Echo 2014
Für die Doku "Herbert von Karajan - The Second Life"

Für unsere Doku  Herbert von Karajan “The second life” haben wir gemeinsam mit unserem Regisseur Eric Schulz einen Echo erhalten. Es ist bereits der zweite Echo für Centauri-Film.

“Der Film verwendet u. a. niemals zuvor gezeigtes Original-Filmmaterial, und gelangt so zu erstaunlichen neuen Einsichten über Legende und Erbe von Maestro Karajan.
Einblicke hinter die Kulissen von Karajans Arbeit im Tonstudio sind ebenso enthalten wie Auszüge aus privat aufgenommenen Telefon-Gesprächen zwischen Karajan und seinem Tonmeister Günter Hermanns, die exklusiv in dieser Dokumentation Verwendung finden. Interviews mit wichtigen Kollegen und Mitarbeiten von Karajan: Anne-Sophie Mutter, Peter Alward, David Bell, Brigitte Fassbaender, Eberhard Finke, Wolfgang Gülich, Hans Hirsch, Klaus König, Krzysztof Polonek, Ernst Poppel, Godehard Pruin, Klaus Stoll, Peter Uehling, Hans Weber und Andrew Wedman. Von dem Team von Traces to Nowhere – The Conductor Carlos Kleiber und dem mehrfach preisgekrönten Dirigenten Eric Schulz (ECHO Klassik 2011, Gramophone Award und der International Classical Music Award). ”
Quelle: https://www.jpc.de/jpcng/classic/detail/-/art/Herbert-von-Karajan-The-Second-Life-Filmdokumentation/hnum/3254692

Kleine Welt
Unser neues N24 Format
Kleine Welt video

Das Kleine-Welt-Phänomen – Theorie oder Wahrheit? Stimmt es wirklich, dass ein beliebiger Mensch über maximal sechs Ecken mit jedem anderen Menschen auf der Erde persönlich verbunden ist? Für N24 begibt sich Reiseblogger Christoph Karrasch auf wissenschaftliche Mission!
Die Reportage geht in die zweite Runde: Neue Folge am 12. Mai um 16.05 Uhr im TV

Nachdem ihn seine erste Reise nach Finnland und Norwegen verschlug, fliegt Christoph Karrasch in der zweiten Folge „Kleine Welt“ in eine ganz andere Himmelsrichtung: Seine Suche nach der Zielperson führt ihn diesmal vom knallbunten Frühlingsfest „Holi“ in Kathmandu, über Delhi nach Bangalore, bis hin zu waghalsigen Überholmanövern in den südindischen Serpentinen. Gelingt es Christoph seine Zielperson Ishita Malaviya, Indiens erste Surferin, über lediglich sechs Ecken zu treffen?

DIE ANTWORT GIBT ES AM 12. MAI UM 16.05 UHR AUF N24.

Mehr Infos auf N24:
http://www.n24.de/n24/Mediathek/Sendungen/t7894260/kleine-welt.html

STREAMING PROFI
Streamen Sie ihr Event. Live!
STREAMING PROFI video
TERADEK CUBE-155 + MPEG-Lizenz

- HD-Video-Encoder, Punkt-zu-Punkt-Streaming

- direktes Senden an Webseiten, Facebook oder andere Streaming-Plattformen
- Liveübertragung von HD-Video über Internet oder lokale Netzwerke
- Streamen auf iOS-Geräte zur drahtlosen Produktionsüberwachung
- Transportprotokolle: RTMP, RTP/RTSP, MPEG-TS, HLS und ZiXi
- auch zur Vermietung
#10 Tage

#10 Tage video

Zum Trailer und zum Download:

https://vimeo.com/ondemand/in10tagenumdiewelt

»Das ist die schnellste und interaktivste Weltreise der Welt«, sagt Christoph Karrasch über seinen Trip im Vollgas-Modus. Fünf Kontinente in zehn Tagen, geht das? Christoph will es beweisen.

Damit die Zuschauer von dieser Reise maximal profitieren, hat er sich etwas Besonderes einfallen lassen: das Routenvoting. Seine Facebook-Fans stellen die Strecke zusammen. Und so geht es für ihn von Peru über die USA und Neuseeland bis Nepal und Südafrika. Doch seine Fans haben noch mehr Macht: Sie bestimmen auch das Reiseprogramm. Bei den Maori in Neuseeland soll Christoph halbnackt den Haka tanzen, in Lima herausfinden wie Meerschweinchen schmeckt, in Las Vegas zum Star werden, in Auckland vom Sky Tower springen, in Kathmandu Waisenhaus-Kindern helfen und in Kapstadt ein Haus im Armenviertel mitbauen. Das und viel mehr in zehn Tagen!

Christoph ist ein junger Weltenbummler und Reisejournalist aus Kiel, schmerzerprobt und abenteuerlustig. Aber auf dieser Reise ist alles etwas anders. Schon zu Beginn gerät er an seine Grenzen und steht kurz vor dem Kollaps.

Und das sagt die Presse:

RADIO FRITZ:
»Das mit Erholung… hat er falsch verstanden«

SPIEGEL ONLINE:
»Jetlag, Thrombosestrümpfe und viel Adrenalin«

KIELER NACHRICHTEN:
»Der Kieler hat einen anderen Blick auf die Dinge.«

RTL NORD:
»Wahnsinns-Trip… Andere brauchen dafür 80 Tage – doch Christoph Karrasch schafft es auch in zehn Tagen um die Welt!«

VOD

VOD video

Hier können Sie unsere Filme bequem und preiswert in voller HD Auflösung bestellen:

https://vimeo.com/user7114013/vod_pages

Eine unserer beliebtesten DVDs “Der Abriss” steht demnächst auch in Full HD zum Download bereit.

Thomas Niemann
Geschäftsführer und Autor
Thomas Niemann video

Steckbrief: Thomas Niemann

Arbeitsgebiet: Produzent… Autor… Geschäftsführer… Ich mag den Begriff Geschäftsführer allerdings nicht. Er klingt kalt und nach Besserwisserei. Ich will tolle Filme machen und manchmal auch verrückte Dinge produzieren. Deshalb bin ich dem Geschäft.

Seit wann arbeitest Du bei Centauri?
Mein erster offizieller Arbeitstag war der 21.04.2000. An dem Tag habe ich den GmbH-Vertrag unterschrieben.

Was ist das Spannendste, was Du bei Centauri-Film erlebt hast?
Alles. Jeder Tag ist spannend. Am aufregendsten fand ich die Firmengründung. Ich war 24 Jahre alt – jung und naiv. Meine Naivität hat mich allerdings auch vor ängstlichen, zögernden Entscheidungen geschützt. Also Stift raus, Gesellschaftervertrag unterzeichnen und einfach machen!

Welches Projekt war für Dich die größte Herausforderung? Und warum?
Ganz klar: Meine Weltreise “In 10 Tagen um die Welt.” Ich wollte mal was anderes machen: Ein kleines Team, ein toller Protagonist und eine verrückte Sache. Wann ist man im Leben zehn Tage lang auf einer Weltreise und kann den Zuschauern die Türen zu unserer Welt öffnen? Diese Projekte tragen zur Völkerverständigung bei, finde ich. Und mein Gefühl hat mir recht gegeben. Wir brauchen neue Gesichter und neue Stoffe, wenn es gut wird, kommt der Erfolg. N24 gefällt der Film, die gesamte Mannschaft war begeistert. Jetzt soll unsere Doku als Silvesterhighlight bei N24 laufen. (N24, 31.12.2015, 20:05 Uhr)

Was magst Du am Fernsehen besonders?
Fernsehen ist nicht gleich Fernsehen. Fernsehen ist mehr. Es hat sich durch das Internet zu einem offenen Medium gewandelt, in dem man viele tolle Dinge ausprobieren kann. Wahrscheinlich mag ich dieses unendliche Spektrum an Genren und Macharten. Es ist für mich wie ein Spielplatz mit ganz vielen Spielfreunden. Wir bauen nur keine Sandburgen sondern Filme.

Was magst Du am Fernsehen überhaupt nicht?
Arroganz. Schnippigkeit. Hektik. Zeitdruck. Sparmaßnahmen. Schlechte VJ’s.

Welche Chancen hast du durch Centauri bekommen?
Ich habe ein super Team und bin absolut stolz auf meine Leute. Chancen… Menschen führen, für Zuschauer Filme produzieren, die auch ankommen.

Katja Werner
Leitung Studio Thüringen
Katja Werner video

Steckbrief: Katja Werner

Arbeitsgebiete: Disposition, Programmleitung, Organisation.

Seit wann arbeitest Du bei Centauri?
Februar 2001

Was ist das spannendste, dass Du bei Centauri-Film erlebt hast?
Eines abends stand für ein “Überspiel” ein australisches Fernsehteam vor der Tür. Das Überspiel entpuppte sich dann schnell als Liveschalte nach Sidney. Als wir dann endlich früh um fünf nach Hause gefahren sind ahnte keiner von uns was für den Rest der Woche noch auf uns zu kommt. Am nächsten Abend standen plötzlich zwei australische Teams vor der Tür und am übernächsten Abend waren es dann drei! Wir haben eine Woche wortwörtlich Tag und Nacht gearbeitet! Der Kaffeeverkauf in Gera ging sprunghaft in die Höhe!

Welches Projekt war für Dich die größte Herausforderung? Und warum?
Die elektronische Internetzollanmeldung! Warum? Weil von I bis Z jeder meinte das wäre viel zu kompliziert. Nur Mut an alle Disponenten! Es ist zu schaffen!

Mit welcher Technik drehst Du denn am Liebsten?
Ich drücke am liebsten – die Tasten auf dem Telefon!

Was magst Du am Fernsehen besonders?
Individualismus!

Was magst Du am Fernsehen überhaupt nicht?
Oft wird zu viel Panik gemacht!

Welche Chancen hast du durch Centauri bekommen?
1. die auf ein tolles Team
2. immer noch ein tolles Team
3. die Chance auf eigenverantwortliche Arbeit die immer eine Überraschung bereit hält

Wie sehen Deine Zukunftspläne aus?
Mal schaun was sich ergibt! Meldet euch! Aber vorsicht – ihr müßt schon was außergeöhnliches zu bieten haben!

Firmenstory
Von alpha TV zu Centauri Film
Firmenstory video
Firmenstory video

Bewegende 15 Jahre Fernsehproduktion aus dem Herzen Deutschlands.

2015 – Am 17. August feiern wir die 25.000 Sendeminute für das MDR Fernsehen.

N24 wird im Weihnachtsvorabendprogramm unsere Dokumention „In zehn Tagen um die Welt“ ausstrahlen. Beim Besuch in der N24 Zentrale in Berlin vereinbaren wir für das kommende Jahre eine weitere Zusammenarbeit.

2014 – Kooperation mit Brainbugs.tv, DIYOU Digitallyours, SCA Simply Content Audio

Ganz überraschend werden wir für wieder für den Echo Klassik nominiert. Diesmal für unsere 90-Minuten Doku über den Dirigenten Herbert von Karajan. Am 26. Oktober bekommen wir unseren zweiten Echo in der Münchner Philharmonie.

2013 – Hochwasser in Gera. Unsere Firmenräume werden überflutet und sind unbrauchbar. Zusammen mit dem MDR finden wir neue Räume in der Innenstadt.

2012 – Eröffnung des Centauri-Studios in Leipzig

2011 – Es ist das aufregendste Ereignis in der Firmengeschichte: Die Centauri-Produktion „Carlos Kleiber- Spuren ins Nichts“ erhält den Echo-Klassik zusammen mit unserem Regisseur Eric Schulz, Servus TV und ArtHaus.

Unsere Technik-Umstellung auf HD geht weiter. Wir ergänzen unsere HD-Formate um P2HD und HDCAM um XDCAM-HD.

2010 – Centauri-Film feiert das Jahrzehnt. Wir haben 10. Geburtstag. In den letzten Jahren sind wir zu einem wichtigen Partner in Sachen Film- und Fernsehproduktion in Mitteldeutschland geworden. Wir produzieren für fast alle deutschen Fernsehsender Magazinbeiträge, Dokumentationen, Features und News. Dazu kommen Werbeclips und Imagefilme für Auftraggeber aus der Region.

2009 – Das Fernsehzeitalter in PAL wird vom hochauflösenden Fernsehen abgelöst. Wir beginnen als erstes Unternehmen in Thüringen in HD-Technik zu investieren. Zunächst HDCAM, später P2HD. Zum 90. Bauhaus-Jubiläum entsteht unsere 60-Minuten HD-Doku: Der Film „Bauhaus lebt“.

2008 – Neue Schnittplätze: AVID Adrenaline HD. Mehr Performance. Mehr Qualität.

2007 – Direkt vor unserer Haustür blüht es bunt. Gera ist BUGA-Stadt und Centauri mittendrin. Wir werden Bundesgartenschau-Medienpartner und produzieren unseren ersten 30 Sekunden Werbespot für die BUGA GmbH. Jeden Tag berichten wir über witzige Blumenzüchtungen und irre Gartenideen. Am Ende verewigen wir die BUGA auf einer DVD.

2006 – „Bayern Alpha“ ist das Bildungsfernsehen des Bayrischen Rundfunks. Mit dem Programm haben wir (leider) als Produktionsfirma so viel zu tun wie ein Bäcker mit einem Frisör. Doch weil wir fehlgeleitete Zuschauerpost nach München geschickt haben und immer wieder Anrufe aus Bayern entgegennehmen, bekommen wir Konflikte mit dem BR. Besser gesagt: Der BR stört sich an unserem Namen. Wir müssen unsere Identität wechseln. Aus Alpha TV wird Centauri Film. Klingt sogar besser, finden wir. Danke BR!

2005 – Wir feiern 5 Jahre Alpha-TV. Niemand ahnt, dass wir bald unseren gewohnten Namen wechseln müssen.

2004 – Unser Kameramann Andreas entwickelt den Centauri-Kamerakran. Und er bekommt noch ein Spielzeug: sein SteadyCam-System.

2003 – In Ostthüringen leben mehr Menschen als im restlichen Freistaat. Gera liegt genau im Zentrum Mitteldeutschlands: Leipzig, Dresden, Erfurt, Jena, Weimar, Hof und sogar Berlin sind nicht weit entfernt. In der Region passiert eine Menge. Deshalb bauen wir ein Studio für Live-Schalten mit einer kleinen Regie. Unsere erste Schalte klappt: Live ins Thüringen Journal. Später senden wir sogar live ins Morgenmagazin von ARD und ZDF, sogar zum ORF und zu australischen Sendern.

2002 – Ein drittes EB-Team kommt hinzu. Zwei hochwertige Schnittplätze entstehen: der erste AVID des Landes in einer unabhängigen Produktionsfirma und ein 4-Maschinenschnittplatz.

2001 – Technische Revolution: Ein Knopfdruck und wir verbinden uns per ATM Leitung mit allen Funkhäusern der Welt. Seitdem sind wir noch aktueller, schneller und – ganz wichtig – digital hochwertig.

2000 – Wir starten spartanisch mit nur einer Betcam SP Kamera und einem kleinen Hartschnittplatz. Unsere Firmenräume sind groß und übersichtlich, das Telefon steht auf dem Fußboden, die erste EB einsam und allein in einem langen Eisenregal. Hier passen mindestens noch 6 Ausrüstungen inkl. Zusatztechnik rein. Jeden Tag produzieren wir für das MDR Thüringen-Journal, MDR Aktuell, die ARD oder das ZDF aktuelle Filme. Unsere Firma ist noch jung und zart. Unsere Beiträge überspielen wir auf dem Feld: Irgendwo in der Pampa am Telekom-Funkturm „Hohe Reuth Eins“. Das ist stressig: BetaPlayer (35kg) im Auto anschnallen, 20 Minuten zum Überspielpunkt rasen, Handy raus, Schaltraum anrufen, zwischendurch Technik am Turm anschließen. Achtung: Handbremse vom Auto unbedingt festmachen, sonst rollt nicht nur das Auto weg, sondern auch der aktuelle Beitrag. Handyklingeln, der Schaltraum ist dran: „Leitung steht, MAZ ab!!!“ – und hoffen, dass diese analogen BetaSP-Tapes nicht spratzen. Meistens geht das gut. Nur unsere Fahrer kommen mit dem ein oder anderen Streß-Spratzer auf der Stirn zurück. Von denen hängen heute noch Blitzer-Fotos als Andenken an unserer Pinnwand.

April 2000 – Für uns alle ein Jahr des Neuanfangs. Deshalb suchen wir uns den Namen: Alpha TV aus. Allerdings gibt es noch ein „alpha“- Fernsehen: Bayern Alpha, das Bildungsfernsehen des Bayrischen Rundfunks. Immer wieder verirren sich bayrische Alpha-Zuschauer in unser thüringisches Alpha-Telefon. Die einen fragen nach Sendemitschnitten, andere wollen Autogramme. Wir sind nett und vermitteln die Anrufe an den Bayrischen Rundfunk weiter. Mit ungeahnten Folgen…

Andreas Hüttig
a.huettig@centaurifilm.de
Andreas Hüttig video

Steckbrief: Andreas Hüttig.

Arbeitsgebiet: Kameramann, EB-Technikverantwortlicher, Schnitt

Seit wann arbeitest Du bei Centauri?
Seit der Firmengründung noch unter dem Namen alpha TV

Was ist das spannendste, dass Du bei Centauri-Film erlebt hast?
Das spannendste war glaube ich die Entstehung unseres nun mittlerweile 10 jähringen Unternehmens. Ich habe seinerzeit mit Thomas Niemann und anderen Kollegen zusammen für eine Produktionsfirma im Fernsehgeschäft gearbeitet. Deren Chef hat damals mit sehr krummen Finanzgeschäften seine eigene Firma und natürlich auch alle Mitarbeiter finanziell ausbluten lassen. Da dieser Zustand für alle von uns irgendwann untragbar wurde, wir uns aber sicher auch aus Unkenntnis sehr lange Zeit ließen etwas zu bewegen, entstand eine recht skurile Situation. Übernahmegedanken kamen auf und am Ende entstand, natürlich sehr zaghaft, mit Hilfe unseres Partnerunternehmens und des Mitteldeutschen Rundfunks unsere heutige Firma. Heute kann man zu dieser Sache sicher sagen “Ende gut, alles gut”

Welches Projekt war für Dich die größte Herausforderung?
Das wohl spannendste Projekt und damit auch die größte Herausforderung war für mich sicher die Auslandsfilmproduktion “Die Dschunke”. Drei Halbstundenfilme für den MDR mit zwei Thüringern, die mit einer selbstgebauten Hochseedschunke von Indonesien nach Deutschland gereist sind. Drehbedingungen, die zum Teil alles andere als einfach waren (im tropischen Indonesien dauerhaft beschlagenes Objektiv, Seekrankheit, Beinahekatastrophen auf See, zwischenmenschliche Probleme usw). Am Ende aber auch hier sehr viele nachhaltige Erlebnisse verbunden mit dem dazugewinnen von einiger Lebenserfahrung.

Mit welcher Technik drehst Du denn am Liebsten?
Am liebsten arbeite ich, was die Kamera betrifft, natürlich mit Sony-Technik. Hier ist einfachmal gegenüber Panasonic die jahrelange Broadcast-Erfahrung und Professionalität, wie Qualität der Technik eindeutig zu spüren. Dazu immer auch mit Zusatztechnik, mit der ich andere und ungewöhnlichere Bildeindrücke entstehen lassen kann.

Was magst Du am Fernsehen besonders?
Am Fernsehen mag ich besonders die fast unbegrenzten kreativen Umsetzungsmöglichkeiten der Gestaltung.

Was magst Du am Fernsehen überhaupt nicht?
… die heutige “Fernsehlandschaft”. Zu viele Programme mit daraus resultierend viel!!! zu wenig Qualität. Zu schnell und zu einfach kann man sich heute Kameramann, Kamerafrau, Cutter oder Cutterin nennen. Die politisch erzeugten Ausbildungsstrukturen und die immer besser werdende Amateurtechnik führt da sicher in die falsche Richtung. VJ :-( (

Welche Chancen hast du durch Centauri bekommen?
Ich habe durch Centauri in den letzten zehn Jahren die Möglichkeit bekommen, meine Arbeit als Kameramann zu festigen, mit neuen Techniken umgehen zu können, selbst neue Techniken zu entwickeln und nun seit Kurzem auch noch meine “first steps” im Avid-Schnitt zu machen.

Wie sehen Deine Zukunftspläne aus?
…der Firma meine Fähigkeiten und meine Kreativität bestmöglich zur Verfügung zu stellen mit vielen interessanten und spannenden Aufgaben.

Hans Radschiner
h.radschiner@centaurifilm.de
Hans Radschiner video

Steckbrief: Hans Radschiner.

Arbeitsgebiet: technische Leitung, Cutter, Kamera-Assistent

Seit wann arbeitest Du bei Centauri?
01.05.2000

Was ist das spannendste, dass Du bei Centauri-Film erlebt hast?
Als 2005 plötzlich und unerwartet mehrere australische Journalistinnen vor der Tür standen und meinten sie müssten für einige Tage für das australische Morgenmagazin arbeiten. Sie nahmen ganz selbstverständlich sämtliche Technik von uns sofort in Beschlag. Durch die Zeitverschiebung waren das lange, sehr lange Arbeitstage, die immer mit einer Liveeinspielung nach Australien endeten. Der Anlaß war ein trauriger, tödlicher Unfall bei der Thüringen-Radrundfahrt der Frauen. Aber die Erfahrung mit diesen professionellen, freundlichen Mädels zusammengearbeitet zu haben, einfach Unbezahlbar.

Welches Projekt war für Dich die größte Herausforderung? Und warum?
Die größte Herausforderung war der BUGA Begleitfilm, ein riesiges Projekt über einen langen Zeitraum (mehrere Jahre), immer das Tagesgeschäft im Vodergrund. Es war schon ein echter Happen.

Was magst Du am Fernsehen besonders?
Am Fernsehen mag ich, die Teamleistung, den Zeitdruck.

Was magst Du am Fernsehen überhaupt nicht?
Die Kurzlebikeit der Erfolge als auch der Mißerfolge. Ich finde dadurch geht die Komplexität der täglichen Herausforderungen im laufe der Zeit verloren. Schade eigentlich.

Welche Chancen hast du durch Centauri bekommen?
Ich habe eine abwechslungsreiche interessante Arbeit, die mich täglich neu herausfordert, da sich die Technik so rasant entwickelt und man ständig neue Geschichten erlebt.

Wie sehen Deine Zukunftspläne aus?
Ich möchte in dieser Firma, in der ich mich absolut wohl fühle die Rente erreichen.

Benjamin Linke
b.linke@centaurifilm.de
Benjamin Linke video

Steckbrief: Benjamin Linke.

Arbeitsgebiete:
Kamera, Cutter

Seit wann arbeitest Du bei Centauri?
August 2007

Was ist das spannendste, dass Du bei Centauri-Film erlebt hast?
Ein mehrtägiger Dreh in Edinburgh/ Schottland, denn es war mein erster Flug in einem richtigen großen Flugzeug und meine erste Auslandsdienstreise.

Welches Projekt war für Dich die größte Herausforderung? Und warum?
„Ben, du darfst nächste Woche aus Kenia berichten!“ Nach dieser äußerst überraschenden Ansage ging das Abenteuer erst richtig los. Flug auf einen fremden Kontinent – vom eisigen Winter in den afrikanischen Hochsommer – bombadiert mit tausenden neuen Eindrücken einer noch nie erlebten Kultur. Zwei Beiträge entstanden sendefertig mit Kamera und mobiler Schnitttechnik! Zusammen mit Kollegin Kathleen war ich unterwegs zwischen Slums, afrikanischen Grundschulen und einem Bilderbuchstrand.

Mit welcher Technik drehst Du denn am Liebsten?
Mit der Digibeta-Mühle.

Was magst Du am Fernsehen besonders?
Aktuelle Informationen aus aller Welt, hier und da (leider meist zu nächtlicher Stunde) ein guter Film.

Was magst Du am Fernsehen überhaupt nicht?
Hektische Schnitte in „MTV“-Manier, zu viel inhaltlicher Nonsens

Welche Chancen hast du durch Centauri bekommen?
Professionelles Fernsehen erlernen und erleben, Ausbildung im Beruf Mediengestalter Bild/Ton und Festanstellung bei einer professionellen und kreativen Produktionsfirma mit familiärem Ambiente :-) , viele spannende, berufliche Erfahrungen sammeln.

Wie sehen Deine Zukunftspläne aus?
Ich möchte noch einige Jahre bei Centauri arbeiten, aber irgendwann einmal hoffe ich meinen Traum vom eigenen Kinofilm zu verwirklichen.

Unsere Studios
Studio Thüringen 0365 7730856 Studio Sachsen 0341 4931201
Unsere Studios video

Gera                                            Leipzig
Clara-Zettkin-Str. 3                 Angerstr. 40-42

07545 Gera                               04177 Leipzig

+49 365 77 30 856             +49 341 49 31 201

24h:+49 171 19 32 261
Fax: +49 365 77 30 878
N-1: +49 365 77 30 879

E-Mail: info@centaurifilm.de

ANSPRECHPARTNER:
Katja Werner
Thomas Niemann

TECHNIK-EB:
Andreas Hüttig

TECHNIK-SCHNITT/IT/ÜBERSPIELE:
Hans Radschiner

Web-Content:
Thomas Niemann

GESCHÄFTSFÜHRER:
Thomas Niemann

ADRESSE:
Centauri GmbH
Film- und Fernsehproduktion
Küchengartenallee 6
07548 Gera

Christian Wohlfarth
c.wohlfarth@centaurifilm.de
Christian Wohlfarth video

Christian Wohlfarth.

Arbeitsgebiete:

- Cutter

- Kamera-Assistent

- Technischer Support Schnittplätze, Net und Überspiele

Tag 2. Exportschlager Blitzer.

Tag 2. Exportschlager Blitzer. video

Daran müssen wir uns gewöhnen. Wo auch immer wir unseren Pressebus verlassen, wird geklatscht. Es gibt Jubel und Applaus. Die Chinesen scheinen uns fanartig zu verehren. Da stehen sie aufgereiht, wedeln mit Deutschland-Fahnen. (Gleich zwei pro Hand – wenn dann richtig.) Auf den ersten Blick wirken diese Szenen ungewohnt, aberwitzig. Und doch sind es nette Gesten. Sie zeigen Zusammenhalt unter den Arbeitern, Respekt und Demut vor dem hohen Besuch aus Thüringen. Das sollten wir auch einführen: Wenn die Chefs kommen, wird gejubelt. So wedeln und klatschen uns die chinesischen Carl-Zeiss-janer eifrig zu bis die Gelenke schmerzen. Schließlich ist das Unternehmen schon seit 1957 in Shanghai. Was  CZ heute in China herstellt, dürfen wir nicht filmen. Streng Geheim. Nur so viel: Die Palette ist riesig. Ganz neu sind hoch komplexe Laser gesteuerte Augen-Messgeräte. Auch Chinesen brauchen Brillen.

Ein paar Stunden später fahren wir zum nächsten Jubel. Jenoptic steht gut da in China. Die Absatzzahlen steigen rasant. Neuestes Highlight sind deutsche Blitzer. Etwas betreten stehen wir vor der Messgeräte-Ausstellung. Selbst die Fraktionsvorsitzenden, die Ministerpräsidentin und der LEG-Chef raunen diese Technik an. Das Gefühl mit zu viel Tempo ertappt zu werden, kennen wohl auch sie. Wie beruhigend. Es hilft nichts. Blitzer sind gefragt in China. Das Geschäft damit läuft gut für Jenoptic. Kein Wunder. Ihre neueste Blitzer-Generation misst mehrere Autos gleichzeitig, nebeneinander, hintereinander im sogenannten 3D Verfahren. In Deutschland ist dieses System noch nicht zugelassen. Hier dürfen die Chinesen ausnahmsweise mal Vorreiter sein.

Und es geht extremer! Wer von uns glaubte, dass Fahnengeschwenke, lauter Applaus und Gejubel nicht mehr zu toppen sind der hat sich geirrt. Vor dem Hauptgebäude des Tongij College hängen meterhohe Bilder von MP Christine Lieberknecht und Minister Christoph Matschie. Die schönsten Mädchen des College stehen Spalier. Lächelnd, scheinbar atemlos und kerzengerade weisen sie den Weg ins Haus. Der Saal im College tobt. So stell ich mir einen Staatsempfang vor.

Die Zeit drängt. Unsere chinesischen Gastgeber sind so reizend und um uns bemüht. Es nützt nichts. Wir müssen uns verabschieden und fahren in die Nachbarstadt Hangzhou zum Deutschen Unternehmen IOSONO.

Wir hängen wieder. Diesmal auf der Autobahn. Unfälle. Zwei Stunden Verspätung. Das restliche Programm wird im Eiltempo durchgezogen. Reden. Verträge. Einweihungen. Geschenketausch. Olaf Stepputat von IOSONO eröffnet mit der Hangzhou Universität ein „3D Audio Visual Institute“. Schade das wir so spät eintreffen. Hangzhou gilt als eine der schönsten Städte Chinas. Die Universität strahlt eine Art buddhistische Gelassenheit aus. All diese Eindrücke kommen zu kurz. Wir rennen durch das Bauhaus-Museum in der Art-Academy, streichen das Abendessen. Und rasen zum Flughafen.

Tag 1. Shanghai.

Tag 1. Shanghai. video


302 km/h steht auf der Anzeige über uns. Die Welt rast so schnell vorbei, dass die Pupillen zucken. Beton, breite Straßen, Hochhäuser, Parkanlagen und wieder von vorn. Ein Zwinkerschlag, ein Blur des Augenblicks. Der Transrapid, diese deutsche Ingeneurskunst, diese deutsche Technik gibt es nur ein mal auf der Welt. Hier in Shanghai. Ein Erlebnis für mich, für die Unternehmer, die Fraktionsvorsitzenden und für unsere Ministerpräsidentin. Christine Lieberknecht wirkt überrascht. Darüber, dass die stoibersche Vision: in 10 Minuten vom Internationalen Flughafen ins Stadtzentrum nun ausgerechnet hier funktioniert und, dass das was da am Fenster vorbei flutscht anders ist als erwartet: Aufgeräumt, normal und irgendwie friedlich. Die Fotografen und Journalisten haben diese Magie bemerkt. Blitzlichtgewitter im Transrapid. Ich filme und denke genau so transrapidartig werden wir die nächsten Tage durch China donnern.

Es wird spannend. Gibt es sie – die große chinesische Firewall? Werden meine ersten Bilder durch die FTP-Verbindung auf den deutschen Server übertragen oder sind die Ports in die Außenwelt blockiert. Es ist spät geworden. Ein Vertragsunterzeichnungsmarathon liegt hinter mir und der große Empfang beim Generalkonsul. Ungeduldig und etwas zittrig vom Schlafmangel drücke ich die Verbindungstaste im FTP-Programm. Und: Es tut sich nichts. Kein Verbindungsaufbau möglich. Klar, mein Fehler. Ich hätte mich im Web-Hotelportal anmelden und das Internet freischalten sollen. Dumm. Mein Herz klopft. Zweiter Versuch. Es funktioniert. Über Nacht tickern die ersten Bilder aus Shanghai nach Deutschland.

Tag 0. Das unendliche Protokoll.

Tag 0. Das unendliche Protokoll. video

Zwei neue Anzüge, genügend Unterhosen, Laptop, Kamera und Mikrofon sicher verstaut. Auf nach China. Sieben Tage werden wir im Reich der Mitte unterwegs sein. Zusammen mit der Ministerpräsidentin, dem Wirtschaftsminister, vielen Unternehmern und den Fraktionsvorsitzenden des Landes. Ein gewaltiger Tross aus 80 offiziellen Delegierten will China kennenlernen, neue Geschäftsbeziehungen aufbauen, Kooperationen zwischen Firmen vereinbaren, politische Gespräche führen, – über die chinesisch-thüringische Zusammenarbeit, über Menschenrechte, Probleme der Solarbranche… Die Liste nimmt kein Ende. Jedenfalls umfasst unser Ereignishorizont, das offizielle Protokoll, 68 Seiten. Vor zwei Wochen waren es noch 28. Wie dieser Plan abgearbeitet werden soll, weiß vermutlich nur eine, die Protokoll-Chefin der Landesregierung. An genügend Schlaf scheint niemand gedacht zu haben. Und schon gar nicht daran, dass mein Protokoll jeden Tag um zwei Punkte erweitert wird: um Schnitt und Überspiel.

Tag minus 1. Die große chinesische Firewall.

Tag minus 1. Die große chinesische Firewall. video

Der Platz des Himmlischen Friedens, die Mao-Fiebel oder die Große Mauer kennt man von China. Die Mauer macht mir seit ein paar Tagen Sorgen. Freunde erzählten mir der Staat hätte seine Mauer wieder aufgebaut, rund um das ganze Land. Gewaltiger und undurchdringlicher als die Alte: Die große chinesische Firewall, um sich vor dem feindlichen, freien Internet zu schützen. Datentransfer nach Deutschland…unmöglich?! Facebook und Twitter werden blockiert. “Und FTP-Verbindungen – NO WAY!” FTP-Verbindungen jedenfalls wären ganz nett. Die brauche ich um unsere Fernsehbeiträge von China nach Deutschland zu schicken. Es wird spannend ob ich die große chinesische Firewall durchdringen kann, ob jemals ein MDR-Zuschauer unsere Berichte zu sehen bekommt. Wenn es nicht klappt, werden es wenigstens stressfreiere Reisetage.

TITV

TITV video

Echo 2011
für unsere Doku "Carlos Kleiber - Spuren ins Nichts"
Echo 2011 video

Die Dokumentation “Traces To Nowhere” –  produziert von Centauri Film – hat den Echo-Klassik 2011 gewonnen.

Foto: Regisseur Eric Schulz (rechts),  Redaktionsleiter für Kultur Servus TV: Frank Gerdes (mitte), ArtHaus Managing Direktor Erwin Stürzer (links)

Das Urteil der Jury:
Es gibt diese Filme, in denen man Demut lernt. „Traces to nowhere” ist so ein Film. Eigentlich ist er ganz einfach gestrickt: Eric Schulz begibt sich auf die letzte Reise des schwierigen, zickigen, despotischen, öffentlichkeitsscheuen aber genialen Dirigenten Carlos Kleiber – von München in das slowenische Bergdorf Konjicafürth. Und dabei lässt er Wegbegleiter, Sänger, Musiker und seine Schwester die Geschichte seines Lebens erzählen. Warum war Kleiber so genial und gleichzeitig so unzuverlässig? Warum so expressiv und so zurückgezogen? Was tat er, wenn er – statt wie versprochen die Wiener Philharmoniker zu dirigieren, nach Stowenien fuhr? Warum hat er mit der gleichen Freude dirigiert, mit der er am nächsten Tag alles hingeschmissen hat? Es sind die Annäherungen von Placido Domingo, Michael Gielen und Kleibers Schwester Veronika, die diesen Film zu einem Ereignis machen. Es ist selten, dass man so viele Menschen so sinnlich, weich und liebevoll über einen Künstler reden hört. Jeder Satz ein demütiger Stolz, ihm begegnet zu sein. Otto Schenk sagt: „Er war ein Lausbub durch und durch.”, Veronika Kleiber: „Wenn er gearbeitet hat, dann war das immer wie eine Geburt. Er hat immer Gewicht verloren.” Michael Gielen schwärmt: „Und wie schön er ist, wie ein junger Gott!” Beeindruckend die Proben-Sequenzen, in denen Kleiber immer Worte für Musik gefunden hat, etwa beim Freischütz: „Glauben Sie für die Ouvertüre an Geister.” Oder: „Die lange Note muss man gewinnen. Für die muss man kämpfen.” „Traces to nowhere” entzaubert den Mythos Carlos Kleiber nicht. Aber er verzaubert uns. Durch die demütigen Bekenntnisse großer Künstler zum letzten genialen Kind der klassischen Musik – zu Carlos Kleiber.

Quelle: Echo Klassik Magazin 2011.

Otto Dix Doku
So seid Ihr. So ist das Leben.
Otto Dix Doku video

Otto Dix – So seid ihr. So ist das Leben.

Plötzlich tauchen Gemälde auf, von denen niemand etwas ahnte. Selbst Kunstwissenschaftler sind überrascht von den Bildern, die Otto Dix vor über 100 Jahren gemalt hat. Aber was war das eigentlich für einer, dieser Otto Dix? Viel ist über ihn geforscht und geschrieben worden. Über Zeichnungen, Bilder, Malstile. Aber wie war er im Alltag ? Noch gibt es Menschen, die Otto Dix persönlich erlebt haben. Wir begeben uns auf Spurensuche.

Hemmenhofen, Jan Dix, Sohn
Er wollte einfach zeigen wie es war. Endlich mal sehen wie ein Krieg wirklich im Bild dargestellt wird. Das war schon was anderes.

Stuttgart, Daniel Spanke
Er hat den Ausspruch geprägt: „Entweder werde ich berüchtigt oder berühmt“ Otto Dix ist letzendlich beides geworden.

Essen, Erika Janik, Kunstliebhaberin
Diese Ausdruckskraft. Diese Farben. Das Dunkle. Das Licht. Ich seh das vor Augen. Einfach Phantastisch.

Singen, Christoph Bauer, Kunstwissenschaftler
Otto Dix ist einer der wirklich deutsch-deutschen Künstler und damit repräsentativ für die deutsch-deutsche Kunstgeschichte.

Berlin, Mathias Laminski, Pfarrer Kath. Gemeinde Maria Frieden
Manchmal kommen 200, 300 Menschen. Aus Skandinavien, Spanien, Polen. Die Leute lieben dieses Bild, stellen Kerzen auf, beten. Otto Dix wird so ein bisschen in die Welt getragen.

Dresden, Ernst Hirsch, Kameramann:
Otto Dix kam ohne Auto hier her. Ich habe ihm angeboten in der Umgebung von Dresden herum zu fahren. Begegnungen die mich beeindruckt haben.

Randegg,Titus Koch, Stiefenkel
Geschichten aus dem Nähkästchen. Anfang der 60er Jahre ging es Familie Dix wirklich schlecht. Da wurden Bilder eingetauscht – gegen einen Sack Kartoffeln.

Dieser Film wird präsentiert von SRH – Stiftung Rehabilitation Heidelberg,
von der Sparkasse Gera-Greiz und von der Otto Dix Stadt Gera.

ECHO-TAG!

ECHO-TAG! video

13:00 Die wichtigste Frage für so ein Ereignis heißt ja wohl: Was zieht man an? Mit Taktstöcken kann ich mich nicht garnieren, 2000 Euro teure, italienische Designerschuhe sind zu schade für die Füße und Kaschmir ist von gestern. Bevor ich die Antwort zu meinem Kleidungsdilemma finde, klingelt das Handy. Eric der Regisseur ist dran und will wissen was er anziehen soll. Wir einigen uns auf Individuelles. Das passt immer. Jacket, legeres Hemd, dunkle Hose, sportliche Schuhe. Schließlich sind wir in Berlin. Junge, erfolgreiche Kreativlinge brauchen keinen Schlips.
15:30 Ich mische mich ganz unauffällig, mich kennt ja eh keiner, vor die Paparazzis, ins Straßenpublikum und denke: „Über diesen roten Teppich muss ich auch gleich.“ Blitzlichtgewitter. Kameras. Mikrofonwirrwarr. Vor mir steht eine verrückte Frau mit roten Haaren. Posing vor den Reportern. Ein kleines Mädchen neben mir fragt: „Kennste die Frau da? Wer is dat denn?“ Ich erkläre ihr, dass sie gerade einen Klassik-Star vor sich sieht. Eine tolle Frau mit gigantischer Stimme. Etwas enttäuscht geht das kleine Mädchen weiter. Und ich bin ein wenig entsetzt über diese oberflächliche Stargeilheit unserer Kinder. Dabei ist das doch alles so aufregend.
16:00 Mein erster Gang über einen echten roten Teppich. Kein Blitzlicht. Keine Reporter. Für mich interessiert sich hier niemand. Man kann nicht alles haben. So gehe ich ganz allein mit meinen Kollegen die rot beteppichten Treppen hinauf ins Berliner Konzerthaus am Gendarmenmarkt. Was für eine Architektur!
16:30 Thomas Gottschalk begrüßt das Publikum. Er reißt eine Schote nach der anderen. Das könnte so weitergehen. „So jetzt zieh ich mal die gute Jacke drüber und dann kanns losgehen.“ Drei Stunden zeichnet das ZDF die Echo-Gala auf. 56 Preisträger sind es insgesammt. Natürlich kommen nur die richtigen VIPs in der Show vor. Mehr als sechs werden es kaum sein. Das erspart uns die tiefsinnige Danksagung vor dem ganzen Publikum. Dabei hatte ich mir tatsächlich wertvolle, intellektuell klingende Worte zurecht gelegt. Wir und die restlichen 49 Echos bekommen eine eigene Show.
21:00 Thomas Gottschalk: „Der Echo in der Kategorie DVD“… Applaus. Ich verstehe kein Wort. Namen sind zu hören…Spuren i…Traces…Eric Schu…, Regisseur. Fra Gerdes Serv TV. Erw Stü Arthaus und der Produ…“ Meint er mich? Ja ich muss jetzt auch auf die Bühne. Ich schnappe mir meinen Fotoapparat und knippse was mein linker Auslösefinger schafft. Gottschalk lächelt in die Kamera, Gottschalk umarmt die Kollegen, die Kollegen halten ihre Echos hoch… What a show. Nur meine Mutter ist wirklich traurig, dass kein Bild mit Tomi und Tommy existiert.

Der Papst in Thüringen.
EB-Teams bei der Messe.
Der Papst in Thüringen. video

Politiker behaupten es sei das Jahrtausendereigniss für Thüringen und Mitteldeuschland: Der Besuch des Papstes Benedikt XVI. Die Ministerpräsidenten aus den drei Ländern sind da, hohe geistliche aus der ganzen Welt und fast hunderttausend Pilger. Das klitzekleine katholische Dorf Etzelsbach wird zum Wallfahrtsort, in Erfurt herrscht Ausnahmezustand, Sicherheitsstufe eins. Vielleicht war es kein Jahrtausendereignis – Fernsehen gibt es schließlich erst seit 50 Jahren. Für Reporter, Kamerateams und Übertragungsteams bleibt es zumindest ein Jahrzehnt-Spektakel.

zur sache…
ARD / ZDF live Interviews.
zur sache… video

MDR Chefredakteur Wolfgang Kenntemich im Interview mit Angela Merkel.

Realisierung: Live-Mobil-Team Stratos TV und Centauri-Film.

Plötzlich steht SIE im Raum: „So Kinder ich hab keine Zeit – sagt schnell wie Ihr es wollt.“ Angela Merkel wirkt etwas gehetzt. Sie hinkt 30 Minuten ihrem Zeitplan hinterher. Das Protokoll ist in Gefahr – das darf nur passieren wenn der Papst da ist.
Wir kommen nicht dazu irgendwelche Anweisungen zu geben. Die Bundeskanzlerin schnappt sich ein Ansteckmikro, zieht es ohne Hilfe durch ihr Jacket und klippt es an ihren Kragen. Sie setzt sich auf den falschen Stuhl und feuert uns an: “Läuft alles?” Wow – was für eine Frau! 15 Minuten später ist die Arbeit von zwei Tagen vergessen, das Interview gesendet und Frau Merkel irgendwo beim nächsten Termin.

Probe mit dem Team. Großes Licht ist in der Augustiner-Kloster-Bilbliothek nicht erlaubt, die Wege müssen frei bleiben und die schweren Tische darf niemand verrücken.

Noch fünf Minuten... die Bundeskanzlerin ist auf dem Weg. Anspannung beim Team.

Es muss schnell gehen. Angela Merkel hat nicht viel Zeit.

Die Ministerpräsidentin und GM.

Die Ministerpräsidentin und GM. video

Bald empfängt sie den Papst, bedeutenden Staatsmännern und Wirtschaftsbossen begegnet Sie täglich. Eigentlich müsste dieses Leben abhärten, die Seele gleichmütig machen. Doch auch Ministerpräsidenten können nervös werden. Wieso auch nicht – sonst wären sie keine Menschen. Christine Lieberknecht (CDU) und ihr Wirtschaftsminister Matthias Machnig (SPD) wirken fast verloren, mitten in der großen Glashalle, im nullten von 72 Stockwerken des GM Towers in Detroit. Um sie herum US-amerikanischer Autoproporz – hochglanzpoliert, aufgehübscht, modern: Dicke Autos, Jeeps, Luxuskarossen. Bei diesem Anblick vergisst man die schlechten Gedanken an die Schwierigkeiten bei GM seit der großen Finanzkrise. Vor drei Jahren wäre Opel fast zum GM-Opfer geworden, jetzt erfahren wir, dass GM einen Großteil seiner Staatsschulden zurück zahlt. Auch Christine Lieberknechts Telefon klingelt. Sicher gibt irgend ein Referatsleiter die gleichen Nachrichten weiter. Darum ist sie heute hier: Wird der Opel-Standort in Eisenach erhalten bleiben? Kann man in Eisenach ein Elektroauto bauen? Wie sind die neuen Ziele von GM? All diese Fragen kann ihr nur einer der mächtigsten Autokonzernchefs der Welt beantworten, General Motors-Big-Boss: Dan Akerson. Es wird ein Gespräch unter sechs Augen. Unsere Kamera muss unten bleiben – in der pompotionösen Autoausstellung. Nach einer Stunde kommt Christine Lieberknecht zurück – befreit, locker. Ihr Wirtschaftsminister lächelt. Zwischen ihnen steht der sonst so medienscheue Dan Akerson und gibt Interviews. Er verkündet persönlich Good News: In Eisenach wird ein neues Auto gebaut, der Standort entwickelt. Bei diesen Nachrichten darf auch eine Ministerpräsidentin mal aufgeregt sein.

Auftraggeber: MDR, Landesfunkhaus Thüringen

OTZ 22.08.2011

OTZ 22.08.2011 video

Die Lange Nacht des kurzen Films.

… “Extra wegen des Films über die 3 Essen” war Andrea Wilde nach einer Ausstellungseröffnung in der Bürgergalerie im Freiluftkino Steinweg zwischen Bürgercafé und “Mangelwirtschaft” geblieben und sie war begeistert. Schließlich seien die nun abgerissenen Essen ein weithin sichtbares Stück Heimat gewesen. Das Publikum, das kommen konnte, wann es wollte, war dankbar: Es blieb und applaudierte den Filmen auf der aus der Ferne schon fast zu kleinen Großbildleinwand und auch der Livemusik zwischen den Filmblöcken. …

kompletten Artikel hier auf www.otz.de lesen.

FAZ 16.03.2011

FAZ 16.03.2011 video

Der göttliche Funke
Der Dirigent Carlos Kleiber war eine Legende schon zu Lebzeiten. Eric Schulz hat Zeitzeugen befragt und eine Fülle von unbekanntem Archivmaterial gefunden.

Der Kamerablick ist auf Asphalt gerichtet, eine Landstraße gleitet unter uns hinweg. Dann sehen wir im Rückspiegel schneebedeckte Berge. Die Alpen? Noch ist das Ziel ungewiss. Einer spricht, mit österreichischem Dialekt, in einem halbdunklen Zimmer: “Er war ein Lausbub, ein ganz schlimmes Kind. I weiß net, warum er seinen Beruf derart geschwänzt hat.”
Die Straßen-Metapher am Anfang dieser Musikdokumentation über Carlos Kleiber wirkt zuerst rein atmosphärisch. Später im Film aber verdichtet sie sich zum Flucht-Motiv. Dieser Ausnahmedirigent ist immer wieder vor seinem eigenen Ruhm geflohen, er machte sich rar, sagte Aufführungen ab, ließ alles stehen und liegen und pflegte sich, in München oder Wien, überraschend ins Auto zu setzen, um nach Slowenien zu fahren, zu seinem Haus in einem kleinen Bergdorf, mit einer kleinen Kirche und einem kleinen katholischen Friedhof.

hier auf faz.de weiterlesen.


OTZ 28.07.2011

OTZ 28.07.2011 video

Ein Filmteam ist in Amazonien dem Zauber von Guarana auf der Spur

Saalfeld/Manaus. Axel Brümmer und Peter Glöckner arbeiten weiter an ihrem Projekt, einer dreiteiligen Reportage über das Land der Fußball-WM 2014, Brasilien, heißt die Antwort. Die beiden Abenteurer und Reisejournalisten aus Saalfeld werden dabei von Thomas Niemann, Geschäftsführer der Centauri Film- und Fernsehproduktion GmbH aus Gera, und Kameramann Andreas Hüttig begleitet.
Das Filmteam war im vergangenen Jahr bereits mit Axel und Peter im Südosten Brasiliens unterwegs, wo sie per Fahrrad die Städte besuchten, die einst von deutschen Auswanderern gegründet worden waren, wovon bis heute Ortsnamen, Vereine und Brauchtum künden. Von diesem wirtschaftlich gesegneten Landesteil weg ging es im nunmehrigen zweiten Abschnitt der Dokumentation in die an Naturschönheiten reiche Region des Amazonas, von der Metropole Manaus aus mit Paddelbooten weiter hinein in den Dschungel. Ein geplantes drittes Kapitel soll sich Ost- und Mittelbrasilien widmen. Dabei wird die Atlantikküste mit weißen Traumstränden und den Metropolen der Kulturen afrikanischer Einwanderer per Segelfloß erkundet. Zum Filmprojekt soll ein Buch entstehen.
Axel und Peter sind seit Jahren amazonaserfahren, aber für das Filmteam aus Gera war die schwüle Regenwaldhitze eine Herausforderung. Vor allem Andreas Hüttig, der die schwere Kamera schon auf dem dreistöckigen Holzdampfer auf dem Amazonas schulterte, hatte zu schwitzen. “Hängemattendampferschlaffahren ist schön”, sagt Thomas Niemann und meint: Wenn man es kann. Das sollte nicht die einzige Gewöhnung an indianisches Leben bleiben, denn die vier mussten weit hinein in den Urwald, in das Dorf Caqual, um dem “Zaubermittel” Guarana auf die Spur zu kommen.
Hier, wo hunderte Kilometer die 200-Seelen-Dorfgemeinschaft vom nächsten Ort trennen, hier beginnt der Tag mit Guarana, hier endet er mit Guarana, und zwischendurch werden die Bohnen für den Verkauf gehobelt oder gemahlen. Ob die Mannschaft, die natürliches Guarana konsumiert, beim Fußball siegte, oder die, die auf industriell gefertigte Drinks setzt, das wird Auswirkungen auf ein Getränk haben, das im Saalfelder Brauhaus entstehen soll. Centauri produziert jetzt einige kurze Sequenzen für Nachrichtensendungen, später folgt die gesamte Reportage.
Und während Niemann und Hüttig in Deutschland das mitgebrachte Material sichten, paddeln Brümmer und Glöckner schon auf den Orinoco.
“Wir sind auf der Spur des Muntermachers, der die Welt erobert hat.” Thomas Niemann, Filmemacher

Sabine Bujack-Biedermann / 28.07.11 / OTZ

Echo Klassik 2011
für Centauri-Doku
Echo Klassik 2011 video

CARLOS KLEIBER “SPUREN INS NICHTS”

Produzent: Centauri-Film GmbH
Auftraggeber: Servus TV, Red Bull Media House
DVD-Vertrieb: Art Haus
Ausstrahlungen:
Servus TV 04.08.2011 – 20:15 Uhr
ARTE 20.06.2011 21:50 Uhr

Servus-TV-Empfang:
Europaweit über Satellit, Astra19.2, in HD und SD.

Der Echo.
Amy McDonald hat einen, Take That und James Blunt auch: Den Echo Pop/Rock 2011. Es ist der bekannteste Musik-Preis in Deutschland. Im Oktober wird der Echo in der Kategorie Klassik verliehen. Und der gehört zu den renommiertesten Musikawards der Welt. Es macht uns beinahe sprachlos und in aller Bescheidenheit auch ein wenig Stolz, dass wir zusammen mit dem Regisseur Eric Schulz und dem Sender Servus TV aus Österreich einen Echo erhalten. Der Echo-Klassik in der Kategorie Musik-DVD-Produktion des Jahres geht an den Film: “Carlos Kleiber: Spuren ins Nichts”. So ähnlich wird es am 2. Oktober Thomas Gottschalkt bei der Echo-Klassik Gala live im ZDF ansagen.

Am 11. Juli 2004 setzte sich Carlos Kleiber in seinen Wagen und fuhr von München über die Alpen zu seinem Ferienhaus ins abgelegene slowenische Bergdorf Konjsica. Dort schrieb er einen letzten Brief, mit dem er sich einem Freund gegenüber von der Welt verabschiedete. Nur wenig später fand man den in letzter Zeit zunehmend von Krankheit und Leiden gezeichneten Dirigenten tot auf.

“Unmöglich! Über Carlos Kleiber kann man keine Doku produzieren.” – So oder ähnlich lauteten die Reaktionen vieler großer Fernsehanstalten. Tatsächlich sind in der Vergangenheit bereits mehrere Versuche in der Planungsphase gescheitert. Warum? Carlos Kleiber wollte eben keine Spuren hinterlassen und das hat er fast geschafft. Rund 90 Prozent des vorhandenen Filmmaterials mit Kleiber stehen nicht zur Verfügung. Er wollte das nicht und die Familie hat das respektiert. Freunde und Weggefährten des eigenwilligen Dirigenten sind zurückhaltend, manche verweigern konsequent jegliche Auskünfte. „Beharrlich schweigt der engste Kreis“, klagte selbst der recherchefreudige SPIEGEL noch unlängst.

Unmöglich? Nicht mit uns! Filmemacher Eric Schulz hat manche Widerstände überwunden, ist den Spuren Kleibers durch halb Europa gefolgt, hat seltenes Archivmaterial gefunden und selbst seine Interviewpartner begeistert.  Und dann gibt es noch den neuen ehrgeizigen Sender Servus TV aus Österreich. Der Redaktionsleiter für Kultur Frank Gerdes wollte dieses Projekt schon immer machen. Servus TV ist der erste Sender der Carlos Kleiber filmisch porträtiert. Eine mutige Entscheidung. Am Ende haben wir es gemeinsam geschafft. Pünktlich zum 80. Geburtstag von Carlos Kleiber war die 72 minütige Dokumentation fertig. Fast wie ein Geburtstagsgeschenk für den großen Maestro – wenn er noch leben würde!

In den Herzen seiner Freunde und Weggefährten ist er unsterblich. Das spürt man im Film, gibt ihm eine unverwechselbare Aura. Entstanden ist eine Collage aus Dokumenten und Erinnerungen, ohne Kommentarton. Es ist wie ein Dialog zwischen Carlos und seinen engsten Weggefährten: „Er hatte eine derartige Ausstrahlung, dass das Publikum nicht nur hören wollte, was er mit dem Orchester machte. Man wollte ihn sehen, seinen Gesichtsausdruck, seine Gestik, diese unglaublich ästhetischen Bewegungen.“ sagt Plácido Domingo.

Otto Schenk: „Wir waren uns sehr verwandt. Wir sind beide mit dem Sterben nicht zurande gekommen. Vor allem mit dem sterben der Anderen.“ Selbst Veronika Kleiber, die Schwester von Carlos, lässt sich auf diese, am Ende beinahe herzzerreißende Begegnung mit dem toten Bruder ein: „mein armer Bruder“, wie es heißt im Lohengrin, „mein armer Bruder“.

Wir lachen mit Carlos, wir freuen uns über ihn, wir lernen von ihm, wir leiden mit ihm und wir weinen am Ende. Es ist wie eine Vereinigung von Zeitgeschichte, Porträt, großem Theater und Weisheit.

Mit Plácido Domingo, Michael Gielen, Brigitte Fassbaender, Otto Schenk, Alexander Werner, Manfred Honeck, Otto Staindl, Klaus König, Karl Friedrich Mess, Anne Kirchbach, Martha Scherer u.a.

Kamera: Fariba Nilchian
Schnitt: Peter Klum
Tonmischung: Cornelius Rapp
Töne: Zora Butzke

•••EB·TEAMS•••SCHNITT•••ÜBERSPIELE•••
Mitten in Mitteldeutschland.
•••EB·TEAMS•••SCHNITT•••ÜBERSPIELE••• video

Thüringen/Gera: +49 365 77 30 856
Sachsen/Leipzig: +49 341 49 31 201

24h: +49 171 19 32 261

Fax: +49 365 77 30 878
N-1: +49 365 77 30 879

E-Mail: info@centaurifilm.de

ANSPRECHPARTNER:
Katja Werner; k.werner@centaurifilm.de

GESCHÄFTSFÜHRER:
Thomas Niemann

ADRESSE:
Centauri GmbH
Film- und Fernsehproduktion
Clara-Zetkin- Str. 3
07545 Gera

Tag 9 – Guaranafussball

Tag 9 – Guaranafussball video

Indianer auf dem Weg zum Guarana-Fussballspiel.

Rot: Team Kunstguarana, Weiss: Team Echtguarana...Wer wird gewinnen?

Rot: Team Kunstguarana, Weiss: Team Echtguarana...Wer wird gewinnen?

Auf dem einsamen, still dahinfließenden Amazonas kann es laut werden. Vor allem zur Fussballzeit. Der Lärm von vielen kleinen fünf-PS Honda-Einbaumbootaufsteckmotoren surrt auf uns zu. Wie ein Schwarm Hornissen nähert sich die Fussballmannschaft. Hinter Flussbiegungen, zwischen schwimmenden Inseln und unscheinbaren Wassergassen knattern ihre Motoren.Ruhig und gelassen blickt der Häuptling auf die behutsam vorrückende Bootsarmada. Eigentlich müsste er aufgeregt sein – in den Booten sitzen seine Spieler. In einem hockt der Stürmer, im anderen der Torwart und in überfüllten Schiffchen knattern seine Fans geduldig den Amazonas herunter. Ohne Banner, ohne Gegröle, ganz und gar ohne überbordende Siegeslaune. Indianer zeigen keine Emotionen. Ihre Tränensäcke sind bestimmt vor tausend Jahren ausgetrocknet. Stur und gelangweilt treffen sich alle Mannschaftsmitglieder am Sammelpunkt, dem alten, schiefen Stelzenhaus ihres Häuptlings. Es dauert Ewigkeiten bis das letzte Einbaumboot, mit dem letzten Fussballer, am Sammelpunkt ankommt. In geballter Formation schippern alle weiter. Es ist als ziehen sie still und konzentriert in den Fussballkrieg. Eine halbe Stunde Flussabwärts, im Indianerort Caqual, ist alles vorbereitet. Dort will die gegnerische Mannschaft ihr Siegesfestfeiern. Caqualianer fühlen sich wie

Vielen Dank an die Saalfelder-Brauerei. Sie haben u.a. das anschließende Siegerfest unterstützt. Dieses Indianerfest war das schönste, was die Menschen erlebt haben. Zumindest haben das unsere neuen Indianerfreunde später so gesagt. Es gibt hier selten so viel gutes Essen. Schön wenn man helfen kann.

bessere Ureinwohner, die zwar aussehen wie Indios, in Indianerhäusern wohnen, ganz gerne dem Inzest verfallen aber nie und nimmer Indianer genannt werden wollen. Auf alle Fälle wähnen sie den Sieg auf ihrer Seite. Wer wird also gewinnen? Es ist der Kampf des Guaranas. Manschaft Caqual trinkt eisgekühlte, industrielle Guarana-Limonade. Klar sie sind ja auch die Profis. Mannschaft Einbaumboot bringt ihr eigenes, echtes Guarana mit. Kurz vor dem Anpfiff verteilt es der Chef unter seinen Spielern. Auf der einen Seite mit Plastebechern für die „Besseren“. Auf der anderen Seite wird frisches Guarana geraspelt.
Anpfiff. Wären diese Männer in einer deutschen Fussballmannschaft hätten wir nur Weltmeister. Gelenkig wie Schimpansen, schnell wie Jaguare, brutal wie Krokodile kämpfen sie um den Sieg. Es ist ein herrlicher Tanz auf dem Rasen – gewaltig und ästhetisch zugleich.

Am Ende gewinnen die Milben. Kleine rote Milbenkäfer haben einen neuen Wirt gefunden: Das Fernsehteam aus Deutschland und natürlich Axel und Peter. Wir erfahren, dass Caqual bekannt für diese miesen Quälgeister ist und kratzen uns von nun an die Haut vom Leib.

Tag 8 – Die Guarana-Legende.

Tag 8 – Die Guarana-Legende. video

Die Guarana-Frucht. Wenn sie reif ist, sieht sie aus wie ein Auge. Sie soll von einem Indianerjüngling stammen, sagt die Legende.

Einst, vor tausenden Jahren wurde der schönste Inderianerjunge geboren den die Indianerwelt je hervor bachte. Er war wunderbar anzusehen: Er war klug, herzlich und befriedete alles was kriegerisch im Urwald keuchte und fleuchte. Auch Urwaldgeister können neidisch werden. Und so geschah es, dass der Indianer-Geist Jurupari eifersüchtig wurde. Jurupari verwandelte sich in eine hässliche, giftige Schlage und biss den guten Indianerschönling tot. Ein Jammer für alle Indianer. Seine Mutter vergrub die immer noch strahlenden Augen. (Nähere Details sind mir bekannt aber führen jetzt zu weit.) Und so geschah es: An dieser Stelle wuchs eine wundersame Pflanze. Sie sollte den Indianern Freude, Kraft und Klugheit bringen. Guarana war geboren. Und wenn das Guarana nicht gestorben ist, so lebt es noch heute. Tatsächlich. Ohne Guarana beginnt im Amazonasgebiet niemand den Tag. Den Stoff gibt es an jeder Straßenecke, geraspelt als weißes Pulver, oder schwarzbraune Bohnenkerne zum Lutschen und: Das meistverkaufte brasilianische Getränk heißt Antarktika Guarana. Jedes Jahr werden allein im Gebiet um Maués 800 Tonnen Guarana hergestellt. Hinter jedem indiansichen Stelzenhaus sitzen Kinder und Mütter und zutschen an irgend einem Guarana-Kern. Morgen beginnt der große Guarana-Kampf. Original Guarana-Pulver gegen Industirie-Antarkika-Guarana. Wer wird gewinnen? Wir sind dabei.

Amazonas
Die Augen der Erde. Doku.
Amazonas video

Die Geschichten neben unserem Drehalltag hier im Blog.

Es existieren viele Amazonas-Klischees: Gefährliche Anakondas treiben ihr Unwesen, unentdeckte Indianerstämme schlagen nichtsahnenden Touristen ihre Köpfe ab und Geschichten über mysteriöse, bunte Frösche kennt jeder – mit einem Tropfen ihres Giftes katapultiert man sich ins nächste Wahrnehmungs-Stadium. Ferneuropäische Amazonas-Phantasie.
Wir suchen etwas anderes, etwas Reales. Wir sind auf der Spur des Muntermachers der die Welt erobert hat. Ganz legal. Es ist ein aufputschender Kern, den schon vor tausend Jahren allwissende Indianer verehrten. Sein Saft birgt Kraft und Konzentration. Er ist sieben mal stärker als der bitterste und schwärzeste Kaffee. Dabei ist er gesund und bekömmlich. Seit 25 Jahren ist er auch der Verkaufsschlager in unseren Breitengraden. Er steckt in Modegetränken wie Red-Bull, Bibop und anderen Säften mit ähnlich süß schmeckenden Namen. Wir sind auf der Spur des GUARANA. Wo kommt Guarana her? Wieso kann man Guarana nur im Amazonas anpflanzen und was steckt hinter dem Mythos, ist Guarana wirklich so aufputschend wie wir glauben? Da ergeben sich einige Fragen. Ganz nebenbei begleiten wir Axel Brümmer und Peter Glöckner. Seit sieben Jahren paddeln die beiden berühmten Weltenbummler über den Amazonas. Sie lieben den wohl schwülsten Ort der Welt. Wir lernen den Amazonas kennen, erfahren mehr über Guarana-Traditionen und über zwei absolute Amazonas-Fanatiker.

30 Minuten, HD

Die Geschichten neben unserem Drehalltag hier im Blog.

Prinzenraub DVD
Live-Aufzeichnung
Prinzenraub DVD video

Es ist eine gewaltige Herausforderung: Die komplette Aufzeichnung des berühmten Altenburger Live-Spektakels „Prinzenraub“. Uns sitzt die Zeit im Nacken. Dreh, Schnitt und DVD-Pressung an gerade einmal sieben Tagen. Die ersten 1000 Stück sollen bereits eine Woche nach der Premiere verkauft werden. Denn den Altenburger Prinzenraub wird es so nie wieder geben. Es ist die letzte Spielzeit. Rechtzeitig muss die DVD im Vertrieb sein.
Es gab lange Beratungen mit dem Marketingverantwortlichen Stefan Müller und mit dem Regisseur Lutz Gotter. Sie haben immer wieder gefragt: „Schafft ihr das?“ Und wir haben gesagt: „Ja wir schaffen das!“
Drehen können wir allerdings, unter diesen angespannten Voraussetzungen, nur die Generalprobe. Sonst packen wir es nicht. Und: Es sollen besondere Bilder entstehen, ungewöhnliche Einstellungen. Wir wollen näher ran. Für diesen außergewöhnlichen Blickwinkel direkt aus den Szenen, drehen wir an einem Probetag. Am zweiten Tag wird es ernst: Vier Kameras laufen, unsere besten Kameramänner zeichnen die Gerneralprobe mit. Drei Tage dauert der Schnitt, oft bis in die Nacht hinein. Am 06. Juni um 5:35 Uhr fährt das endgültige DVD-Master aus dem Laufwerks-Schacht. Zur Feier gibt es Sekt und Schokolade. Das Master muss auf schnellstem Weg ins Kopierwerk. Ob unsere Produktion erfolgreich war, dass merken wir erst wenn in einer Woche alle DVDs im Laden liegen.
Sehen lohnt sich.

Auftraggeber: Stadt Altenburg und Theater&Philharmonie Thüringen
Länge: ca. 1:40 Stunde

Kameramann Andreas Hüttig bereitet die drei Hauptkameras für die Aufzeichnung vor.

.

Jetzt bewerben!
Unser Azubi ist der beste Mediengestalter Thüringens.
Jetzt bewerben! video

Heute ist Zeugnissausgabe und der letzte Tag für unseren Mediengestalter. Björn Walther konnte es kaum glauben: Er ist Thüringens bester Auszubildender in diesem Fach. Drei Jahre die sich für ihn gelohnt haben. Und weil Björn so gut war, erhält er von der IHK ein Stipendium im Wert von über 5500 Euro. Herzlichen Glückwunsch.

Möchtest Du auch einer der besten Mediengestalter des Landes werden? Dann bewirb dich! Sei kreativ – wir freuen uns über ungewöhnliche Bewerbungen. Nichts ist so langweilig wie Papiervordrucke oder Bewerbungs-Vorgaben von Schulen und von Lehrern. Die Medienwelt ist hart, bunt, verrückt. Nur die Besten und Kreativsten setzen sich durch. Also Traut Euch was! Wir sind gespannt auf Euch.

Mehr Infos zum Ausbildungsberuf Mediengestalter Bild und Ton findet Ihr hier.

Tag 7 – Grabgeflüster

Tag 7 – Grabgeflüster video

„Nicht wackeln sonst kentern wir! Einfach in der Mitte sitzen bleiben!“ Es sind klare Anweisungen und dennoch ist das so eine Sache mit dem Gleichgewicht im Einbaumboot. Wann paddelt man in Deutschland an Kujasträuchern und monstergroßen Paranussbäumen vorbei?! Alles Übungssache. Ich möchte mal wissen wie Axel bei seiner ersten Einbaumfahrt über den Amaonas gekippelt ist.

Zur Zeit ist Hochwasser. Zu den Plantagen kommen wir nur mit diesem tiefergelegten Indianerboot, geschnitzt aus einem einzigen Baumstamm. Lurdes(62) paddelt zielstrebig voran. Wir paddeln wackelig hinterher. Sie zeigt uns ihr Anwesen. 9900 Hektar Amazonas-Urwald-Land hat sie von Eberhard geerbt. Ich habe keine Vorstellung wie viel das ist, aber es kommt mir unglaublich viel vor.
Gleich über dem Guarana-Feld, auf der höchsten Stelle, hinter dem Mango-Baum sehen wir einen eingezäunten Erdhügel. Es ist Eberhards Grab. Lurdes Tränen rollen leise über ihre Wangen. Axel und Peters Blicke verharren ungläubig auf dem Grabhügel. Vor ein paar Monaten hatte Eberhard einen Schlaganfall von dem er sich nie wieder erholen konnte. Lurdes erzählt, sie seien genau 30 Jahre und 32 Tage zusammen gewesen. Ganz allein ohne eine Menschenseele um sie herum. Sie haben angebaut was beide im Urwald zum Leben brauchten: Guarana, Citrus, Ananas. Sogar einen Schweinestall hatten sie. Die Tiere sind nach Eberhards Tod verhungert. Ein weißes und ein Schwarzes Rind sind noch am Leben. Sie folgen uns als wären sie die Engel von Eberhard. Axel und Peter erinnern sich: Fast genau 20 Jahre ist es her. Eberhard hatte ihnen dieses Fleckchen Erde, wo heute ein Erdhügel aufgeschüttet ist, schon einmal gezeigt. Damals hat er geschimpft: „Axel du stehst auf meinem Kopf, geh da runter! Hier an dieser Stelle will ich begraben werden. Mit dem Kopf in Richtung Deutschland. Und wenn ihr mich hier besucht, schüttet mir eine Büchse Bier über den Kopf.“ Es wird der letzte Wille sein, den Axel und Peter ihrem Eberhard erfüllen.

Tag 6 – Eberhards Hütte

Tag 6 – Eberhards Hütte video

Axel stößt einen tiefen, dunklen Ton aus. OOOOOOOHHHAAAAAAA. Noch eine scharfe S-Kurve und wir sind da. OOOOOOHHHAAAAAAA. So brüllt er immer bevor er Eberhards Hütte erreicht, sonst schießt der alte Stranger mit seinem Gewehr wild durch die Äste. Unsere Schnellboot-Motorengeräusche sind meilenweit zu hören und verraten, dass irgendjemand Flussaufwärts fährt. Es könnten Verbrecher sein. Also Vorsicht. Schusslöcher im Boot sind gefährlich. Obwohl – für unseren Film wäre es sicher eine nette Geschichte. Aber wer weiß wie gut Eberhard noch sehen kann und wo er hinzielt. Also lieber brüllen. OOOOHHHAAAAAAA.
Langsam gleiten wir auf Eberhards Haus zu. Es steht auf Stelzen, direkt am River Miriti. Eberhard kommt nicht. Axel brüllt wieder seine Erkennungsmelodie. Jeder Brüllaffe würde sofort sein Revier aufgeben. Eine zierliche Frau rennt um das Haus. Wir ahnen alle, dass irgendetwas nicht stimmt. Auf uns wartet die nächste schlechte Nachricht.

Tag 5 – Amazonaskiosk

Tag 5 – Amazonaskiosk video

Wir verlassen den Amazonas-River, fahren auf den ersten Nebenkanal. Heute passiert nicht viel. Paddel-Paddel-Tag zwei. Ganz lustig sind am Flussrand diese kleinen schwimmenden Kioske auf Balsa-Holz. Wir kaufen ein. Im Amazonas-Kiosk gibt es alle lebensnotwendigen Dinge für Amazonas-Reisende. Kekse, Fische, Keilriemen, Benzin. Bewacht wird die schwimmende Kaufhalle von drei enorm hochgewachsenen Hunden und der Verkäuferfamilie. Läuft das Geschäft mies, schippern sie weiter und versuchen ihr Handelsglück in der nächsten Flussbiegung.
Bis auf die Kekse scheint alles frisch zu sein. Kekse sind wohl bei 98% Luftfeuchtigkeit niemals knackig-knusprig.

.

Tag 4 – Sonnenflecken

Tag 4 – Sonnenflecken video

Seit einem Tag fahren wir in Paddelgeschwindigkeit neben Axel und Peters Gummiboot her. Die Sonne brennt. Dabei hängt ein schickes, rotes Sonnendach über unserem Boot. Es ist vollkommen nutzlos! Im Amazonaswasser werden die Sonnenstrahlen reflektiert. Von unten verbrutzelt allmählich unsere blasse europäische Haut: Ein quasi spiegelverkehrter Sonnenbrand. Wie Axel und Peter das im Gummiboot aushalten ist mir ein Rätsel. Dafür gibt es nur eine gesundheitsschonende Lösung: Ab in den Fluss. Sie halten sich ausdauernd wie klebrige Algen am Boot fest und treiben im Wasser. Stundenlang. Nur so entkommen sie dieser ekelhaften tropischen Mittagsglut. Europäer mögen staunen: An ihnen knabbert weder ein Piranha noch irgend ein anderes Getier. Im Gegenteil: Mit Axel und Peter spielen rote Amazonas-Delphine. Süß! Noch ein Vorurteil mit dem ich aufräumen muss. Die Natur im Amazonas ist scheinbar nicht lebensbedrohlich. Obwohl, ich gebe es zu: Irgendwas gefährliches würde ich jetzt gern erleben. Mir wird’s langweilig.
Am Abend erreichen wir endlich ein kleines Ureinwohnerdorf: Caqal. Auf der Halbinsel leben 200 Halbindios mit ihren vielen Vätern, Müttern, Opas und Omas. Genaue verwandtschaftliche Beziehungen lassen sich in solchen Orten nie genau bestimmen. Die Caqalenser leben abgeschnitten von jeder größeren Stadt. Einmal in zehn Jahren kommen frische Gene zu Besuch. (Lieber Gott ich möchte nicht dazu gehören.) Bis dahin muss der Stamm irgendwie seine Population erhalten. Inzest ist fast normal. Und doch ist der klitzekleine Ort recht modern. Es gibt eine Urwaldschule, eine halb zerfallene Holzkirche und einen großen Fußballplatz. In der Dorfmitte steht eine riesige Satellitenschüssel für Internetempfang. Die hat der Staat Brasilien hier aufgebaut. Nur kann das Internet in Caqal niemand bedienen. Außer dem Dorflehrer hat keiner einen Schlüssel für den Schrank mit dem Computer und dem Flatscreen. Im Hintergrund tuckert der Stromgenerator. Er betreibt drei Glühbirnen, einen Fernseher und den geheimen Internetzugang. Jeden Tag lärmt dieses Agregat – von halb sieben bis um neun. Das sind die Stromzeiten, dann wird es ausgeschaltet – wenn der Diesel überhaupt so lange reicht.
Der Dorfvorsteher Socoro freut sich über unseren Besuch, sagt höflich Boa Noite, Guten Abend. Eigentlich ist er der Häuptlingssohn – aber das darf man hier nicht laut sagen. „Häuptling“ und „Indianer“ sind Puh-Worte. Ich versuche krampfhaft das Wort „Indianer“ aus meinem Wortschatz zu streichen. Es fällt mir schwer! Immer wenn ich INDIANER sagen will, muss ich „In…teressant“ oder „In…ternational“ drauss machen. Nur damit diese Ureinwohner das Wort „Indianer“ aus meinem deutschen Kauderwelsch nicht rausfiltern. Das funktioniert erstaunlich gut. Ich beschliesse sie Indioten zu nennen. Allerdings finde ich das Wort zu rassistisch und wird dieser herzlichen Gattung Mensch nicht gerecht. Alle Indianer-Worte sind tatsächlich in Amazonien verpönt und werden aus dem Indianer-Bewusstsein verbannt. Und wer sie sagt wird aus dem Ort geschmissen und darf nie zurück kehren. Als hätte es diese Kultur niemals gegeben, schlimmer noch als wäre sie mit einem bösen Bann belegt. Beispiele für die Ächtung von Indianerwortbenutzern gibt es genug.
Es beginnt das, wovor mich Axel gewarnt hat. Wir brauchen Zeit. Viel Zeit. Wir sitzen da, reden, schweigen, reden. Ich höre zu, verstehe nichts, nur portugiesischen Singsang. Eine ganz normale Indianerprozedur. Da müssen wir durch. Die Leute hier haben hier Zeit. Ohne diese Freundschaftsanbahnung klappt nix. Drei Stunden vergehen ohne das wir einen Handschlag machen. Erst als wir Geschenke auspacken, dürfen wir drehen und essen. In einem offenen Holzverschlag spannen wir unsere Hängematten auf. Kleine Kinder kommen ab und zu vorbei und starren uns an. Gute Nacht Caqal.

Tag 3 – Bad News

Tag 3 – Bad News video

Es ist die erste schlechte Nachricht. Axel Brümmer überbringt sie. Er hat monatelang recherchiert, verhandelt und beschwichtigt. Und jetzt das: „Thomas, der Stamm der Sataré Mawe will nicht mehr.“ Ich bin baff: „Wie er will nicht mehr? All deine ganze Vorarbeit ist umsonst?“ Axel: „Die Sataré Mawe lassen sich nicht mehr drehen. Vor einigen Tagen war das brasilianische Fernsehen da. Sie haben den Stamm verarscht und sie wie dumme kleine Indianer aussehen lassen.“ Der weitere Dialog wird aus Anständigkeit ausgeblendet, aus psychohygienischen Gründen verdrängt. Es sind diese Momente bei denen man ganz ruhig bleiben muss. Es gibt immer Auswege. Widmen wir uns lieber dem nächsten Akt im Drehbuch.
Es ist gerade fünf Uhr. Die Gockel im Örtchen Maués krächzen sich ihre Kehle aus dem Hals. Zwischen dem Morgennebel schiebt sich ein schmaler Sonnenbogen in den Horizont und daran vorbei wackelt dieses knallgelbe, auf den Kopf gestellte, Gummiboot. Axel und Peter tragen es durch die Innenstadt bis zur Anlegestelle. Nur wir betreten unseren Fernsehteam-Luxusliner: Ein rotes Schnellboot, 90 PS, Lenkrad, Sonnenschutz, vollbepackt mit Nahrung und Benzin. Vier Tage wollen wir damit über den Amazonas gleiten. Immer im Blick was Axel und Peter treiben. Hoffentlich reichen die Kameraakkus und Kassetten aus?
Unser Ziel liegt 200 Kilometer Flussaufwärts: Eberhard, ein alter deutscher Aussteiger lebt seit 30 Jahren mit seiner brasilianischen Frau weit ab von jeder Zivilisation. Er wohnt in der letzten Hütte an irgend einem unbekannten Seitenarm, eines Nebenflusses des Amazonas. 20 Jahre ist es her als Axel und Peter – Eberhard aufgespürten. Seit dem sind die drei Freunde. Der kauzige Eberhard besitzt Guarana-Plantagen. Das passt zu unserer Geschichte. Mit Guarana verdient er seinen Lebensunterhalt. Er weiß nicht das wir kommen. Es gibt kein Strom, kein Telefon, nur Eberhard und die Natur. Ach ja und die Buschtrommel – die funktioniert sagt Axel. Eberhard wird erfahren, dass wir auf dem Weg sind.

Der Film

Der Film video

Wieso sind wir eigentlich hier? Wir fliegen ja nicht einfach drauf los, ins gefährliche Südamerika, sitzen 26 Stunden im eiskalten Flieger, mit einer riesigen HD-Kamera im Gepäck, gucken was im Amazonas für Nettigkeiten passieren, welche Anakonda den längsten Zahn hat, welcher einsame Indio noch unbefleckt durch den Urwald rennt oder lecken an bunten Fröschen um uns ins nächste Wahrnehmungs-Stadium zu katapultieren. Das alles mag es hier geben. Zumindest in unserer Klischeebehafteten Amazonas-Vorstellung. Nein, es ist ein höheres Ziel. Wir suchen den Stoff der Stoffe. Wir sind auf der Spur des Muntermachers der die Welt erobert hat. Ganz legal. Es ist ein aufputschender Kern, den schon vor tausend Jahren allwissende Indianer verehrten. Sein Saft birgt Kraft und Konzentration. Er ist sieben mal stärker als der bitterste und schwärzeste Kaffee. Dabei ist er gesund und bekömmlich. Seit 25 Jahren ist er auch der Verkaufsschlager in unseren Breitengraden. Er steckt in Modegetränken wie Red-Bull, Bibop und anderen Säften mit ähnlich süß schmeckenden Namen. Wir sind auf der Spur des GUARANA. Wo kommt Guarana her? Wieso kann man Guarana nur im Amazonas anpflanzen und was steckt hinter dem Mythos, ist Guarana wirklich so aufputschend wie wir glauben? Da ergeben sich einige Fragen. Ganz nebenbei begleiten wir Axel Brümmer und Peter Glöckner. Seit sieben Jahren paddeln die beiden berühmten Weltenbummler über den Amazonas. Sie lieben den wohl schwülsten Ort der Welt. Wir lernen den Amazonas kennen, erfahren mehr über Guarana-Traditionen und über zwei absolute Amazonas-Fanatiker. Das ist zumindest unser Plan.

Tag 2 – Maués

Tag 2 – Maués video

Haengemattendampferhafen

Um fünf beginnt das Leben im Amazonas und auch auf unserem Hängemattenschiff. Frauen kämmen ihre Haare, Babies nuckeln genüsslich an der Milchzapfstelle und die alten Männer hängen immer noch breitbeinig in ihrer Matte. Nur grunzen sie nicht mehr ihr Schlaflied. Über Nacht bin ich einen Zentimeter gewachsen: Fünf Beulen formen kleine Huckeln ganz oben auf meinem zarten Kopfende. Nur mit dem Finger tastbar aber autsch. Für Mitteleuropäer ist dieses Hängemattendeck ungeeignet. Es ist fünf Zentimeter zu niedrig – zumindest für mich. Immer wenn man gerade nach unten zu irgend einer interessanten, fremdartigen Mattenszene schaut, knallt oben ein Querbalken gegen den Schädel. Nachdem das

Fuenf Uhr morgens. Kurz vor Maués.

zum fünften Mal passiert ist, versuche ich unnütze Spaziergänge an Deck zu vermieden. Eine sechste Beule und ich falle ins Koma. Während dieser neue Tag so unglaublich schlagkräftig beginnt, versucht Kameramann Andreas unsere erste Kassette voll zu drehen. Interview mit dem Kaptain und mit den Hängemattern. Bilder vom Anlegen, vom einpacken – mit meiner sechsten Beule.
.
.
.
.
.
.
.

1. Nacht – Lektion Hängemattenliegen.

1. Nacht – Lektion Hängemattenliegen. video


Axel Brümmer und Peter Glöckner sind welterfahrene Hängenmattenbenutzer. Sie spannen ihre großen Stoffbetten über wilden Füßen auf, pennen in Schweineställen über quiekenden Säuen oder mitten im Urwald zwischen Termitenhügeln.
Ohne genaue Einweisung und ohne Hängemattengeschichten schafft es niemand in eine ihrer Schlafstätten aus Stoff. Auch ich nicht. Ich höre gebannt zu.
Vor 20 Jahren radelten Axel und Peter in den Iguazu Nationalpark mit seinen gigantischen Wasserfällen. Ennorme Wassermengen schießen tiefe Schluchten herab. Ein unglaubliches Naturschauspiel. Normalerweise tummeln sich hier tausende Touris. Diesmal waren Axel und Peter die einzigen Iguazu-Besucher. Es regnete in strömen. Nirgends fanden sie ein ruhiges, trockenes Plätzchen. Axel entscheidet in letzter Not: „Wir schlafen auf dem Touri-Klo“. Selbst das Klo stand 20 Zentimeter unter Wasser. Die Hängematte jedenfalls hing weit drüber. Die Geschichte endete mit einem lauten Knall und Axel patschte ins Klowasser.
Heute findet er das nicht mehr schlimm. Schließlich kamen die Wassermengen von außen und nicht aus den Rohren. Ob er auf dem Männer- oder Frauenklo feucht geworden ist, weiß er nicht mehr.
Gut, dass ich gerade auf einem professionellen Hängemattendampfer bin und nur noch eins im Sinn habe: Schlafen. Peters letzter Tip: Hängeposition. „Entgegen landläufiger Meinung auf keinen Fall gerade sondern diagonal liegen. Dann hängst Du nicht durch sondern bequem im Stoff“. Ich probiere es aus. Tatsächlich. Es knackt im Rücken. Die vorletzte Wirbelblockade springt raus und hinterlässt wohltuendes Kribbeln. Das Boot tuckert vor sich hin. Leichter Fahrwind macht das tropische Klima angenehm. Rundherum schlafen längst Mütter mit ihren Kindern, Omas mit der Hand im Nacken, und Männer mit breit aufgeschlagenen Beinen. Aus der einen oder anderen Ecke vernehme ich tiefes, zufriedenes Grunzen. Hängemattendampferschlaffahren ist schön. Meine Augen klappen zu, meine Gedanken werden zu Brei und drehen sich…Das alles müssen wir morgen unbedingt im schönen Sonnaufgangslicht nochmal dokumentieren…

Amazonas 1.Tag – Alles hängt.

Amazonas 1.Tag – Alles hängt. video


Ob ich die erste Nacht auf dem Amazonas überlebe? Es soll ja wimmeln vor Piranhas, vor giftigen, bösen Seeschlangen oder kleinen, heimtückischen Spinnen.
Ich bin angekommen und stehe hilflos vor diesem Drei-Etagen-Holzkutter. Um mich herum tragen zierliche Männer massenweise Eierstiegen ins Schiff. Zwischen den Eiern rufe ich laut: „Axel!“ Gemeint ist Axel Brümmer – und nach unserem Kameramann „Andreas!“ Irgendetwas bewegt sich auf dem Schlafdeck. Vier müde Augen schauen nach unten, ganz perplex. „Keine Freude? Hallo Junx! Ich bins! Ich habs geschafft!“ Peter Glöckner wuchtet mein Gepäck nach oben. Ich wuchte mich aufs Zwischendeck. Zum ersten Mal sehe ich wo ich diese Nacht verbringen werde. Eingepfercht zwischen 80 fremden Amazonen und 50 Indianermännern. „Hier die Blau-Gelbe Hängematte ist deine“, sagt Axel. „Ups“ und „Aha“ sage ich. Über Blau-Gelb hängt Grün. Eine Indianerin grinst mich fröhlich aus ihrer horizontalen Lage an. In der Nacht werden genau neben ihrem Gesicht meine Füße liegen. Okay andersrum wäre es schlimmer. Aber wer und was liegt neben meinem Gesicht? Noch ist meine Nachbarhänge frei. Neben Grün gibt es noch viele andere, unzählige Hängemattenfarben auf-, unter- und über denen hängen wieder bunte Matten. Das ist also der berühmte Hängemattendampfer. Mit dem fahren wir von der Millionenmetropole Manaus Richtung Abenteuer: Nach Mauès. Von da aus werden Axel und Peter ihre Amazonas-Tour mit dem Paddelboot fortsetzen.

Amazonas 0.Tag – Eisbus

Amazonas 0.Tag – Eisbus video

Es ist bitter kalt. Ich zittere. Die Menschen um mich herum ziehen sich warme Mäntel drüber. Sofern sie welche dabei haben. Ich nehme meine FAZ vom Sonntag, verzichte aufs lesen und wickle dicke Zeitungsblätter um meine Oberschenkel. Hätte ich auf dem Kontinentalflug nur diese Decke geklaut! Keinesfalls will ich extrem unterkühlt in Manaus, mitten im Amazonas ankommen. Aber gut. In den nächsten 14 Tagen fallen die Temperaturen kaum unter 40 Grad, die Sonne wird stechen, die Mücken wohl auch und mein Gesicht wird aufquellen von der Tropenschwüle. Ich sollte wohl diesen Kühlschrank, in dem ich gerade sitze, lieber genießen. Die Flugbegleiter reagieren auf meine Bitte die Heizung im Airbus doch ein wenig höher zu drehen mit einem netten aber müden lächeln. Es ist ein Airbus, Leute, und kein Eisbus! Gleich schneit es und die Stewards holen ihre Schlitten aus dem Gepäckfach. Bing bong. Flugdurchsage. Endlich. Wir landen in wenigen Minuten. Noch nie hab ich mich so auf Dreharbeiten in heißer, schwuler Tropenluft gefreut.

Innofol
Imagefilm.
Innofol video
Innofol video

<---- Film ansehen, blauer Button.

Making Of-Clip:

CityBeats
by Bibop, Köstritzer Schwarzbierbrauerei
CityBeats video

Impftag.

Impftag. video

Früher, zu Schulzeiten, war Impfen Pflicht. Ich erinnere mich genau an diese Impftage. Entweder es gab süße Medizin oder einen Piecks in den Oberarm. Das ist lange her und gehört längst nicht mehr zum Gesundheitsprogramm. Panasonic und der MDR führen die Impfpflicht wieder ein. Sie nennt sich P2-Kamera-Impfen. Disponenten, Redakteure, Kameramänner und Assistenten müssen wissen wie das geht. Speziell vorgeschriebene Clip-Namen sollen in die Kamera transferiert werden – nicht mit der Spritze sondern per SD Karte, digital. Das klingt einfach, birgt aber einige Tücken. Wenn da irgendwas schief läuft, gibt es Probleme. Filmclips auf den MDR Servern werden nicht richtig zugeordnet, gehen verloren oder werden abgelehnt. Das will niemand! Seit heute wissen unsere freien und festen Mitarbeiter wie richtig geimpft wird. Nämlich schmerzfrei mit vielen Klicks und Tricks im HPX2100 Thumbnail-Menü.

Workshop P2 Impfen bei Centauri.

Workshop P2 Impfen und Proxy-Daten bei Centauri.

Langzeitdoku.
Stadtschloss Weimar
Langzeitdoku. video

Egal wie sehr man sich bemüht leise zu laufen, es knallt, hallt und knackt metallisch bei jedem Schritt. Jemand drückt einen Schalter. Gelbes Neonröhrenlicht durchzuckt den Raum. Es dauert eine Weile bis es hell ist und sich unsere Augen an dieses flimmernde, warme Licht gewöhnen.
Grau gestrichene Wände, eingezogene Stahlträger, löchrige Spanplatten. Mehr nehmen wir im ersten Moment nicht wahr. Es sieht aus wie in einem alten russischen Lagerraum.

Vor 45 Jahren soll das noch die Kapelle des Stadtschlosses Weimar gewesen sein. Kaum vorstellbar als wir vor einigen Monaten mit unseren Dreharbeiten beginnen. Doch was jetzt zum Vorschein gekommen ist, versetzt uns und die Restauratoren ins Staunen.

1963 beginnt der Umbau. In dem Kirchenschiff ist schließlich Platz für vier niedrige Lager-Etagen. Die sozialistischen Bauherren nageln den Marmorstuck, etliche goldene Engelsmalereien und den herrlichen Kalksteinfußboden einfach zu. In den halbrunden Altar wird eine Stahl-Wendeltreppe gepresst. Die reich verzierte Holzdecke verschwindet unter Sperrholzplatten. Der Fünf-Jahres-Plan geht auf. 1968 ist die hübsche Schloßkapelle zu einem Kunst-Käfig mutiert. Aus der niedlichen Kirche wurde ein DDR-Nutzbau. In den 60ern und 70ern war es das Büchermagazin für die Weimaer Zentralbibliothek und bis vor einem Jahr noch ein schlichtes Möbeldepot.

Den Schlossherren war lange bewusst welche Schätze sich hinter all den Stahlträgern und Spanplatten verbergen. 2010 beginnen die Restaurationsarbeiten der Klassik Stiftung Weimar. In akribischer Arbeit wird Stück für Stück, mikro-meterweise, alte Lackfarbe abgetragen. Die Aura der Schlosskapelle kehrt allmählich zurück.

Kurzinfos:
Drehende etwa 2015. Zwischendurch berichten wir immer wieder über den aktuellen Stand für das MDR Fernsehen. Im Stadtschloss installieren wir eine Zeitrafferkamera. Produktion in HD1080i.

Next Generation.

Next Generation. video

NGN Zentrale von Media Broadcast. Quelle: http://www.media-broadcast.com/satellit-netze/broadcast-ngn.html

Es geht um die Zukunft der Übertragungstechnologie. Im November wird in ganz Deutschland das sogenannte ATM-Netz abgeschaltet. Was tun? Nur noch Filetransfer? Wie übertragen wir unsere fertigen Filme und Beiträge ab Herbst zu den Sendern? Diese Fragen rumoren schon lange in mir. Es geht schließlich um die Zukunft der Firma. Schnell wird mir eins klar: Es gibt keine Alternative zu Überspielen in Live-Geschwindigkeit.

Ich höre den Dozenten von Media-Broadcast zu. Sie stellen ihr neues Netz vor. NGN wird es heißen. Next Generation Networt. Es ist fast wie im Raumschiff Enterprise. Nur, dass mein Raumschiff Centauri heißt. Mein Magen knurrt. Es ist viel zu früh. Das Licht ist flau. Die Vorträge sind antiquiert. Es nützt nichts. Ich bin jetzt hier und muss mich entscheiden. Meine Augenlieder werden schwer.

„Filetransfer klappt doch gut wenn man genügend Zeit hat“, schießt es durch meinen Kopf. „Auf dem Weg zum Sender muss der Beitrag viele Hürden passieren: kodieren, hochladen, Firewall, Virencheck, encodieren, einspielen. Eine halbe Stunde ist für einen 1:30er Beitrag schnell vergeigelt. Wir wissen wie wertvoll Zeit in unserem Geschäft ist. Wehe irgendwas geht beim Filetransfer schief! Was wenn aus Zeitgründen mal Live eingespielt werden muss?

Ich schrecke hoch. Ein Buchstabe und eine Zahl fliegen durch den Raum: H.264. NGN überträgt mit diesem neuen Standard. Wow. Noch mehr Zahlen. Die Minutenpreise werden günstiger, die Grundmiete soll es auch sein. (Ein wenig.) Es reichen sechs Mbit für SD-Studio Qualität. Und: NGN wird HDTV-Fähig sein.

Meine Entscheidung ist klar. Heute habe ich den Vertrag unterzeichnet. Das Raumschiff Centauri steuert mit Warpgeschwindigkeit Richtung Übertragungszukunft.

Reichweite

Reichweite video

Gera liegt im Länderdreieck Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt. Durch die optimale Lage an der A4 und A9 sind wir schnell in ganz Mitteldeutschland vor Ort.
Seit 2012 produzieren wir auch in unserem Studio in Leipzig für verschiedene Auftraggeber.

Thüringen: 0365 77 30 856
Jena: 20 Minuten
Weimar: 40 Minuten
Erfurt: 60 Minuten

Sachsen: 0341 49 31 201

Sachsen-Anhalt:
Halle: 20 Minuten
Magdeburg: 1,5 Stunden

Bayern:
Hof: 55 Minuten
Bayreuth: 1:20 Stunde

E-Mail: info@centaurifilm.de

ANSPRECHPARTNER:
Katja Werner
Thomas Niemann

TECHNIK-EB:
Andreas Hüttig

TECHNIK-SCHNITT/IT/ÜBERSPIELE:
Hans Radschiner

Web-Content:
Thomas Niemann

GESCHÄFTSFÜHRER:
Thomas Niemann

ADRESSE:
Centauri GmbH
Film- und Fernsehproduktion
Küchengartenallee 6
07548 Gera

Bei den Göttern.

Bei den Göttern. video

MDR Zentrale in Leipzig.

Es gibt einen alten, weissen Fernsehspruch: Früher wollten die Menschen in den Himmel, heute wollen sie ins Fernsehen. Und mir gelingt beides: Heute war ich im Himmel bei den Fernsehgöttern. Zumindest hab ich mich so gefühlt. Normalerweise werde ich selten nervös. Ich muss zugeben, heute um 13:45 Uhr hab ich innerlich geschwitzt. Äußerlich hab ich mir das natürlich nicht anmerken lassen. Als Vorstandsmitglied des Mitteldeutschen Film- und Fernsehproduzentenverbands MFFV darf man nämlich durchs TV-Himmelstor schreiten. Es liegt fast über den Wolken: In der 12. Etage der MDR Zentrale in Leipzig. Dieser Stock nennt sich Betriebsdirektion. Hier sitzen sie: Die Fernsehgötter. Die wichtigsten Menschen des Mitteldeutschen Rundfunks – so fühlt man es zumindest wenn man sie nicht kennt. Dabei sind sie total nett, total normale „Götter“. Fernsehdirektor Wolfgang Vietze hat Witze gerissen aber uns auch nicht geschont. Betriebsdirektorin Gabriele Arlt hört sich Probleme konzentriert an und hat gleich Lösungen parat. Arte Beauftragte Ingrit Hofman ist wirklich eine nette, verständnisvolle Frau. Sie hat für frischen Kaffee gesorgt. Nur hat sich niemand getraut ihre Plätzchen auf zu essen. Spaß beiseite. Natürlich war unser Treffen nicht des guten Kaffees wegen oder um die Direktoren kennenzulernen. Produzenten haben immer Probleme. Und die werden zur Zeit nicht weniger. Die Ursachen sind in der ganzen Branche bekannt. Es scheint aber nichts unlösbar zu sein auf der Götteretage. Details gehören nicht in den Block. Die gibt’s später ab Mitte April in unserem Produzenten-Newsletter. Wer sich für unsere Gespräche und Ergebnisse interessiert, muss außerdem Mitglied beim Produzentenverband sein.

Reichweite

Reichweite video
EB Teams
Telefon Gera: 0365 77 30 856
EB Teams video

EB 1 – XDCAM HD
PDW700
XDCAM HD 4:2:2 50 Mbit / IMX SD switchable
Fujinon 4,5 HD-Superweitwinkel

P2 HD
AJ-D 2100
AJ-D 3100
AJ-D 5000

64Gb P2 Karten
Fujinon 6,8 HD Weitwinkel

HDCAM
Sony HDW750P
Fujinon 4,5 HD-Superweitwinkel

EB-Standartquipment:
Ton: Wendt X4 Stereo Tonmischer, Funktonausrüstung Sennheiser
Licht: 3x Sachtler 300W oder 650W
Monitor: 9” LCD HD Monitor
Stativ: nach Wahl verschiedene Größen, Köpfe

Zusatztechnik:
Dedolight
Kompendium mit umfangreichen Filtersätzen
Normalobjektive
Rollspinne
Kamerakran
Steadycam
Schienendolly
Fingerkamera
Helmkamera/ Action-Cam
und vieles mehr…

Schnitt
Dienstleistungen
Schnitt video
  • Zuspieler: P2, XDCAM, HDCAM, Digital Betacam, DVCpro50/25, IMX, Betacam SX, Betacam SP, DVD, Bluray
  • Ausgabeformate: P2HD, XDCAM-HD, Digital Betacam, DVCpro50/25, Betacam SP, DVD, Blueray
  • Sprecherkabine
  • Überspiele
    BNS-Leitung, HDTV
    Überspiele video
    Überspiele video

    Per ATM-Leitung überspielen wir aktuelle Bilder oder fertig produzierte Beiträge in alle Sendeanstalten Deutschlands.

    Formate:
    Digital Betacam
    IMX
    BetacamSX
    BetacamSP
    DVCpro 50/25
    DVCam
    MiniDV

    Studio
    Liveschalten
    Studio video
    Studio video

    Von Gera nach Sydney. Live ins Australische Fernsehen. Da hilft keine Routine – hier zählt nur die Hoffnung. Die Sendestrecke geht einmal um die Welt: Gera – Frankfurt – London – New-York – Los Angeles und schon wird es unklar welche verschlungenen digitalen Wege unser Signal noch nimmt. Auf alle Fälle haben die Kollegen in Sydney unser Bild gesehen. Aufatmen. Alles klappt. Und weil es so gut war, ging das gleich eine ganze Woche so weiter. Live-Schalten für alle australischen Stationen.
    Trauriger Background: Eine Thüringer Autofahrerin kommt von der Straße ab, verliert die Gewalt über ihr Fahrzeug und rast in eine Gruppe australischer Radfahrer… Dabei gibt es viele schwer verletzte Sportler und eine tote Radfahrerin.

    Studiokamera Phillips LDK 150
    N-1 über Telefon oder ATM
    Vier-Draht-Kommunikation über ATM
    Chroma-Key.
    Einspielmöglichkeit von Beiträgen oder aktuellen Bildern.

    Hilfe für Quentino.
    Reportage MDR Fernsehen.
    Hilfe für Quentino. video

    Quentinos linke Hand greift nach dem Rad und schwingt es nach vorn. In Windeseile wechselt er die Seite. Rechts. Links. Rechts. Links. Quentino (4) schwingt hin und her und lacht und kreischt und kichert. Er rast den Stationsgang entlang. Rechts. Links. Immer schneller. Krankenschwestern hüpfen zu Seite. Rollstuhl-Racing, das macht Spaß. Der kleine Stationsliebling mit den schwarzen Kulleraugen darf das heute. Es ist sein letzter Tag im Waldkrankenhaus Eisenberg.

    Quentino leidet an einer heimtückischen Krankheit. Sein Bein ist krumm, seine Schenkelknochen wachsen nicht zusammen. Da wo er herkommt, hätte er nie die Chance ein normales Leben zu führen. In Angola wäre er für immer ein Außenseiter im Rollstuhl.
    Die Organisation „Internationales Friedensdorf“ hilft Kindern in der ganzen Welt. Ein Jahr bleibt er in Deutschland und wird im Eisenberger Waldklinikum kostenlos behandelt.
    Quentino geht es schnell besser. Sein Bein wird versteift – dieses dicke unangenehme Ding am Fuß heißt Orthese. Und trotzdem rennt er mit anderen Kindern um die Wette. Ein kleiner verrückter in blauen Strumpfhosen.

    Die deutsche Sprache beherrscht er nach wenigen Wochen. Quentino redet immer lauter und hält die ganze Station auf Trapp. Weihnachten feiert er bei seiner Lieblingspflegerin. Was für ein Leben im Krankenhaus – bei all den netten Ärzten und Schwestern. So könnte das lange weitergehen…

    Die Schalte aus dem Erdloch.
    Hartmut Kießling bei uns im Studio.
    Die Schalte aus dem Erdloch. video
    Die Schalte aus dem Erdloch. video

    Es ist schon der dritte große Erdkrater in Thüringen. Nicht immer verschwinden gleich halbe Dorfstraßen im Erdreich – wie vor einigen Wochen in Schmalkalden. Diesmal fällt in Könitz plötzlich die Erde ab – am Rand einer alten Deponie. Das Loch ist neun Meter breit und neun Meter tief. Wo kommt es her? Ist es gefährlich? Ist Thüringen ein Erdfallgebiet? Wer übernimmt die Kosten? Und was kann man gegen Erdfälle tun? Fragen die nur ein Experte beantworten kann. Der Leiter des Bergamtes – live zugeschaltet aus unserem Studio ins MDR Fernsehen.

    In unserem Regieraum werden Hintergrundbilder eingekeyt, das Rückbild aus Erfurt entgegengenommen, der Ton abgemischt und bei Bedarf Beiträge eingespielt.

    LiVE U.

    LiVE U. video

    Vorführung von LiVE U.

    Techniker Hans Radschiner prüft jedes erdenkliche LiVE U-Detail.

    Ein neues Gerät. Echtzeit Überspielungen in Broadcast-Qualität. Live-Schalten vom Riesenrad, aus einem fahrenden Auto oder aus einem Haifisch-Maul. Alles soll möglich sein mit dem kleinen Wundergerät. Es wird schon überall in der Welt eingesetzt: läuft u.a bei der BBC und vielen amerikanischen TV-Stationen. Ob die Technik auch für uns interessant ist? “Auf jeden Fall wird irgendwann der Tag kommen und ich hab drei kleine Antennen auf dem Schnittmobil-Dach.” meint Frank Kummer, Inhaber von der befreundeten Ü-Wagen Firma Stratos TV.

    Freshtorge.

    Freshtorge. video

    Freshtorge zwischen seinen Fans. Youtubestars. Sonntag 23:00 RTL. AZ-MEDIA TV.

    Interview mit AZ-MEDIA Redakteur Matthias Weidner.

    Nach Hamburg fahren – nur um jemanden von Youtube in echt zu erleben! Sagt mal geht’s noch? Genau das hab ich mir von Kollegen und Freunden immer wieder anhören müssen. Liebe Fernsehkollegen: Die Tage unserer heilen TV-Produktionswelt sind gezählt. Zumindest wenn ihr das erlebt hättet, was ich gesehen habe.
    Hunderte Jungs und Mädchen stehen brav im Regen. Sind klatsch nass. Manche murmeln irgendwas von Palamazi und Sandra Gagga. Noch eine Stunde bis ihr Idol kommt. Freshtorge. Zuhause dreht er kleine Clips. Er braucht keine Fernsehkamera, keine Manager, kein Studio und keine Witzeschreiber. Er braucht nur sich selbst. Freshtorge erinnert ein wenig an Otto. Was der wohl gemacht hätte wenn es damals schon Handykameras und Youtube gegeben hätte? FreshOttilli natürlich!

    Die Tür zur kleinen Hamburger Bar Cube geht auf. Die Massen passen kaum in den Raum. Gedrängel. Gejohle. Fangesang. Sie beten ihn herbei. Und dann kommt er. Läuft durch die Massen. Cool. Witzig. Locker. Als wäre er Hape Kerkeling oder Brad Pitt – nur etwas bodenständiger. Freshtorge ist quasi ein selbstgemachter Star – ein Youtubesternchen. Sein Papa hat Autogramme dabei, seine Mutter schießt Fotos – zum Andenken.
    Werde ich gerade Augenzeuge von den ersten Sterbezuckungen unserer konservativen Fernsehwelt? Wer mehr wissen will: Sonntag 23:00 Uhr auf RTL. Produziert von meinen Freunden von AZ-Media TV.

    Fußball

    Fußball video

    Bis zu den Hochburgen und Stadien ist es nicht weit. Unsere Teams drehen unter Anderem in Erfurt, Jena, Meuselwitz, Chemnitz, Aue oder Leipzig.
    In unserem Studio schneiden wir Zusammenfassungen und spielen Beiträge, live kommentiert, in die Sendungen ein.
    Schnitt ist für uns Sport: Extra für die Sportberichterstattung haben wir einen Mehrmaschinen-Schnittplatz im Hause.  Mit der guten BVE2000 schlagen wir jede andere Schnittart in punkto Geschwindigkeit. Und:  Wir kennen die Mannschaften und Spiel-Hintergründe. In kurzer Zeit sind z.B. bei Sport im Osten (mdr Fernsehen) bis zu 15 minütige Berichte ON-AIR.

    Analog vs. Komplex!

    Analog vs. Komplex! video
    Hans Radschiner und Andreas Hüttig bei der Programmierung.

    Hans Radschiner und Andreas Hüttig bei der Programmierung.

    Unsere Techniker diskutieren: Welcher Sendeweg ist der Richtige?

    Unser 20 Jahre altes, analoges Mischpult im Schaltraum hat ausgedient: Ein- und Ausgänge reichen nicht mehr aus. Ich sage nur: Pseudo-Stereo – Schluss damit! Es wird Zeit für richtiges Stereo!!! Außerdem kratzen ein paar Kanäle und sind überempfindlich. Technik-Meister Hans: “Lieber Chef, ein Digitalpult muss her!” Na endlich. Auf diesen Satz hab ich schon lange gewartet. Bis dahin ist alles einfach: Informieren. Bestellen. Bezahlen. Toll sieht das Neue ja aus. Möglichkeiten bietet es immens viele. Perfekt! – wenn man vorher einen mehrwöchigen Lehrgang zur Bedienung des Geräts belegt hat. Digital ist eben nicht nur TOLL. Digital ist KOMPLEX. Es dauert Stunden bis wir alle Soundwege programmiert haben. Regler fahren automatisch in Position, Kompressoren erkennen per Knopfdruck unsere Sprecher. Wir haben das Gerät geknackt. Man lernt eben nie aus. Hauptsache niemand verstellt jetzt unsere Programmierung.

    .

    . video
    Wahltag.

    Wahltag. video

    Wahlen habe ich schon als Kind gehasst. Jeder kennt dieses Gefühl aus dem Sportunterricht. Wenn Mannschaften gewählt werden und man irgendwie Angst hat als Letzter übrig zu bleiben. Dabei war ich immer vorn dran im Sportunterricht. Soweit zu meinem Ego.

    Heute hatte ich seit langem mal wieder dieses Gefühl auf der Bank in der Sporthalle zu sitzen. Nur, dass es diesmal um etwas Ernstes ging. Die Wahl in den Vorstand des Mitteldeutschen Film- und Fernsehproduzentenverbandes MFFV. Ich soll meinen Vorgänger Torsten Archut von Savidas ablösen.

    Nicht, dass ich nicht schon genug zu tun hätte. Nicht, dass ich gern in Kremien sitze. Nicht, dass ich gern stundenlang diskutiere. NEIN! Es muss getan werden. Der MFFV hat hehre Ziele. Wir suchen Gespräche mit Fernsehdirektoren, mit Chefredakteuren, wollen die Zusammenarbeit mit den Funkhäusern intensivieren und wir kümmern uns u.a. um Nachwuchsförderung. Nur gemeinsam sind wir stark. Wir vertreten die Interessen mitteldeutscher Fernsehschaffender. Was wir aushandeln, kann zum Vorteil aller Kollegen sein. Diese Arbeit ist für mich absolut neu. Aber ich bin nicht allein. Es sind scharfsinnige, erfahrene Leute im Vorstand. Im Hintergrund große mitteldeutsche Filmproduktionsfirmen.

    „Kommen wir zur Wahl des Thüringer Vorstands. Thomas Niemann. Ich bitte ums Handzeichen. Eins, zwei, drei….dreizehn Arme. Einstimmig gewählt. Gegenstimmen? Keine. Enthaltungen? Keine.“

    Im Sportunterricht war die Wahl in die richtige Mannschaft irgendwie aufregender.

    Die Fernsehrevolution.

    Die Fernsehrevolution. video
    MDR Workshop: Bandloser Workflow.

    MDR Workshop: Bandloser Workflow.

    MDR Chefkameramann Ulrich Kirsten (verantwortlich für elektronische Berichterstattung) erklärt neue Video-Transfermethoden.

    MDR Chefkameramann Ulrich Kirsten (verantwortlich für elektronische Berichterstattung) erklärt neue Video-Transfermethoden.

    Im Fernsehgeschäft erlebt man viele, ich meine wirklich viele Revolutionen.

    Die erste große Revolution war die Erfindung der magnetischen Aufzeichnung.

    Danach gab es viele Evolutionsschritte. Aus dicken langen Bändern wurden immer kleinere Kassetten. Digitale Systeme lösten analoge ab. PAL ist out, jetzt kommt HDTV! Das waren alles nur Pillepallerevolutionen!

    Die Neueste krämpelt unsere gewohnten Produktionsprozesse um. Sie heißt: Bandloser Workflow. Es wird keine Kassetten mehr geben, keine Bandmaschinen, keine Tape-Berge auf Schreibtischen, keinen Bandsaltat, keinen Kopftrommelverschleiß. Klingt eigentlich toll.

    Chip, Datentransfer, Proxy, WebFTP, P2mat … Die Zukunft erstickt irgendwann im Datenwust denke ich und schieße Fotos mit meinem bandlosen Telefon im 13. Stock der MDR Zentrale. Hier sitzen bestimmt über 300 Fernsehproduzenten. Sie lauschen gespannt den revolutionären Vorgängen. >>Ich bin bei einer Revolution dabei<< blitzt es durch meine Synapsen. >>Synapsen?! Gedankenblitze! Nervenleitungen. Auch nur Datentransfers.<< Und ich denke: >>wenn hier jetzt was passiert dann hat Mitteldeutschland keinen einzigen Fernsehproduzenten mehr.<< Diese Gedankendaten schiebe ich schnell aus meinem Kopf. Vorn am Rednerpult geht es um Codecs und um bandlose Ziele. Um Übertragungsverfahren, Firewalls und Sonderfälle… Ich sehe Fragezeichen in den Blicken meiner Kollegen und bin mir sicher: nicht jeder versteht hier alles.

    Das bandlose Funkhaus. Durch tausende Kabel werden hier nur noch Datenpackete flutschen – mit Bildern, Tönen, Geschichten. Es ist eine Revolution. Nur hoffentlich nicht die Revolution der Technik über den Menschen, der kalten Daten über herzelnde Geschichten, der schnellen Netze über tiefgründige Berichte.

    Tränen lügen nicht.

    Tränen lügen nicht. video


    Making of vom Musik-Clip “Tränen Lügen Nicht.” Sänger Gerrit Schulze mit seiner Band bei uns im Studio.

    Besuch aus der Welt.

    Besuch aus der Welt. video

    Axel Brümmer mit seiner brasilianischen Ehefrau.

    Früh, viel zu früh – um 6:30 Uhr brummt mein Handy. Es ist zum Glück nur eine SMS. Wach bin ich trotzdem. Das Display blendet: „Hab heute 12-14 Uhr Zeit in Gera vorbei zu sehen! Du Auch? Ali.“ Jetzt kann ich nicht mehr schlafen. Wunderbar! >>Ich hab keine Zeit! Verdammt! Mein Schreibtisch ist voller Papierkram, ich muss einen Partyfilm schneiden, „Dix“ vorbereiten und sicher klingelt das Telefon den ganzen Tag.<< Sowas denkt man wenn man sich im Bett hin und her wälzt. Egal. Es kommt Besuch aus Südamerika! Axel Brümmer. Der bekannte Weltenbummler und Abenteurer. Da schläft man gerne – nicht aus! Wenn Axel kommt, hat er sicher wieder viele, viele Film-Ideen. Welche Vorahnung! Er erzählt wie er im April mit Kindern nach Bolivien fährt. Zum Weltsichten- Kinderhilfsprojekt. Wie Ärzte aus Saalfeld kostenlos in Bolivien Kinder operieren und und und… so sprudeln alle Geschichten aus ihm heraus. Sein heißestes Projekt plant er in Brasilien. Zusammen mit Peter Glöckner sucht er nach der Geschichte des Guarana. Dem Aufputschmittel aus den tiefen des südamerikanischen Urwalds. Es steckt hier in vielen Partygetränken und soll hellwach machen. Im Amazonas kennt er Indianer die ihm ein spezielles Guarana-Getränk brauen wollen….Mehr verrate ich jetzt lieber nicht. Nur soviel: wir sind dabei und drehen. Das wird ne tolle Story. Sogar superscharf in HD.

    Das Wasser kommt.

    Das Wasser kommt. video

    Wir verschieben alle geplanten Drehs. Unsere Produktionen kommen durcheinander. Hochwasseralarm in Ostthüringen, Süd-Sachsen-Anhalt und Westsachsen. Wir sind überall unterwegs, drehen, suchen Geschichten und überspielen aktuelle Bilder an alle Sender. Kameramann Andreas ist sogar mit einer Unterwasserkamera unterwegs. Künstler drehen eben immer mit einem etwas anderem Blick.

    Direkt vor unserer Haustür verschärft sich die Situation. Erste Autos bleiben im Wasser stecken, Gärten sind überflutet, Keller laufen voll. Die Weiße Elster sieht recht bedrohlich aus. Centauri liegt auch fast am Flussufer. Wenn das Wasser noch einen Meter steigt, wird es auch in unserem Archiv feucht. Wir beobachten die Lage.

    Alle Bilder und Geschichten heute im Fernsehen. Wir rotieren für das Thüringen Journal, mdr aktuell, Hier ab Vier, Dabei ab Zwei, Sachsen-Anhalt heute und vielleicht schaffen wir es mit ein oder zwei Bildern auch in ARD Nachrichtensendungen.

    Schalte aus dem Schlagloch.
    Schalte aus dem Schlagloch. video

    Centauri-Techniker Hans Radschiner kontrolliert den Hintergrund-Key.

    Achim Schröter kurz vor dem Gespräch. Noch entspannt.

    Tauwetter. Schneeschmelze. Eben war es noch glatt auf den Straßen und jetzt nerven riesige Schlaglochkrater. Für die Kommunen ein kaum noch finanzierbares Problem. Die Löcher werden meist schnell und provisorisch geflickt. Thüringer Bürgermeister fordern Hilfen vom Freistaat. Doch unser Verkehrsministerium fühlt sich nicht verantwortlich für Stadt-Straßen. Ein heißes Thema. Jenas Oberbürgermeister Albrecht Schröter ist bei uns im Studio und erklärt live im mdr Fernsehen wie die aktuelle Situation ist.

    Schalte aus dem Schlagloch.
    Schalte aus dem Schlagloch. video

    Tauwetter. Schneeschmelze. Eben war es noch glatt auf den Straßen und jetzt nerven riesige Schlaglochkrater. Für die Kommunen ein kaum noch finanzierbares Problem. Die Löcher werden meist schnell und provisorisch geflickt. Thüringer Bürgermeister fordern Hilfen vom Freistaat. Doch unser Verkehrsministerium fühlt sich nicht verantwortlich für Stadt-Straßen. Ein heißes Thema. Jenas Oberbürgermeister Albrecht Schröter ist bei uns im Studio und erklärt live im mdr Fernsehen wie die aktuelle Situation ist.

    Erdrutsch statt Hochwasser.

    Erdrutsch statt Hochwasser. video

    In ganz Mitteldeutschland sind unsere TV-Kollegen unterwegs um noch das letzte Tröpfchen Hochwasser zu finden. Hochwasser bringt dem Fernsehbusiness Hochkonjunktur. Leider nicht in Ostthüringen. Hier ist es verdammt ruhig. Und dann passiert es: ein Hang rutscht ab. Auf der Bundestraße B2 Richtung Leipzig liegt ein riesiger Erdhaufen. Eine Woche werden die Aufräumarbeiten dauern erzählt uns der Baggerfahrer. Und die Gefahr an dieser Stelle scheint nicht gebannt. Immer wieder könnte bei großen Wassermengen Erde abrutschen. Centauri bleibt auf alle Fälle an dem Thema dran. Mehr dazu im mdr Thüringen Journal und bei mdr aktuell.

    Erdrutsch statt Hochwasser.

    Erdrutsch statt Hochwasser. video

    In ganz Mitteldeutschland sind unsere TV-Kollegen unterwegs um noch das letzte Tröpfchen Hochwasser zu finden. Hochwasser bringt dem Fernsehbusiness Hochkonjunktur. Leider nicht in Ostthüringen. Hier ist es verdammt ruhig. Ja die Weiße Elster ist angeschwollen! Ja das Tierheim wurde vorsorglich evakuiert! Aber dramatisch ist es… hier ist jetzt das Wort glücklicherweise angebracht…bei uns nicht. Gut für die Menschen.
    Und dann passiert es: ein Hang rutscht ab. Auf der Bundestraße B2 Richtung Leipzig liegt ein riesiger Erdhaufen. Eine Woche werden die Aufräumarbeiten dauern erzählt uns der Baggerfahrer. Und die Gefahr an dieser Stelle scheint nicht gebannt. Immer wieder könnten bei diesen Wassermengen Erdhügel abrutschen. Centauri bleibt auf alle Fälle an dem Thema dran. Mehr dazu im mdr Thüringen Journal und bei mdr aktuell.

    2011. Die erste Woche.

    2011. Die erste Woche. video

    Jetzt ist sie vorüber die erste Arbeitswoche im neuen Jahr. Zeit für ein Resümee. Eigentlich sind wir es alle gewöhnt den Januar ganz ruhig und gelassen anzufangen. Die Januare und Februare ähneln sich nämlich Jahr für Jahr. Sie bestechen durch Langeweile im aktuellen Geschäft. Meistens liegt ja auch nicht so viel Schnee auf den Straßen. Doch diese erste Woche ist etwas anders als es die erste Woche 2010, 2009, 2008… Zum Glück! Denn der Januar ist in unserem Geschäft bekannt als der Monat der Existenzängste.

    Dieses Jahr beginnt aufregender. Wir drehen jeden Tag für den mdr. Liefern aktuelle Berichte an das Thüringen Journal.

    Red Bull und Servus TV brauchen schnell viele neue Versionen vom Film „Spuren ins Nichts – Der Dirigent Carlos Kleiber.“ Schließlich ist unsere Doku sogar bei den Emmy-Awards gelaufen. Und Servus TV plant noch weitere weltweite Projekte mit ihrem Erfolgsprodukt.

    Ein erster Image-Film ist in Arbeit und noch eine große Image-Film Anfrage kommt rein.

    Nebenbei schlittern Autos von den Straßen, die ganze Welt ruft nach Bildmaterial. Die Fernsehagentur TNN überspielt fleißig über unsere TV-Leitungen.

    Ab uns zu bekommen wir Besuch von fremden Leuten. Sie entdecken das „Abriss“-Plakat vor unserer Tür und kaufen ihren Erinnerungsfilm über die drei Schornsteine von Gera. Also wer noch keine DVD hat – ein Besuch bei uns lohnt sich.

    Die erste Arbeitswoche war also alles andere als ruhig. Sie ist so schnell vorbei wie Weihnachten, der Jahreswechsel und der Nikolaus auch schon längst Geschichte sind. Also dann auf ein erfolgreiches Jahr 2011. Ehe wir es merken kommt schon wieder das Jahr 2012. Hoffentlich ohne Weltuntergang.

    DVD. DER ABRISS.
    Doku MDR-Fernsehen, die Langversion als DVD im Shop
    DVD. DER ABRISS. video
    DVD. DER ABRISS. video

    Es waren die höchsten Schornsteine in Ostdeutschland, 225 Meter hoch. 30 Jahre standen die Riesen mitten in Gera, prägten das Bild einer Stadt, ragten weit über die Landschaft. Sie waren sicher nicht schön aber sie wurden im Laufe der Zeit zum Wahrzeichen. Ein Wahrzeichen, dass um jeden Preis erhalten bleiben sollte? Der Beton ist bröckelig, im Innern befinden sich giftige Bausubstanzen. Die drei Essen werden zur Gefahr so nahe an der Autobahn, mitten in einem Gewerbegebiet. Fast zwei Jahre lang begleiten wir den komplizierten Abriss. Immer wieder gibt es neue Überraschungen. Für die Ingenieure und Arbeiter ist der Abriss eine Herausforderung. Für die Geraer ist es eher ein trauriges Ereignis. Für uns, die Filmemacher, sind die Dreharbeiten oft schwierig. Unser Kameramann hockt auf einem schmalen Plateau. 220 Meter über dem Boden. Unter ihm geht es steil abwärts. Die Männer vom Abrissteam hängen fast freischwebend unter ihm. Unsere Technik ist groß und unhandlich. Eskapaden sind lebensgefährlich. Also was tun? Wir brauchen Bilder! Wir montieren Mini-Kameras auf Bauarbeiter-Helme. Die Aufnahmen bieten verrückte Perspektiven. Bilder mit Kribbeleffekt. Und noch eine Spezialkamera gibt es: eine hochauflösende Zeitrafferkamera. Sieben mal am Tag schießt sie ein Bild.Die Jahreszeiten wechseln, und die Schornsteine verschwinden im Film wie von Geisterhand.

    Die DVD können sie hier in unserem Online-Shop bestellen.

    Facts
    Länge: ca. 45 Minuten.
    Preis: DVD 9,99 Euro / BLURAY 19,99 Euro

    Auf der DVD finden Sie viele Extras, unter anderem:
    - einen Film über das Geraer Kunsthaus:
    “Von der Bank zum Kunsthaus.”
    - viele Zeitraffereffekte
    - atemberaubende Perspektiven aus der Sicht der Arbeiter
    - so werden sie die Stadt nie wieder sehen: Gera und die Region aus der Schornsteinperspektive

    Wir wünschen Ihnen viel Spaß.

    NG 3.12.2010

    NG 3.12.2010 video

    Die drei Essen sind dem Erdboden gleich

    Vom Wahrzeichen zum Störfaktor – Eine Langzeitdoku zeigt die Abrissarbeiten

    Sie wurden nur 30 Jahre alt. Ein kurzes Leben, bezogen auf das menschliche, aber lange genug, um vom einstigen Wahrzeichen zum Störfaktor degradiert zu werden. 30 Jahre lang wurden sie bejubelt und belächelt, in zahlreichen Wettbewerben thematisiert, in unzähligen Foren diskutiert. Ihre Bedeutung wurde signalisiert in Widerstandsbewegungen und Demonstrationen, internationalisiert durch ein Mode-Label und nicht zuletzt dokumentiert in einer einzigartigen Langzeitdokumentation…

    weiterlesen hier auf neuesgera.de


    sadjsapjsad
    asdsaasd
    sadjsapjsad video

    asdasdk SFJCXLJCPDSXYMCP EASDAÜDKaüksdfc sdfcmpoföxcmüaödgmcväjm üwsdfküfk fdüsx ocüsdofjxcüa cüdsfx cüdsfjc xcojüakc sc üakcüqasfc cx pkcüadküqwri9uöv

    Doku. Brasilien 2014.
    Vom Indianerstamm zur Fußballnation.
    Doku. Brasilien 2014. video
    Doku. Brasilien 2014. video

    .

    . video
    Schalte aus der Luft.
    Ryanair - AUS für Ostthüringen.
    Schalte aus der Luft. video

    Jetzt steht es fest: Ryanair gibt seinen Standort in Ossthüringen auf. Ab März 2011 wird keine Ryanair-Maschine mehr den Flugplatz Altenburg-Nobitz ansteuern. Eine Niederlage für die ganze Region. Die Gründe sind vielfältig, reichen von zu hohen Landeszuschüssen, der neuen Ticketsteuer bis zum erwarteten Buchungsrückgang. Was steckt wirklich dahinter? Altenburgs Oberbürgermeister Michael Wolf bezieht eine klare Position – Live aus dem Centauri-Studio im MDR Fernsehen.

    DVD. DER ABRISS.
    DVD. DER ABRISS. video

    Die DVD können sie hier in unserem Online-Shop bestellen.

    Facts
    Länge: ca. 45 Minuten.
    Preis: DVD 9,99 Euro / BLURAY 19,99 Euro

    Auf der DVD/BLURAY finden Sie viele Extras, unter anderem:
    - einen Film über das Geraer Kunsthaus:
    “Von der Bank zum Kunsthaus.”
    - viele Zeitraffereffekte
    - atemberaubende Perspektiven aus der Sicht der Arbeiter
    - so werden sie die Stadt nie wieder sehen: Gera und die Region aus der Schornsteinperspektive

    Wir wünschen Ihnen viel Spaß.

    Es waren die höchsten Schornsteine in Ostdeutschland, 225 Meter hoch. 30 Jahre standen die Riesen mitten in Gera, prägten das Bild einer Stadt, ragten weit über die Landschaft. Sie waren sicher nicht schön aber sie wurden im Laufe der Zeit zum Wahrzeichen. Ein Wahrzeichen, dass um jeden Preis erhalten bleiben sollte? Der Beton ist bröckelig, im Innern befinden sich giftige Bausubstanzen. Die drei Essen werden zur Gefahr so nahe an der Autobahn, mitten in einem Gewerbegebiet. Fast zwei Jahre lang begleiten wir den komplizierten Abriss. Immer wieder gibt es neue Überraschungen. Für die Ingenieure und Arbeiter ist der Abriss eine Herausforderung. Für die Geraer ist es eher ein trauriges Ereignis. Für uns, die Filmemacher, sind die Dreharbeiten oft schwierig. Unser Kameramann hockt auf einem schmalen Plateau. 220 Meter über dem Boden. Unter ihm geht es steil abwärts. Die Männer vom Abrissteam hängen fast freischwebend unter ihm. Unsere Technik ist groß und unhandlich. Eskapaden sind lebensgefährlich. Also was tun? Wir brauchen Bilder! Wir montieren Mini-Kameras auf Bauarbeiter-Helme. Die Aufnahmen bieten verrückte Perspektiven. Bilder mit Kribbeleffekt. Und noch eine Spezialkamera gibt es: eine hochauflösende Zeitrafferkamera. Sieben mal am Tag schießt sie ein Bild.Die Jahreszeiten wechseln, und die Schornsteine verschwinden im Film wie von Geisterhand.

    Von der Bank zum Kunsthaus.
    Von der Bank zum Kunsthaus. video

    <-- Clip ansehen, blauer Button.

    Wie macht man eine Bank zum Kunsthaus, wenigstens für einen Film? Ein imposantes Gebäude gibt es schon mal. Sehr gut! Und es gibt eine Menge Zimmer. Eine Chefetage. Einen Tresor-Raum. Lange Gänge. Große, dicke Türen. So was dreht sich ganz leicht, meint man. Doch das Haus ist eben ein Bankgebäude: steril, riesig und vor allem leer. Die einzige Kunst hat Architekt David Chipperfield an die Wände malen lassen: Ein paar Stuhl-Bilder. Ganz chic. Doch das alles reicht bei Weitem nicht für einen Imagefilm aus. Es muss eine Vision her. Unsere Vision! Leider kann man den teuren „Christophorus“ aus dem Otto-Dix Museum nicht einfach abhängen und mal schnell für ein paar Aufnahmen in eine Bank tragen. Außerdem reicht ein einziges Kunstwerk nie und nimmer aus. Also haben wir den Begriff Vision wörtlich genommen. Eine Woche lang waren wir in den Museen der Stadt unterwegs. Unüblicher weise nicht mit einer Filmkamera sondern mit einem Fotoapparat. Wir haben Gemälde, Skizzen und Skulpturen hochauflösend abgeknippst. So entstand eine virtuelle Bankhaus-Foto-Kollektion. Nächtelang haben wir mit Projektionen experimentiert, Fotos an Wände gebeamt, Plexiglasscheiben verteilt, Skulpturen so projiziert, dass sie dreidimensional wirken, Gemälde virtuell im ganzen Bankhaus verteilt. Unsere Vision vom Bankhaus wurde plötzlich Realität. Wir selbst haben kapiert, dass aus dieser Bank wirklich ein Kunsthaus werden kann. Die erste Ausstellung des Hauses war quasi fertig und wir waren die Kuratoren. Beinahe stolz macht das. Leider gab es keine Gäste. Nur uns und unsere Film-Kamera. Die einzigen und ersten Besucher des Kunsthauses sind also Sie, die Zuschauer.

    Salzburger Festspiele
    Meine Festspielzeit.
    Salzburger Festspiele video

    Film im Netz:
    http://www.servustv.com/cs/Satellite/Article/Meine-Festspielzeit-011259289463876

    Moderatorin Monica Ladurner.

    Moderatorin Monica Ladurner.

    Interview-Set Elisabeth Kulmann. “Orfeo et Euridice”

    Interview-Set Elisabeth Kulmann. “Orfeo et Euridice”

    Unser Tonmann steckt Elisabeth Kulmann ein kleines Micro an.

    Unser Tonmann steckt Elisabeth Kulmann ein kleines Micro an.

    Interview mit der Sängerin Elisabeth Kulmann. “Orfeo et Euridice”

    Interview mit der Sängerin Elisabeth Kulmann. “Orfeo et Euridice”

    Am Interview-Set mit chauspielerin Elsie de Brauw.“Angst”

    Am Interview-Set mit Schauspielerin Elsie de Brauw.“Angst”

    Interview mit der Schauspielerin Elsie de Brauw. “Angst”

    Interview mit der Schauspielerin Elsie de Brauw. “Angst”

    Tausende Einzelteile. Kabel. Monitore. Speicher... Unser Schnittplatz wird im Hotelzimmer aufgebaut.

    Tausende Einzelteile. Kabel. Monitore. Speicher... Unser Schnittplatz wird im Hotelzimmer aufgebaut.

    Langsam schwindet das Chaos. Gleich steht der Schnitt.

    Langsam schwindet das Chaos. Gleich steht der Schnitt.

    Im Hotelzimmer schneiden. So macht produzieren spaß.

    Nach zwei Stunden Aufbauzeit steht unser AVID im Hotelzimmer. Schnittbeginn.

    Hoffnung für verschleppte Schätze.
    Russland
    Hoffnung für verschleppte Schätze. video

    45 Minuten, MDR, 3Sat, ARTE

    Beutekunst 60 Jahre nach dem 2. Weltkrieg. Drei Jahre lang begleiten wir Beutekunstprojekte in Moskau und St. Petersburg. Wir entdecken geheime Archive, begleiten Verhandlungen. Und wir sind bei einer kulturhistorischen Premiere dabei: Zum allerersten Mal wird Heinrich Schliemans „Silberschatz des Priamos“ präsentiert.

    Aber wie umgehen mit der Beutekunst in Russland? Wie nähern sich Deutsche und Russen im Streit um die Rückgabe an?

    Strahlen,Dreck und etwas Hoffnung
    Kirgisien
    Strahlen,Dreck und etwas Hoffnung video

    Kirgisien: Mailuu Su – Strahlen, Dreck und etwas Hoffnung

    30 Minuten, MDR, 3Sat, Phoenix

    Ein Wohnhaus steht direkt auf dem Abfall der Uran-Aufbereitung. Eine Kaufhalle auf einem zugeschütteten Uran-Schlammteich. Am Stadtrand stehen die Ruinen von Uran-Erz-Mühlen – Mailuu Suu im Süden Kirgistans. Eine kleine Stadt; schmutzig und lebensfeindlich. Sie wird zur Gefahr für ganz Asien. Denn gefährliche Uranreste am Bergrand drohen in den Fluss Mailuu Su zu rutschen und von dort aus einen ganzen Kontinent zu verseuchen. Genau das versucht die Thüringer Firma WISUTEC mit ihren Spezialisten vor Ort zu verhindern.

    Plácido Domingo

    Plácido Domingo video

    Wann hat man schon mal Gelegenheit diesem Mann zu begegnen? Plácido Domingo. Für die Doku “Spuren ins Nichts” (Sender Servus TV) ist das einer unserer Superstars. Wenn wir ihn kriegen dann haben wir gewonnen! Und tatsächlich: Plácido Domingo sagt zu. Wir dürfen ihn nach einem Auftritt in Berlin interviewen. Fast zu schön um das zu glauben. Interviews mit ihm sind rar. Doch plötzlich und unerwartet sagt er ab. Wegen Krankheit. Es gibt nur noch eine Chance: wir können ihn in Milano besuchen. Das dürfen wir uns nicht entgehen lassen. Er ist wichtig für unseren Film. Auch wenn es das Budget fast sprengt: wir fliegen nach Milano und treffen den großen Tenor.

    Hardy Krüger

    Hardy Krüger video

    Unter den deutschen Filmschauspielern gibt es nicht viele, die Weltstars geworden sind. Hardy Krüger ist einer davon. Wie so viele große Schauspieler hat auch er eine Doppelbegabung. Er kann schreiben und zwar verdammt gut. Das zeigt auch sein Buch, ‚Zarte Blume Hoffnung’, eine Liebesgeschichte und gleichzeitig eine Liebeserklärung an seine Heimatstadt Berlin. Eigentlich wollen wir ihn draußen vor dem Hotel Adlon in Berlin interviewen. Aber das geht nicht. Hardy Krüger ist einfach zu bekannt. Ein ruhiges, intensives Interview kriegen wir auf der Straße ohne größeren Aufwand nicht hin. Wir müssen uns umentscheiden und wechseln in sein Hotelzimmer. Wie man sich vorstellen kann, besitzen Hotelzimmer nicht gerade eine himmlische Filmatmosphäre. Doch zum Glück hat Hardy den Blick der Blicke direkt aufs Brandenburger Tor. Mit genügend ND Folie auf dem Fenster bekommen wir unser zartes, warmes Interviewbild.

    Isabel Allende

    Isabel Allende video

    San Francisco. Meine Lieblingsstadt. Und gleich wird sie zu meiner liebsten Lieblingsstadt. Wir sind bei Isabel Allende eingeladen. Sie wohnt nördlich von der Golden Gate Brücke. Wir fahren etwa 30 Minuten bis wir in ihrem Wohnort ankommen. Das Allende-Haus erkennt man sofort: Es kann nur dieses kleine Schlösschen sein. Es sieht aus wie ein argentinisches Prinzenhaus. Jetzt fehlen nur noch Zorro mit dem Degen und ein paar Musketiere auf ihren Pferden. Das Tor öffnet sich automatisch, aha Isabel erwartet uns wohl. Im Flur ihres riesigen Hauses strahlt uns eine kleine, zierliche Frau an. Das ist sie, viel kleiner als ich immer dachte. Sie strahlt so viel Freundlichkeit und Liebenswürdigkeit aus, dass wir uns fast wie zu Hause fühlen. Isabel staunt. Sie findet unser Equipment angenehm spartanisch. Wenn das amerikanische Fernsehen kommt meint sie dann stehen draußen auf ihrem Hof drei Übertragungswagen und ihr Wohnzimmer ist ein einziger Lichtkegel. So machen wir das nicht, wir wollen ja auch etwas intim werden. Zumindest inhaltlich. Wir sind nur mit Digibeta und dem ganzen kleinen drumrum da. Isabel findet das auf jeden Fall angenehm. Endlich mal nicht so viele Leute. Doch so schnell geht es nicht los mit dem Interview. Wir lernen noch ihren Mann kennen. Und er zeigt uns seinen Allende-Keller, den kriegen schließlich alle neuen Freunde zu sehen. Im Keller verbirgt er, glaube ich, die größte Scheinwerfersammlung der Welt. Sehr gut. Da nehme ich mir doch sicherheitshalber einen Licht mit hoch.

    Ken Follett

    Ken Follett video

    Zu Besuch in London.

    Wenn man sich die Liste der Geschichten, der Bücher anguckt die Ken Follett geschrieben hat dann sind das alles Krimis, tolle spannende Romane. Ein Buch dazwischen fällt auf: „Die Säulen der Erde“, der erste große Historienschinken könnte man sagen. Nachdem wir Ken Follett zum „Eisfieber“ interviewt haben, ist der zweite große Historienschinken erschienen: „Die Tore der Welt“. Auch eine spannende Geschichte. Wenn ich das etwas abfällig als Historienschinken bezeichne dann ist das eigentlich liebevoll gemeint denn drinnen verstecken sich spannende Kriminalromane zusammengefügt zu einem gewaltigen Kriminalepos.

    Bruno Jonas

    Bruno Jonas video

    Bruno Jonas, so behauptet der Klappentext seines Buches ‚Kaum zu glauben und doch nicht wahr’, ist ein quer un die Ecke denkender Kabaretist.

    Er kümmert sich um unseren Glauben: Kaum zu glauben und doch nicht wahr!, als Kabaretist? Als Humorist oder ganz privater Bruno Jonas?

    Richard-David Precht

    Richard-David Precht video

    Lenin kam nur bis Lüdenscheid, Der kleine Junge auf dem Umschlag dieses Buches ist tatsächlich der Autor vor etwa 35 Jahren. Er spricht über seine kleine Revolution. Spannend: konsequente Erziehung, egal ob sie von links oder von rechts kommt, führt immer zur Elite: der Autor ist das beste Beispiel dafür.

    Die Chance für das Zusammenleben ist offenbar nicht toll zwischen Ost und West – das hat Richard-David Precht vor etwa vier Jahren gedacht. Wir haben es aufgezeichnet. In der Zwischenzeit zeigt sich, dass beide Systeme in Krisen geraten aus denen sie nicht so schnell herausfinden. „Wer bin ich und wenn ja wieviele“ das ist der Titel des ersten richtigen Bestsellers den Precht geschrieben hat und die Bestsellerlisten stürmte. Im Frühjahr 2009 folgte gleich das große Buch über die Liebe. Ein unordentliches Gefühl.

    Es lohnt sich Prechts Bücher zu lesen auch wenn es nicht ganz einfach ist.

    Martin Mosebach

    Martin Mosebach video

    Interview mit Martin Mosebach. Sein Roman, Das Beben, ist ein Buch der stärksten Kontraste. Das moderne Europa trifft auf ein armes indisches Königreich. Ein Beben.Und es ist zugleich der Roman einer verrückten Liebe, die am Ende eine überraschende Wendung nimmt. Noch einmal: ein Beben.

    Manchmal hört man bei einem Interview einem Autor so gespannt zu, dass man am Schluss garnicht weiß was das wichtigste war was er gesagt hat. Erst später ist uns aufgefallen, dass Mosebach sagt: die Reise nach Indien, das Beben, ist keine Reise in ein exotisches Land weit weg von unserer Kultur. Es ist eine Reise in unsere eigene Geschichte. In die Zeit des Mittelalters bis zur Neuzeit. Darin liegt das spannende! Lernen wir unsere Kultur kennen in dem wir uns in eine fremde Exotik begeben?

    Wolfgang Büscher

    Wolfgang Büscher video

    In unserem Interview hat er erklärt das die eigentlichen Grenze in Deutschland nicht die zwischen Ost und West ist. Die eigentliche Grenze ist die von zwei großen Kulturen – im Süden und im Norden – der alte Limes. Damit macht Wolfgang Büscher deutlich, dass die Veränderungen die wir seit der Wende erlebt haben und die jetzt gefeiert werden nicht etwas über die Änderungen im Westen und Osten aussagen – nämlich, dass alles beim Alten geblieben sein könnte – sondern, dass wir die gleichen Schicksale erleben: das was Ostdeutschland ausgemacht hat verschwindet und das was Westdeutschland ausgemacht hat verschwindet auch. Und das ist aus der heutigen Perspektive gesehen sehr sehr hellsichtig von Wolfgang Büscher.

    Petra Hammesfahr

    Petra Hammesfahr video

    Interview mit Petra Hammesfahr. Sie ist die erfolgreichste deutsche Krimi-Autorin. Das Buch, DER SCHATTEN, beweist das wieder. Das Buch erzählt eine spannende Geschichte; die Autoren ist hellsichtig wie ihre Heldin und rechnet endlich ab mit einer Welt, von der sie oft betrogen worden ist.

    Irvin D. Yalom

    Irvin D. Yalom video

    Interview mit Irvin D. Yalom in San Francisco.

    Irvin Yalom ist es gelungen Psychologie und Philosophie zusammenzubringen. Er sieht beinahe selbst aus wie eine Kreuzung aus Lenin, Nietzsche und Freud. Streng wie solche Vorbilder ist er aber überhaupt nicht. Sehr belesen, sehr witzig, sehr originell. So auch sein Buch ,Die Schopenhauer-Kur´.

    Ingo Schulze

    Ingo Schulze video

    Zu Gast im Berlin Verlag. Wir treffen Ingo Schulze. Es wird ein spannendes Interview mit einem Autor der mittlerweile einige große Preise eingeheimst hat und auch ein Querdenker ist.

    Endlich ist das Buch erschienen, das schon zur Legende geworden ist, bevor es jemand lesen konnte. Das schreibt jedenfalls die Süddeutsche Zeitung über das Buch von Ingo Schulze. Es handelt von Enrico Türmer und spielt in den Monaten kurz nach der Wende. Enrico Türmer: ist das vielleicht Ingo Schulze selbst?

    Heinz Berggruen

    Heinz Berggruen video

    Als wir dieses Gespräch mit Heinz Berggruen gedreht haben, musste ich an ein Gespräch denken das ich einige Jahrzente zuvor mit ihm hatte. In Paris, in seiner Wohnung dort. Damals war er etwas melancholisch. Heinz Berggruen war ein alter Mann und wollte nach Hause, nach Berlin zurück. Er war sicher der bedeutenste Sammler den Deutschland hervorgebracht hat. Er hat die wunderbarsten Bilder zusammengetragen. Seine Bilder nannte er immer seine Kinder. Aber die Berliner hatten nicht so richtig das Gefühl für ihn, für seine „Kinder“, für seine Sammlung.

    Seine Bilder hingen damals in London am Trafalgar Square, in der National Galerie. Eine gewaltige Auszeichnung. Niemals hat irgend ein Sammler dort seine Bilder ausstellen dürfen.

    Kurz nachdem wir unser Gespräch mit ihm gedreht haben, ist Heinz Berggruen gestorben. Aber jeder der heute seine kleinen Erzähungen liest den wird es vielleicht doch mal in seine Sammlungen nach Berlin ziehen. Das wäre sicher sein letzter Wunsch: „Kummert euch um meine Kinder.“

    Günter Ogger

    Günter Ogger video

    Mein Gott wie hellsichtig ist dieser Günter Ogger. Was er vor 10 Jahren zu recherchieren angefangen hatte ist heute brandheiß. Er wollte ein Sachbuch schreiben. Es ist ein Roman geworden. In unserem spannenden Interview hat er uns erklärt warum das so war. Günter Ogger erzählt wie er während seiner Recherchen von fremden Leuten eingeschüchtert wurde, von Leuten die sich erkundigt haben wann und wo sein Sohn wo zur Schule geht, wie sein Tagesablauf in den letzten Wochen und Monaten war…

    Günter Ogger hat vor vielen Jahren bereits herausgefunden, was die Weltwirtschaft inzwischen beinahe an den Rand gebracht hat. Sein Buch „ Der Absturz“ ist nichts anderes als eine Parabel auf den Untergang des Kapitalismus. Auf irgend einem Luxusschiff, irgendwo in der Karibik sitzt ein Zocker. Niemand wird jemals auf die Idee kommen, dass das die Hintermänner sind, die unser gesamtes Finanzsystem ruiniert haben. Lesen sie doch mal ganz in Ruhe unter diesem Aspekt das Buch der Absturz von Günter Ogger.

    Francois Lelord

    Francois Lelord video

    Paris. Eine große schwere Wohnungsßtür geht auf. Dahinter steht ein witziger Mann, er lächelt, spricht englisch mit einem noch witzigerem französischen Dialekt. Sein verfranzösischtes Englisch ist kaum zu verstehen. Es ist Francois Lelord. Es könnte auch sein Romanheld sein – da an der Tür: Hektor aus seinen Büchern “Reise zum Glück” und “Hektor und die Geheimnisse der Liebe”. In seinen Büchern geht es um die Liebe. Alles schön und gut, lieben möchte ja jeder gerne. Aber wie stellt man das an, wenn der andere nicht will? Und da hat Lelord einige verrückte Ideen.

    Eva-Maria Haagen

    Eva-Maria Haagen video

    Das ist sie also: die Mutter von Nina Haagen. Wow. Wie ähnlich die beiden sich sind, denke ich! Nur, dass Eva-Maria Haagen eine erfolgreiche Schriftstellerin ist. In unserem Interview geht es um lebendige Zeitgeschichte, pralles Leben. Erinnerungen an die Kindheit in Hinterpommern. Eva-Maria schreibt in ihrem Buch “Jenseits vom Paradies” von den zwei Seelen in ihrer Brust: von der Schlange verführt und von Gott respektiert. Als Kind, so erfahren wir, hat sie mit dem lieben Gott ziemlich ernste Gespräche geführt.

    Erich Loest

    Erich Loest video

    Beinahe 80 Jahre alt ist Erich Loest und er hat über 50 Jahre gewartet, bis sein Buch über den 17. Juni erschienen ist. Er zeigt wie Geschichte gemacht wird, nicht immer von den sogenannten Großen, sondern meistens von den einfachen Menschen.

    Diana Gabaldon

    Diana Gabaldon video

    Diana Gabaldon hat ihre Highlandersaga vollendet. Sie war auf sieben Bücher angelegt. Das sechste war „Der Hauch von Schnee und Asche“, das siebente „Echo der Hoffnung“ ist im Sommer 2009 erschienen. Damit ist eine große Saga abgeschlossen. Die Frage wieso wir Deutsche Diana besonders lieben das versuchen wir in unserem Interview herauszufinden.