zur sache…
ARD / ZDF live Interviews.

MDR Chefredakteur Wolfgang Kenntemich im Interview mit Angela Merkel.

Realisierung: Live-Mobil-Team Stratos TV und Centauri-Film.

Plötzlich steht SIE im Raum: „So Kinder ich hab keine Zeit – sagt schnell wie Ihr es wollt.“ Angela Merkel wirkt etwas gehetzt. Sie hinkt 30 Minuten ihrem Zeitplan hinterher. Das Protokoll ist in Gefahr – das darf nur passieren wenn der Papst da ist.
Wir kommen nicht dazu irgendwelche Anweisungen zu geben. Die Bundeskanzlerin schnappt sich ein Ansteckmikro, zieht es ohne Hilfe durch ihr Jacket und klippt es an ihren Kragen. Sie setzt sich auf den falschen Stuhl und feuert uns an: “Läuft alles?” Wow – was für eine Frau! 15 Minuten später ist die Arbeit von zwei Tagen vergessen, das Interview gesendet und Frau Merkel irgendwo beim nächsten Termin.

Probe mit dem Team. Großes Licht ist in der Augustiner-Kloster-Bilbliothek nicht erlaubt, die Wege müssen frei bleiben und die schweren Tische darf niemand verrücken.

Noch fünf Minuten... die Bundeskanzlerin ist auf dem Weg. Anspannung beim Team.

Es muss schnell gehen. Angela Merkel hat nicht viel Zeit.

Die Ministerpräsidentin und GM.

Die Ministerpräsidentin und GM. video

Bald empfängt sie den Papst, bedeutenden Staatsmännern und Wirtschaftsbossen begegnet Sie täglich. Eigentlich müsste dieses Leben abhärten, die Seele gleichmütig machen. Doch auch Ministerpräsidenten können nervös werden. Wieso auch nicht – sonst wären sie keine Menschen. Christine Lieberknecht (CDU) und ihr Wirtschaftsminister Matthias Machnig (SPD) wirken fast verloren, mitten in der großen Glashalle, im nullten von 72 Stockwerken des GM Towers in Detroit. Um sie herum US-amerikanischer Autoproporz – hochglanzpoliert, aufgehübscht, modern: Dicke Autos, Jeeps, Luxuskarossen. Bei diesem Anblick vergisst man die schlechten Gedanken an die Schwierigkeiten bei GM seit der großen Finanzkrise. Vor drei Jahren wäre Opel fast zum GM-Opfer geworden, jetzt erfahren wir, dass GM einen Großteil seiner Staatsschulden zurück zahlt. Auch Christine Lieberknechts Telefon klingelt. Sicher gibt irgend ein Referatsleiter die gleichen Nachrichten weiter. Darum ist sie heute hier: Wird der Opel-Standort in Eisenach erhalten bleiben? Kann man in Eisenach ein Elektroauto bauen? Wie sind die neuen Ziele von GM? All diese Fragen kann ihr nur einer der mächtigsten Autokonzernchefs der Welt beantworten, General Motors-Big-Boss: Dan Akerson. Es wird ein Gespräch unter sechs Augen. Unsere Kamera muss unten bleiben – in der pompotionösen Autoausstellung. Nach einer Stunde kommt Christine Lieberknecht zurück – befreit, locker. Ihr Wirtschaftsminister lächelt. Zwischen ihnen steht der sonst so medienscheue Dan Akerson und gibt Interviews. Er verkündet persönlich Good News: In Eisenach wird ein neues Auto gebaut, der Standort entwickelt. Bei diesen Nachrichten darf auch eine Ministerpräsidentin mal aufgeregt sein.

Auftraggeber: MDR, Landesfunkhaus Thüringen

Strahlen,Dreck und etwas Hoffnung
Kirgisien
Strahlen,Dreck und etwas Hoffnung video

Kirgisien: Mailuu Su – Strahlen, Dreck und etwas Hoffnung

30 Minuten, MDR, 3Sat, Phoenix

Ein Wohnhaus steht direkt auf dem Abfall der Uran-Aufbereitung. Eine Kaufhalle auf einem zugeschütteten Uran-Schlammteich. Am Stadtrand stehen die Ruinen von Uran-Erz-Mühlen – Mailuu Suu im Süden Kirgistans. Eine kleine Stadt; schmutzig und lebensfeindlich. Sie wird zur Gefahr für ganz Asien. Denn gefährliche Uranreste am Bergrand drohen in den Fluss Mailuu Su zu rutschen und von dort aus einen ganzen Kontinent zu verseuchen. Genau das versucht die Thüringer Firma WISUTEC mit ihren Spezialisten vor Ort zu verhindern.

Der Fall Rosemarie Albrecht.

Der Fall Rosemarie Albrecht. video

30 Minuten 3Sat, MDR Fernsehen

Psychiatrie in der NS-Zeit. Ein dunkles Kapitel. Zum ersten Mal soll sich in Thüringen eine Ärztin wegen “Euthanasie”-Verbrechen während der NS-Zeit vor Gericht verantworten. Der Fall könnte das letzte derartige Verfahren in Deutschland werden.

Die Anklage richtet sich gegen die ehemalige Jenaer Universitätsprofessorin und Dekanin der Medizinischen Fakultät der Friedrich-Schiller-Universität, Rosemarie Albrecht, heute 89 Jahre alt. Mindestens eine ihr anvertraute Patientin soll sie ermordet haben. Rosemarie Albrecht war nach dem Studium 1940 auf die psychiatrische Frauenstation des Krankenhauses in Stadtroda gekommen.

Nur schwer lassen sich die Geschehnisse und Umstände von damals rekonstruieren. Zeugen gibt es keine mehr. Die Ermittler stützten sich vor allem auf die Krankenakten. Diese tragen die Unterschrift von Rosemarie Albrecht. In den zwei Jahren, die sie auf der psychiatrischen Station verbrachte, starben 159 Frauen und 11 Kinder. Mehr als in jedem anderem Jahr. Ihre Patientinnen sind vor allem an Herz-Kreislauf-Schwächen oder Lungenentzündung gestorben – typische Diagnosen, mit denen Naziärzte das planmäßige Töten von “lebensunwertem” Leben verschleierten.

Rosemarie Albrecht streitet die Vorwürfe ab. Sie habe nichts gewusst, sie habe die Station nicht geleitet. Oft sei sie als “lebendige Schreibmaschine” eingesetzt worden. Wer war und ist Rosemarie Albrecht? Eine Mörderin? Hat sie einfach nur “funktioniert”? In Interviews schildert sie ihre Sicht der Dinge. Wie glaubhaft sind ihre Erinnerungen?

Franz-Joseph Strauss und die DDR.

Franz-Joseph Strauss und die DDR. video

Serie, MDR Fernsehen

1983. Franz-Joseph Strauss, bayerischer Ministerpräsident, reist durch die DDR. Was als inoffizielle Reise geplant war, wird zum Staatsakt. Strauß besucht Erfurt, Dresden, Naumburg. DDR-Bürger rufen zum ersten mal in aller Öffentlichkeit nach „Freiheit“, durchbrechen Barrieren um zu Franz-Joseph zu gelangen, werden von Staatssicherheitsbeamten abgedrängt, verprügelt.

Und heute 25 Jahre danach? Was ist von diesen Eindrücken geblieben? Augenzeugen berichten. Höhepunkt: Franz Joseph Strauß Jr. Er war damals 22 Jahre, begleitete seinen Vater und offenbart brisante Details.