Der Papst in Thüringen.
EB-Teams bei der Messe.

Politiker behaupten es sei das Jahrtausendereigniss für Thüringen und Mitteldeuschland: Der Besuch des Papstes Benedikt XVI. Die Ministerpräsidenten aus den drei Ländern sind da, hohe geistliche aus der ganzen Welt und fast hunderttausend Pilger. Das klitzekleine katholische Dorf Etzelsbach wird zum Wallfahrtsort, in Erfurt herrscht Ausnahmezustand, Sicherheitsstufe eins. Vielleicht war es kein Jahrtausendereignis – Fernsehen gibt es schließlich erst seit 50 Jahren. Für Reporter, Kamerateams und Übertragungsteams bleibt es zumindest ein Jahrzehnt-Spektakel.

zur sache…
ARD / ZDF live Interviews.
zur sache… video

MDR Chefredakteur Wolfgang Kenntemich im Interview mit Angela Merkel.

Realisierung: Live-Mobil-Team Stratos TV und Centauri-Film.

Plötzlich steht SIE im Raum: „So Kinder ich hab keine Zeit – sagt schnell wie Ihr es wollt.“ Angela Merkel wirkt etwas gehetzt. Sie hinkt 30 Minuten ihrem Zeitplan hinterher. Das Protokoll ist in Gefahr – das darf nur passieren wenn der Papst da ist.
Wir kommen nicht dazu irgendwelche Anweisungen zu geben. Die Bundeskanzlerin schnappt sich ein Ansteckmikro, zieht es ohne Hilfe durch ihr Jacket und klippt es an ihren Kragen. Sie setzt sich auf den falschen Stuhl und feuert uns an: “Läuft alles?” Wow – was für eine Frau! 15 Minuten später ist die Arbeit von zwei Tagen vergessen, das Interview gesendet und Frau Merkel irgendwo beim nächsten Termin.

Probe mit dem Team. Großes Licht ist in der Augustiner-Kloster-Bilbliothek nicht erlaubt, die Wege müssen frei bleiben und die schweren Tische darf niemand verrücken.

Noch fünf Minuten... die Bundeskanzlerin ist auf dem Weg. Anspannung beim Team.

Es muss schnell gehen. Angela Merkel hat nicht viel Zeit.

Die Ministerpräsidentin und GM.

Die Ministerpräsidentin und GM. video

Bald empfängt sie den Papst, bedeutenden Staatsmännern und Wirtschaftsbossen begegnet Sie täglich. Eigentlich müsste dieses Leben abhärten, die Seele gleichmütig machen. Doch auch Ministerpräsidenten können nervös werden. Wieso auch nicht – sonst wären sie keine Menschen. Christine Lieberknecht (CDU) und ihr Wirtschaftsminister Matthias Machnig (SPD) wirken fast verloren, mitten in der großen Glashalle, im nullten von 72 Stockwerken des GM Towers in Detroit. Um sie herum US-amerikanischer Autoproporz – hochglanzpoliert, aufgehübscht, modern: Dicke Autos, Jeeps, Luxuskarossen. Bei diesem Anblick vergisst man die schlechten Gedanken an die Schwierigkeiten bei GM seit der großen Finanzkrise. Vor drei Jahren wäre Opel fast zum GM-Opfer geworden, jetzt erfahren wir, dass GM einen Großteil seiner Staatsschulden zurück zahlt. Auch Christine Lieberknechts Telefon klingelt. Sicher gibt irgend ein Referatsleiter die gleichen Nachrichten weiter. Darum ist sie heute hier: Wird der Opel-Standort in Eisenach erhalten bleiben? Kann man in Eisenach ein Elektroauto bauen? Wie sind die neuen Ziele von GM? All diese Fragen kann ihr nur einer der mächtigsten Autokonzernchefs der Welt beantworten, General Motors-Big-Boss: Dan Akerson. Es wird ein Gespräch unter sechs Augen. Unsere Kamera muss unten bleiben – in der pompotionösen Autoausstellung. Nach einer Stunde kommt Christine Lieberknecht zurück – befreit, locker. Ihr Wirtschaftsminister lächelt. Zwischen ihnen steht der sonst so medienscheue Dan Akerson und gibt Interviews. Er verkündet persönlich Good News: In Eisenach wird ein neues Auto gebaut, der Standort entwickelt. Bei diesen Nachrichten darf auch eine Ministerpräsidentin mal aufgeregt sein.

Auftraggeber: MDR, Landesfunkhaus Thüringen

Langzeitdoku.
Stadtschloss Weimar
Langzeitdoku. video

Egal wie sehr man sich bemüht leise zu laufen, es knallt, hallt und knackt metallisch bei jedem Schritt. Jemand drückt einen Schalter. Gelbes Neonröhrenlicht durchzuckt den Raum. Es dauert eine Weile bis es hell ist und sich unsere Augen an dieses flimmernde, warme Licht gewöhnen.
Grau gestrichene Wände, eingezogene Stahlträger, löchrige Spanplatten. Mehr nehmen wir im ersten Moment nicht wahr. Es sieht aus wie in einem alten russischen Lagerraum.

Vor 45 Jahren soll das noch die Kapelle des Stadtschlosses Weimar gewesen sein. Kaum vorstellbar als wir vor einigen Monaten mit unseren Dreharbeiten beginnen. Doch was jetzt zum Vorschein gekommen ist, versetzt uns und die Restauratoren ins Staunen.

1963 beginnt der Umbau. In dem Kirchenschiff ist schließlich Platz für vier niedrige Lager-Etagen. Die sozialistischen Bauherren nageln den Marmorstuck, etliche goldene Engelsmalereien und den herrlichen Kalksteinfußboden einfach zu. In den halbrunden Altar wird eine Stahl-Wendeltreppe gepresst. Die reich verzierte Holzdecke verschwindet unter Sperrholzplatten. Der Fünf-Jahres-Plan geht auf. 1968 ist die hübsche Schloßkapelle zu einem Kunst-Käfig mutiert. Aus der niedlichen Kirche wurde ein DDR-Nutzbau. In den 60ern und 70ern war es das Büchermagazin für die Weimaer Zentralbibliothek und bis vor einem Jahr noch ein schlichtes Möbeldepot.

Den Schlossherren war lange bewusst welche Schätze sich hinter all den Stahlträgern und Spanplatten verbergen. 2010 beginnen die Restaurationsarbeiten der Klassik Stiftung Weimar. In akribischer Arbeit wird Stück für Stück, mikro-meterweise, alte Lackfarbe abgetragen. Die Aura der Schlosskapelle kehrt allmählich zurück.

Kurzinfos:
Drehende etwa 2015. Zwischendurch berichten wir immer wieder über den aktuellen Stand für das MDR Fernsehen. Im Stadtschloss installieren wir eine Zeitrafferkamera. Produktion in HD1080i.

Hilfe für Quentino.
Reportage MDR Fernsehen.
Hilfe für Quentino. video

Quentinos linke Hand greift nach dem Rad und schwingt es nach vorn. In Windeseile wechselt er die Seite. Rechts. Links. Rechts. Links. Quentino (4) schwingt hin und her und lacht und kreischt und kichert. Er rast den Stationsgang entlang. Rechts. Links. Immer schneller. Krankenschwestern hüpfen zu Seite. Rollstuhl-Racing, das macht Spaß. Der kleine Stationsliebling mit den schwarzen Kulleraugen darf das heute. Es ist sein letzter Tag im Waldkrankenhaus Eisenberg.

Quentino leidet an einer heimtückischen Krankheit. Sein Bein ist krumm, seine Schenkelknochen wachsen nicht zusammen. Da wo er herkommt, hätte er nie die Chance ein normales Leben zu führen. In Angola wäre er für immer ein Außenseiter im Rollstuhl.
Die Organisation „Internationales Friedensdorf“ hilft Kindern in der ganzen Welt. Ein Jahr bleibt er in Deutschland und wird im Eisenberger Waldklinikum kostenlos behandelt.
Quentino geht es schnell besser. Sein Bein wird versteift – dieses dicke unangenehme Ding am Fuß heißt Orthese. Und trotzdem rennt er mit anderen Kindern um die Wette. Ein kleiner verrückter in blauen Strumpfhosen.

Die deutsche Sprache beherrscht er nach wenigen Wochen. Quentino redet immer lauter und hält die ganze Station auf Trapp. Weihnachten feiert er bei seiner Lieblingspflegerin. Was für ein Leben im Krankenhaus – bei all den netten Ärzten und Schwestern. So könnte das lange weitergehen…

Die Schalte aus dem Erdloch.
Hartmut Kießling bei uns im Studio.
Die Schalte aus dem Erdloch. video
Die Schalte aus dem Erdloch. video

Es ist schon der dritte große Erdkrater in Thüringen. Nicht immer verschwinden gleich halbe Dorfstraßen im Erdreich – wie vor einigen Wochen in Schmalkalden. Diesmal fällt in Könitz plötzlich die Erde ab – am Rand einer alten Deponie. Das Loch ist neun Meter breit und neun Meter tief. Wo kommt es her? Ist es gefährlich? Ist Thüringen ein Erdfallgebiet? Wer übernimmt die Kosten? Und was kann man gegen Erdfälle tun? Fragen die nur ein Experte beantworten kann. Der Leiter des Bergamtes – live zugeschaltet aus unserem Studio ins MDR Fernsehen.

In unserem Regieraum werden Hintergrundbilder eingekeyt, das Rückbild aus Erfurt entgegengenommen, der Ton abgemischt und bei Bedarf Beiträge eingespielt.

Das Wasser kommt.

Das Wasser kommt. video

Wir verschieben alle geplanten Drehs. Unsere Produktionen kommen durcheinander. Hochwasseralarm in Ostthüringen, Süd-Sachsen-Anhalt und Westsachsen. Wir sind überall unterwegs, drehen, suchen Geschichten und überspielen aktuelle Bilder an alle Sender. Kameramann Andreas ist sogar mit einer Unterwasserkamera unterwegs. Künstler drehen eben immer mit einem etwas anderem Blick.

Direkt vor unserer Haustür verschärft sich die Situation. Erste Autos bleiben im Wasser stecken, Gärten sind überflutet, Keller laufen voll. Die Weiße Elster sieht recht bedrohlich aus. Centauri liegt auch fast am Flussufer. Wenn das Wasser noch einen Meter steigt, wird es auch in unserem Archiv feucht. Wir beobachten die Lage.

Alle Bilder und Geschichten heute im Fernsehen. Wir rotieren für das Thüringen Journal, mdr aktuell, Hier ab Vier, Dabei ab Zwei, Sachsen-Anhalt heute und vielleicht schaffen wir es mit ein oder zwei Bildern auch in ARD Nachrichtensendungen.

Schalte aus dem Schlagloch.
Schalte aus dem Schlagloch. video

Tauwetter. Schneeschmelze. Eben war es noch glatt auf den Straßen und jetzt nerven riesige Schlaglochkrater. Für die Kommunen ein kaum noch finanzierbares Problem. Die Löcher werden meist schnell und provisorisch geflickt. Thüringer Bürgermeister fordern Hilfen vom Freistaat. Doch unser Verkehrsministerium fühlt sich nicht verantwortlich für Stadt-Straßen. Ein heißes Thema. Jenas Oberbürgermeister Albrecht Schröter ist bei uns im Studio und erklärt live im mdr Fernsehen wie die aktuelle Situation ist.

Erdrutsch statt Hochwasser.

Erdrutsch statt Hochwasser. video

In ganz Mitteldeutschland sind unsere TV-Kollegen unterwegs um noch das letzte Tröpfchen Hochwasser zu finden. Hochwasser bringt dem Fernsehbusiness Hochkonjunktur. Leider nicht in Ostthüringen. Hier ist es verdammt ruhig. Und dann passiert es: ein Hang rutscht ab. Auf der Bundestraße B2 Richtung Leipzig liegt ein riesiger Erdhaufen. Eine Woche werden die Aufräumarbeiten dauern erzählt uns der Baggerfahrer. Und die Gefahr an dieser Stelle scheint nicht gebannt. Immer wieder könnte bei großen Wassermengen Erde abrutschen. Centauri bleibt auf alle Fälle an dem Thema dran. Mehr dazu im mdr Thüringen Journal und bei mdr aktuell.

Schalte aus der Luft.
Ryanair - AUS für Ostthüringen.
Schalte aus der Luft. video

Jetzt steht es fest: Ryanair gibt seinen Standort in Ossthüringen auf. Ab März 2011 wird keine Ryanair-Maschine mehr den Flugplatz Altenburg-Nobitz ansteuern. Eine Niederlage für die ganze Region. Die Gründe sind vielfältig, reichen von zu hohen Landeszuschüssen, der neuen Ticketsteuer bis zum erwarteten Buchungsrückgang. Was steckt wirklich dahinter? Altenburgs Oberbürgermeister Michael Wolf bezieht eine klare Position – Live aus dem Centauri-Studio im MDR Fernsehen.

“Oh well…”
Weine aus Mitteldeutschland.
“Oh well…” video
“Oh well…” video

Serie, MDR Fersehen

Oh well, realy well, sagt er, nimmt das Glas vom Mund, schnüffelt genüsslich daran, schwenkt es mit einer weichen Handbewegung und setzt nochmal zur Verkostung an. „This is God“ „Es ist ein ausgezeichneter Wein“ sagt er dann auf deutsch mit einem lustigen, britischen Akzent „ist der wirklich aus Thüringen?“

Bepackt mit beinahe allen Weinsorten sind wir zu Gast bei Weinguru Sir Huhg Johnson in England. Wenn jemand Ahnung von der Traube hat und weiß was ein guter Wein ist dann ist ER es. Berühmt geworden ist er durch seine „Enzyklopädie der Weine“. Vor unserer Kamera verkostet und bewertet er Weine die er so noch nicht kennt – mit überraschenden Ergebnissen.

Wechmar und die Steubenparade.
New York
Wechmar und die Steubenparade. video

MDR

Sieben Jahre träumen Sie davon, einmal dabei zu sein. Immer wieder bewerben Sie sich für den größten Kostümumzug der Welt. 2009 hatten sie es endlich geschafft: Wechmar trifft New York. Der kleine, traditionelle Trachtenverein nimmt an der 52. Steubenparade in New York teil. Hohe Erwartungen bei den Vereinsmitgliedern, Proben bis zur Erschöpfung. Die Dorfstraße wird zur 5th Avenue, der Parkplatz hinterm Vereinshaus zum Central Park. Und dann beginnt endlich wird ihr Traum wahr: Eine Reise in eine verrückte Stadt mit einem Koffer voller Trachten.

Eisschnelllauf

Eisschnelllauf video

MDR

Gunda Niemann-Stirnemann und ihre kleinen Weltmeister.

Sie hat alle Eis-Schnelllauf-Goldmedaillen gewonnen die man gewinnen kann. Die große Eissporthalle in Erfurt trägt ihren Namen. Bei ZDF Sportübertragungen ist ihre Expertenmeinung gefragt. Und jetzt ist sie dabei, Diplom-Trainerin zu werden. Mit ihren ersten Schützlingen fährt sie ins Trainingslager nach Whitehorse, Kanada. Hier herrschen ideale Bedingungen, um aus Nachwuchsportlern Profis zu machen und aus der „Gold-Gunda“ eine knallharte Trainerin.

Die Scheichs…
...und das Wellnessprogramm.
Die Scheichs… video

Wer reich ist, entspannt sich gern. Besonders in Deutschland. Wer reich ist, verreist gern. Besonders nach Deutschland. Nur das alles müssen die reichen Scheichs in Dubai noch lernen. Aber wie? „Scheichs kommt nach Thüringen!“ Ein Land wirbt um arabische Wellness-Urlauber.

Minister im Kaftan.
Abu Dhabi
Minister im Kaftan. video

MDR

Die einen, weit im Osten, haben Geld und brauchen Know-How. Die anderen, hier im Land, haben Ideen, Fachkräfte und sensationelle Produkte. Nur eins haben sie oft nicht: Connections zu den reichen Scheichs im fernen Osten. Das soll sich ändern. Engagierte Minister bringen Scheichs und den deutschen Mittelstand zusammen. Zwei unterschiedliche Welten fusionieren zu einer Erfolgsgeschichte.

Auf Marco Polo’s Spuren.

Auf Marco Polo’s Spuren. video

Indonesien: “Auf Marco Polo’s Spuren”

3 Teile, 30 Minuten, MDR

Axel Brümmer und Peter Glöckner sind Weltenbummler. 1989 brechen sie zu ersten Mal auf. Die Wende in der DDR erleben sie nicht. Denn in dieser Zeit radeln sie gerade durch Asien. Und 20 Jahre später sind sie immer noch Weltenbummler und mit ihren Erlebnissen in ganz Deutschland berühmt. 2004 durchfahren sie auf Marco Polo’s Spuren die Weltmeere. Ihre Dschunke segelt seelenruhig über das indonesische Meer, als der große Tsunami ausbricht. Aber sie haben Glück: er flutscht noch unsichtbar, kraftlos unter ihrem Bug hindurch. Als sie in Phuket ankommen, sehen sie das Unheil. Ihre Abenteuerlust weicht, und sie beginnen Hilfe zu organisieren. „Das passiert uns oft: Dass wir auf der einen Seite Glück haben und auf der anderen Seite immer wieder in unerwartete, spannende Geschichten gezogen werden“ sagt Peter Glöckner.