommentiert, in die Sendungen ein.
    Schnitt ist für uns Sport: Extra für die Sportberichterstattung haben wir einen Mehrmaschinen-Schnittplatz im Hause.  Mit der guten BVE2000 schlagen wir jede andere Schnittart in punkto Geschwindigkeit. Und:  Wir kennen die Mannschaften und Spiel-Hintergründe. In kurzer Zeit sind z.B. bei Sport im Osten (mdr Fernsehen) bis zu 15 minütige Berichte ON-AIR.

    Reiten

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    Baskettball

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    BUGA Präsentationen

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    Urban II.

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